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Was einem blüht, wenn man 30 und noch ledig ist – Magisterarbeit in Kulturanthropologie

Ueber seltsame Rituale in Norddeutschland berichtet die Cellescher Zeitung:

Mitten in der Celler Innenstadt spielen sich seltsame Szenen ab: unter lautem Gejohle befreit ein Mann in Gummistiefeln, Blümchenkleid und mit rot geschminkten Lippen die Treppen des Rathauses mit einem Besen von unzähligen Papierschnipseln. Ein befremdlicher Anblick für einen Touristen aus Süddeutschland, im Norden jedoch wundert sich keiner, warum sich hier jemand öffentlich zum Affen macht: ganz einfach, der arme Kerl feiert seinen 30. Geburtstag und ist noch nicht verheiratet.

Die Kulturanthropologin und gebürtige Cellerin Kerstin Ehlert hat sich in ihrer Abschlussarbeit mit diesem Brauch auseinander gesetzt. Ihr Aufsatz ist jetzt auch in überarbeiteter Fassung als Buch erschienen.

>> weiter in der Cellescher Zeitung (Link aktualisiert)

Ueber seltsame Rituale in Norddeutschland berichtet die Cellescher Zeitung:

Mitten in der Celler Innenstadt spielen sich seltsame Szenen ab: unter lautem Gejohle befreit ein Mann in Gummistiefeln, Blümchenkleid und mit rot geschminkten Lippen die Treppen des Rathauses mit einem Besen von…

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Neue Magisterarbeit: Interkulturelle Kommunikation Norwegen-Deutschland

“Die Internationalisierung hat in den letzten Jahren z.B. dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach Benimmbüchern, die auf Kulturunterschiede zwischen Ländern näher eingehen, deutlich gestiegen ist”, schreibt Stian Aske in der Einleitung seiner Magisterarbeit in Germanistik an der Uni Bergen. Er hat die relevante Literatur zum Thema interkulturelles Management zusammengefasst sowie deutsche und norwegische Geschaeftsleute interviewt.

Er konnte deutliche Unterschiede ausmachen. Norwegen ist als Land demokratischer als Deutschland, daher sind die Leute auch offener fuer Neues, allerdings daher auch softer im Umgangston. Darauf basieren einige der Schlussfolgerungen der Arbeit:

Der direkte deutsche Kommunikationsstil kann von den Norwegern als arrogant und unhöflich, sogar als beleidigend aufgefasst werden.

(…)

Die Norweger haben den Willen zu riskieren und auf den wirtschaftlichen Erfolg zu hoffen, während die Deutschen ein solches Risiko durch eine gründlichere Vorarbeit im Vorfeld vermeiden möchten.

(…)

Den deutschen Geschäftspartnern wird von den norwegischen Informanten eine Unflexibilität unterbreitet, die dazu beiträgt, dass man wenig konstruktiv wird, was auf die hierarchischen Elemente der deutschen Unternehmen zurückgeführt wird.

>> Download der Arbeit (pdf 1,4MB )

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NZZ etwas zu einseitig: Stimmen aus der Arktis immer noch rar?

Die NZZ gibt einen Ueberblick ueber Literatur ueber und aus der Arktis. Die Konklusion:

Ein Blick auf die heute in deutscher Sprache vorliegende Literatur erweist, dass authentische Stimmen aus dem hohen Norden nach wie vor rar sind.

Schade, dass nicht englischsprachige Texte mit einbezogen wurden – oder auch Literatur in lokalen Sprachen. Dann waere der Autor Martin Zähringer sicher fuendig geworden. Die Saamen haben viele Autoren hervorgebracht, dasselbe laesst sich sicher ueber die kanadischen Inuit sagen. Der Text konzentriert sich zu sehr auf Grønland. Zur Arktis gehøren jedoch auch noerdliche Gebiete Kanadas, Alaskas und Sibiriens, eventuell auch Teile Nordskandinaviens.

>> zum Text in der NZZ

Die NZZ gibt einen Ueberblick ueber Literatur ueber und aus der Arktis. Die Konklusion:

Ein Blick auf die heute in deutscher Sprache vorliegende Literatur erweist, dass authentische Stimmen aus dem hohen Norden nach wie vor rar sind.

Schade, dass nicht englischsprachige Texte…

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Ethnologen: Sizilien ist mehr als Mafia

Die Wissenschaftsredaktion vom ORF fasst einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Current Anthropology” zusammen! Jane Schneider (City University of New York) und Peter Schneider (Fordham University) gehts um ein differenzierteres Bild Siziliens. Ihr Text handelt von der Konstruktion des Mythos Sizilien, an der auch Ethnologen ihren Anteil hatten.

Die Autoren betonen das widerständige Potenzial Siziliens, dessen Wurzeln sich in der Kultur der Handwerker finden lassen. In den Werkstätten der Handwerker haetten sich schon sehr früh so etwas wie Gegenöffentlichkeiten gebildet. >> zum Artikel beim ORF

>> zum Originaltext “Mafia, Antimafia, and the Plural Cultures of Sicily” in Current Anthropology (fuer kurze Zeit in voller Laenge online verfuegbar – allerdings nur uebers Inhaltsverzeichnis, nicht direkt verlinkbar)

Die Wissenschaftsredaktion vom ORF fasst einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Current Anthropology" zusammen! Jane Schneider (City University of New York) und Peter Schneider (Fordham University) gehts um ein differenzierteres Bild Siziliens. Ihr Text handelt von…

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Webcam im Leipziger Völkerkundemuseum: Live dabei beim Aufbau eines indischen Rundhauses

Das Museum hat einen antiquierten Namen, neue Technologie wissen die Mitarbeiter des Museums für Völkerkunde zu Leipzig dennoch einzusetzen. Eine Webcam haben sie aufgestellt dort, wo ein traditionelles Rundhaus aufgebaut werden soll:

In den kommenden Tagen und Wochen können Sie an dieser Stelle den Aufbau eines traditionellen Bhunga Rundhauses verfolgen. Es wird aus Ried und Lehm in unseren Ausstellungsräumen errichtet und kann später in unserer neuen Dauerausstellung besichtigt werden. Es handelt sich um ein typisches Wohnhaus der Meqwar (Hindu Harijan). Die Großfamilie, die es errichtet, wurde für die Dauer von eineinhalb Monaten nach Leipzig eingeladen und fertigt das Haus aus traditionellen Baumaterialien, die per Schiff und LKW nach Leipzig gebracht wurden.

In der Leipziger Volkszeitung erfahren wir ausserdem:

Daheim gehört die Volksgruppe zu “den Unberührbaren”, ist wegen ihrer Tätigkeit wie dem Schlachten von Tieren im sozialen Milieu unten angesiedelt. Die Südasien-Schau thematisiert übrigens auch das Leben der Ureinwohner, am Beispiel der im Vorjahr vom Tsunami betroffenen Andamanen und Nikobaren.

>> weiter in der Leipziger Volkszeitung

>> zur Webcam im Museum

Das Museum hat einen antiquierten Namen, neue Technologie wissen die Mitarbeiter des Museums für Völkerkunde zu Leipzig dennoch einzusetzen. Eine Webcam haben sie aufgestellt dort, wo ein traditionelles Rundhaus aufgebaut werden soll:

In den kommenden Tagen und Wochen können Sie an…

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