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Ethnographic research: Why care about plagiarism?

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Educators complain about plagiarism. But it is not principally because material is too readily available that students copy and paste material from the internet to their papers. It’s because new forms of authorships are emerging online, anthropologist Susan D. Blum writes in Anthropology News March 2008.

Blum has done ethnographic research on plagiarism and college culture for three years at “Saint Pastoral’s” University.

Social websites like Wikipedia challenge the romantic notion of the author as the individual genius:

While the romantic notion of the author emphasized creation in a vacuum, without influence, touched only by inspiration from the individual’s genius, the new collectivized idea of the author celebrates the kind of creativity that comes from selecting, from accumulating a pastiche, a patchwork, a sample of others’ work. The line between creation and what “copyright fundamentalists” regard as theft is now completely— and consciously—fluid.

(…)

Collectively, one after another, contributors add to or edit Wikipedia articles, without directly requesting credit or payment. The living product is quite essentially collaborative, an accretion of many people’s words belonging to everyone and Common Sense and anthropological Sense no one simultaneously.

(…)

Sharing music, video, text and images is routine and simple on the “digital commons” with YouTube, Flickr and other file-sharing interfaces. Items often follow a circuitous path before they end up on some- one’s iPod or hard drive.

Maybe educators should care lass about plagiarism? Blum concludes:

Faculty can attempt to enforce traditional academic citation norms, but we are well advised to recognize that a large portion of the students we encounter do not share traditional academic values of originality, singularity and individualism in intellectual creation. In the area of authorship, educators’ common sense is not necessarily students’ common sense.

In some ways our students have become folk anthropologists, speaking out about the impossibility of singularity, the shared quality of discourse, the reality of fragments of texts incorporated into every utterance (or written document) and the collective nature of cultural creation. Now that’s a story!

>> read the whole article “The Internet, the Self, Authorship and Plagiarism” (pdf)

This is one of five articles on “Online Engagement” in Anthropology News March 2008.

SEE ALSO:

Interview with Michael Wesch: How collaborative technologies change scholarship

New media and anthropology – AAA meeting part III

Plans to study anthropological online communities and Open Access movement

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Educators complain about plagiarism. But it is not principally because material is too readily available that students copy and paste material from the internet to their papers. It's because new forms of authorships are emerging online, anthropologist Susan D. Blum…

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Ethnologie-Einführungen und die Sonderstellung der deutschen Ethnologie

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(Entwurf) Regelmässig scanne ich für diese Webseite Ethnologie-Nachrichten auf deutsch, englisch, dänisch, schwedisch und norwegisch. Was fällt bei der Lektüre der deutschsprachigen Quellen auf?

Deutsche Ethnologen und Ethnologinnen studieren mehr als Kollegen in vielen anderen Ländern weiterhin “ein Volk”, “eine Ethnie”, “eine fremde Kultur”. Diese von vielen als überholt angesehene Perspektive findet sich auch in Studentpublikationen wieder, wie ich dies bereits im Beitrag Vermitteln Ethnozentrismus und ein ueberholtes Bild von der Ethnologie? kritisiert hatte.

Vielleicht ist das nicht so verwunderlich. Denn wie Norman Schräpel in einem interessanten Artikel in der jüngsten Ausgabe von Cargo – Zeitschrift für Ethnologie aufzeigt, werden diese Perspektiven auch in aktuellen deutschen Einführungsbüchern gelehrt. Dies offenbar Mainstream-Ethnologie.

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Das Standardwerk Ethnologie – Grundbegriffe, Arbeitsbereiche, Forschungsansätze von Hans Fischer und Bettina Beer ist komplett überarbeitet worden (deswegen nicht mehr in gelb?). Neue und aktuelle Themen sollen aufgegriffen werden sein.

Dennoch proklamiert Hans Fischer in seinem Beitrag „Ethnologie als wissenschaftliche Disziplin“ “Völker” als Gegenstandsbereich des Faches:

„Aus der Fachbezeichnung Völkerkunde oder Ethnologie lässt sich auch ihr Gegenstand ableiten: Völker oder Griechisch ethne.“ (Fischer 2003:20)

Norman Schräpel fasst zusammen:

Wenn wir uns erlauben den Beitrag von Hans Fischer auf eine Antwort zu reduzieren, kommen wir auf Folgende: Die Ethnologie ist die Auseinandersetzung mit fremden Völkern und deren Kulturen in den verschiedensten thematischen Bereichen.

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Nun war dieses Buch bereits in den 90er-Jahren nicht gerade auf der Höhe der Zeit (in meiner Ausgabe wurde selten auf Quellen verwiesen, die weniger als 25 Jahre alt waren). Wie steht es mit der beliebten Alternative, jenem Buch von Karl-Heinz Kohl?

Kohl definiert unser Fach schon im Titel Ethnologie – die Wissenschaft vom kulturell Fremden und macht klar, dass auch er diesem Paradigma zugehört. Allerdings scheinen wir dort auch – wie Schräpel anmerkt “auf wenigen Seiten” zu erfahren, “dass sich in den vergangenen Jahren der Gegenstandsbereich der Ethnologie beträchtlich erweitert hat und dass nun auch “das kulturell Fremde zu Hause” studiert wird.

Schräpel konkludiert, dass beide Einführungen “und man könnte noch weitere Beispiele finden” – sich als unzureichend und unbefriedigend erwiesen haben. Die Einführungen beschreiben zumeist eine längst vergangene Zeit und wagen sich nur in wenigen Annäherungen an neue Bereiche, so der Rezensent.

Ausserdem scheint meines Eindrucks nach die Postmoderne mit ihrer Fachkritik (nicht zuletzt der Begriffe “Kultur”, “Volk”, “Ethnie” und des Essentialismus) noch nicht in Deutschland angekommen zu sein (im Gegensatz zur Schweiz übrigens).

Die deutsche Ethnologie ist bereits von Kollegen im Ausland als “nicht international orientiert” beschrieben worden. Ein Ethnologe, der lange Jahre lang im europäischen Dachverband EASA aktiv war, sagt mir einmal, dass er erst in jüngster Zeit mehrere Ethnologen aus Deutschland auf den Kongressen angetroffen habe. Früher hätten sich die Deutschen kaum blicken lassen. Ein Zusammenhang?

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Für eine zeitgemässere Antwort “Was ist Ethnologie? siehe Alexander Knorr’s Definition und Thomas Hylland Eriksens und Keith Harts Vorschläge zur 21st century anthropology.

Wer auf der Suche nach einem guten Einführungsbuch ist, kann ich Small places, large issues von Thomas Hylland Eriksen empfehlen. Dieses Buch ist nicht nur aktuell und modern, sondern auch mit Humor in leicht verständlicher Sprache geschrieben (Vorbehalt: Ich hab das norwegische Original gelesen, englische Texte sind in der Regel anspruchsvoller).

SIEHE AUCH:

Was ist Ethnologie? Eine schöne Definition

Keith Hart and Thomas Hylland Eriksen: This is 21st century anthropology

Vermitteln Ethnozentrismus und ein ueberholtes Bild von der Ethnologie?

So lebt der Kolonialismus in der Ethnologie weiter

Rassistische Ethnologie: ”Völkerkunde” abschaffen!

Hat sich in der deutschen Ethnologie seit 100 Jahren nichts veraendert?

Neuer dtv-Atlas Ethnologie verhöhnt die Leserschaft?

“Take care of the different national traditions of anthropology”

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(Entwurf) Regelmässig scanne ich für diese Webseite Ethnologie-Nachrichten auf deutsch, englisch, dänisch, schwedisch und norwegisch. Was fällt bei der Lektüre der deutschsprachigen Quellen auf?

Deutsche Ethnologen und Ethnologinnen studieren mehr als Kollegen in vielen anderen Ländern weiterhin "ein Volk", …

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Rassismus: Kultur als Deckmantel

Sie ist nicht die erste Ethnologin, die darauf hinweist: In den Einwanderungs- und Islamdebatten versteckt sich unter dem Deckmantel der Kultur der alte Rassismus: Aus der Unterschiedlichkeit der Menschen werden unüberwindbare Hürden konstruiert, sagt Halleh Ghorashi von der Uni Amsterdam in einem Interview mit dem ORF.

Anstatt zu sagen “Schwarze sind von Natur aus aggressiver” redet man generell von kulturellen Unterschieden, sagt Ghorashi und erklaert den Wandel so:

Die Geschichte des Rassismus in Europa hat viele Menschen sensibel für derartige Aussagen gemacht. Gerade in Westeuropa hat man gesehen, wohin die Betonung von Unterschieden zwischen “Rassen” und deren “Natur” führen kann. Die Kultur bietet einen bequemen Ausweg: Wenn wir über Unterschiede zwischen Kulturen reden, sind wir nicht rassistisch. Es geht um die Verteidigung unserer Kultur und unserer Errungenschaften als Zivilisation. Eine Parallele zwischen den beiden Diskursen sehe ich darin, dass sie beide eine Rhetorik des Ausschlusses begründen.

>> zum Interview beim ORF

Von der Ethnologin im Netz gibt es u.a. Warum hat Ayaan Hirsi Ali unrecht?, sowie How Dual is transnational Identity? A Debate on Dual Positioning of Diaspora organizations (pdf). Ich sehe, dass sie nun neuerdings auch eine eigene Webseite hat: http://hallehghorashi.com (allerdings nicht viel zu lesen da)

SIEHE AUCH:

Wie nützlich ist der Begriff “Kultur” in der Zuwanderungsdebatte?

Kindesmissbrauch bei den Aborigines: Kultur als Vorwand

Multikultureller Rassismus: Angst vor Identitätsverlust bei den Nicobaren?

“Minority cultures are automatically ‘different'”

Mehr Fokus auf die Gemeinsamkeiten der Menschen! – Interview mit Christoph Antweiler

Sie ist nicht die erste Ethnologin, die darauf hinweist: In den Einwanderungs- und Islamdebatten versteckt sich unter dem Deckmantel der Kultur der alte Rassismus: Aus der Unterschiedlichkeit der Menschen werden unüberwindbare Hürden konstruiert, sagt Halleh Ghorashi von der Uni Amsterdam…

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Festung Europa: “Wir wollen die Schicksale hinter den Zahlen aufzeigen”

Von Globalisierung und einer Welt mit weniger Grenzen koennen die meisten Menschen auf dieser Welt nur traeumen. Fuer die Flucht nach Europa risikieren viele Afrikaner ihr Leben. NUn drehen Ethnologin Christine Moderbacher und Afrikanistin Annika Lems einen Dokumentarfilm über tunesische Bootsflüchtlinge, meldet der Standard. “Wir wollen die Schicksale hinter diesen Zahlen aufzeigen”, sagt Moderbacher.

Die beiden Filmemacher sind auch beteiligt am Projekt Storie Migranti, einem Archiv fuer Migrationsgeschichten. Dort sind auch Interviews von ihnen zu lesen mit Bootfluechtlingen auf dem Weg von Tunesien nach Italien (Interview mit Aymen / Interview mit Riadh).

Information zum Thema auch bei Borderline Europe.

SIEHE AUCH:

For free migration: Open the borders!

Why borders don’t help – An engaged anthropology of the US-Mexican border

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The most compelling ethnographies

We’ve been into this topic a few times before, but this might be the longest list of good ethnographies. CultureMatters-blogger Lisa Wynn not only lists her own favorite books but also several ethnographies that are particularily popular with students.

She writes that she only can think of a small handful of ethnographies that have affected her in the way that a good novel can. This is her list:

– Evans-Pritchard: Witchcraft, Oracles, and Magic;
– Lila Abu-Lughod: Writing Women’s Worlds;
– Elizabeth Warnock Fernea: Guests of the Sheikh (not precisely an ethnography, more a memoir);
– Paul Willis: Learning to Labor;
– Philippe Bourgois: In Search of Respect;
– Amitav Ghosh: In an Antique Land;
– Joao Biehl: Vita;
– Levi-Strauss: Tristes Tropiques;
– Pierre Clastres: Chronicle of the Guayaki Indians.

She also reflects on some of her favorite examples of ethnographic fiction.

>> read the whole post on Culture Matters

UPDATE: For more suggestions and comments see the post on the blog Entertaining Research: Amitav Ghosh among most compelling ethnographies

SEE ALSO:

The Secret of Good Ethnographies – Engaging Anthropology Part III

Alex Golubs list on popular ethnographies

Good anthropological writing: “Nuclear Borderlands” and “Global Body Shopping”

Why is anthropological writing so boring? New issue of Anthropology Matters

We've been into this topic a few times before, but this might be the longest list of good ethnographies. CultureMatters-blogger Lisa Wynn not only lists her own favorite books but also several ethnographies that are particularily popular with students.

She…

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