Pierre Bourdieu sucht nach der heimlichen Magie männlicher Herrschaft

Ultrike Brunotte, Frankfurter Rundschau

Warum hat die Herrschaft von Männern über Frauen Jahrhunderte überdauert, und warum begegnet man ähnlichen Formen männlicher Herrschaft in unterschiedlichsten Gesellschaften und Kulturen? Innerhalb der Forschung situiert sich Pierre Bourdieu mit dem Buch “Die männliche Herrschaft” als ein engagierter “feministisch” orientierter Sozialhistoriker.

Im ersten Teil des Buches nimmt er seine frühen ethnologischen Studien zu den Berbern der Kabylei wieder auf. Was einige Kritiker als unhistorisch betrachten, nämlich die Übertragung der Untersuchungsergebnisse aus der “androzentrischen Welt” der Kabylei auf moderne europäische Gesellschaften, besticht gleichwohl durch die detailgenauen Darstellungen des täglichen “doing gender”. >> weiter

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