Berichte ueber Tuerken, die “sich nicht integrieren wollen” etc gibt es mehr als genug. Daher ist es erfrischend, Berichte ueber mangelhafte Integrierung und Anpassung von Deutschen und Deutschschweizern zu lesen – jene Leute, die wahrscheinlich sonst ueber Auslaender schimpfen. In einer schoenen Reportage im Berner Bund ueber das Tessin lesen wir ueber die Einwanderer aus der Deutschschweiz und Deutschland: Sie “leben seit vierzig Jahren im Tessin und sprächen noch immer kein Wort Italienisch. Viele Deutschschweizer gäben sich keine Mühe, sich zu integrieren”. Genauso jedoch: «Man kann sich nicht einfach hinsetzen, zusammen Wein trinken und dann Duzis machen – die Tessiner bleiben lieber unter sich.» Ersetze “Deutsche” und “Deutschschweizer” mit “Tuerken”, die Gemeinsamkeiten sprechen fuer sich. >> zur Reportage im Bund (ersetzt mit Kopie)
Stimmt zwar, aber nicht ganz. Es gibt Viele (zähle mich dazu) die italienisch können – und jahrelang schon hier wohnen – und letztendlich immer als Fremde angesehen werden. Auch Einheimische sind hier fremd – es genügt, keinen richtigen (tessiner) Namen zu tragen.
Danke fuer den Kommentar. Ich habe eben bemerkt, dass der Bund den Text entfernt hat. Ich habe eine Kopie ins Netz gestellt, da wird die Darstellung etwas differenzierter.
Dass man ewiglang als Fremder angesehen wird, betrifft auch Angehoerige der selben Nationalitaet – siehe Norddeutsche in Sueddeutschland oder (in Norwegen) Zugezogene von der anderen Seite des Fjordes.