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Ausstellung “Projekt Migration”im Kölnischen Kunstverein

Ungewohnte Perspektiven auf das Thema Migration bietet die Ausstellung “Projekt Migration” im Kölnischen Kunstverein, an der auch Ethnologen der Universität Frankfurt mitgeschafft haben, schreibt die taz:

Wer das Bild einer multikulturellen Buntheit von dieser Ausstellung erwartet, wird überrascht sein, wie anders sie die Akzente setzt.

Ein Beispiel:

Aus dem Couchtisch in der Mitte ragen Hals, Kopf und Helm des letzten Kaisers des Deutschen Reiches, und mit ihm auf Augenhöhe sitzt ein Besucher und fotografiert. “Und was hat das mit Migration zu tun?”, fragen die meisten ungefähr zehn Sekunden nachdem sie durch die Tür getreten sind.

Das ist auf Seite 262 des kleinen Ausstellungsführers gut erklärt, aber wer den noch nicht hat, erhält Auskunft vor Ort: Erstens ist Kaiser Wilhelm II, Enkel von Queen Viktoria aus England, ein schönes Beispiel dafür, dass Migration in europäischen Adelshäusern üblich und politische Praxis war. Zweitens begann mit der Großindustrie in der Zeit von Wilhelm II eine Zuwanderungspolitik, die zwischen willkommenen und unwillkommenen Nationen unterschied. Drittens steht der Kaiser für die kurze Epoche deutscher Kolonialherrschaft. Auf diese Zusammenhänge kommt erst mal fast keiner. Geschichte aus der Perspektive von Migrationsbewegungen und nicht aus der Erzählung über Nationalstaaten wahrzunehmen ist eben noch immer eine ungewohnte Übung.

>> weiter in der taz

>> Besprechung der Ausstellung in der Welt am Sonntag

>> Webseite der Ausstellung “Projekt Migration”

Ungewohnte Perspektiven auf das Thema Migration bietet die Ausstellung "Projekt Migration" im Kölnischen Kunstverein, an der auch Ethnologen der Universität Frankfurt mitgeschafft haben, schreibt die taz:

Wer das Bild einer multikulturellen Buntheit von dieser Ausstellung erwartet, wird überrascht sein, wie anders…

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Webcam im Leipziger Völkerkundemuseum: Live dabei beim Aufbau eines indischen Rundhauses

Das Museum hat einen antiquierten Namen, neue Technologie wissen die Mitarbeiter des Museums für Völkerkunde zu Leipzig dennoch einzusetzen. Eine Webcam haben sie aufgestellt dort, wo ein traditionelles Rundhaus aufgebaut werden soll:

In den kommenden Tagen und Wochen können Sie an dieser Stelle den Aufbau eines traditionellen Bhunga Rundhauses verfolgen. Es wird aus Ried und Lehm in unseren Ausstellungsräumen errichtet und kann später in unserer neuen Dauerausstellung besichtigt werden. Es handelt sich um ein typisches Wohnhaus der Meqwar (Hindu Harijan). Die Großfamilie, die es errichtet, wurde für die Dauer von eineinhalb Monaten nach Leipzig eingeladen und fertigt das Haus aus traditionellen Baumaterialien, die per Schiff und LKW nach Leipzig gebracht wurden.

In der Leipziger Volkszeitung erfahren wir ausserdem:

Daheim gehört die Volksgruppe zu “den Unberührbaren”, ist wegen ihrer Tätigkeit wie dem Schlachten von Tieren im sozialen Milieu unten angesiedelt. Die Südasien-Schau thematisiert übrigens auch das Leben der Ureinwohner, am Beispiel der im Vorjahr vom Tsunami betroffenen Andamanen und Nikobaren.

>> weiter in der Leipziger Volkszeitung

>> zur Webcam im Museum

Das Museum hat einen antiquierten Namen, neue Technologie wissen die Mitarbeiter des Museums für Völkerkunde zu Leipzig dennoch einzusetzen. Eine Webcam haben sie aufgestellt dort, wo ein traditionelles Rundhaus aufgebaut werden soll:

In den kommenden Tagen und Wochen können Sie an…

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Ausstellung soll Grenzen zwischen Kunstgeschichte und Ethnologie aufbrechen

Berliner Morgenpost

Jahrzehntelang prägte das Bild des “Primitiven” den Blick auf die “Kunst aus Afrika”. Doch ist diese so heterogen, daß sie mit den allseits beliebten Plastiken nicht zu fassen ist, wie sie die westliche Moderne rezipierte. Mit 180 Objekten aus seiner weltberühmten Sammlung zeigt sich die Afrika-Schau des Ethnologischen Museums in Dahlem in neuem Licht. Grenzen zwischen Kunstgeschichte und Ethnologie sollen aufgebrochen werden. >> weiter

Berliner Morgenpost

Jahrzehntelang prägte das Bild des "Primitiven" den Blick auf die "Kunst aus Afrika". Doch ist diese so heterogen, daß sie mit den allseits beliebten Plastiken nicht zu fassen ist, wie sie die westliche Moderne rezipierte. Mit 180 Objekten aus…

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Ausstellung »Africa Screams« widmet sich dem Bösen in Kunst, Kultur und Kult

Jungle World

Kulturanthropologe und Filmemacher Tobias Wendl hat das Konzept der Ausstellung entwickelt, die derzeit im Frankfurter Museum der Weltkulturen zu sehen ist. Sie widmet sich ganz dem Bösen in Kunst, Kultur und Kult – freigegeben ab 16 Jahren. »Africa Screams« bezieht sich vielmehr auf den Kontext der Kunst- und Kulturgeschichte des afrikanischen Kontinents und präsentiert rund 250 Werke von Künstlern und Künstlerinnen, Filmproduktionen aus Westafrika (vor allem aus Nigeria, Togo, Kamerun und Sierra Leone) sowie aus Angola und Südafrika. >> weiter

Jungle World

Kulturanthropologe und Filmemacher Tobias Wendl hat das Konzept der Ausstellung entwickelt, die derzeit im Frankfurter Museum der Weltkulturen zu sehen ist. Sie widmet sich ganz dem Bösen in Kunst, Kultur und Kult – freigegeben ab 16 Jahren. »Africa Screams«…

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Museen leiden unter Personalnot, Chaos im Museum der Weltkulturen

Frankfurter Rundschau

Innerhalb von elf Jahren wurde ein Drittel der Stellen gestrichen – mit schlimmen Folgen für manche Sammlung: Hinter der Fassade des Museumsufers ist die Zahl der Fachkräfte arg geschrumpft. Im Museum der Weltkulturen liegt die Afrika-Abteilung im Keller, zum Teil unsortiert: Es ist keiner mehr da, der sich auskennt. >> weiter

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Innerhalb von elf Jahren wurde ein Drittel der Stellen gestrichen - mit schlimmen Folgen für manche Sammlung: Hinter der Fassade des Museumsufers ist die Zahl der Fachkräfte arg geschrumpft. Im Museum der Weltkulturen liegt die Afrika-Abteilung im Keller, zum…

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