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Ab Sommersemester 2008: Masterstudiengang in Medizinethnologie in Heidelberg

Health and Society in South Asia heisst ein neuer viersemestriger Masterstudiengang an der Uni Heidelberg, der sich mit Medizinethnologie in Kombination mit Südasienstudien beschäftigt:

Wie gehen die Menschen Südasiens (Indien, Pakistan, Bangladesh, Nepal, Sri Lanka) mit Gesundheit und Krankheit um? Auf welche Theorien gründen sich die indigenen Medizinsysteme Südasiens wie zum Beispiel Ayurveda, Siddha, Yoga oder Unani und wie werden sie praktiziert? Was sind heutzutage die wichtigsten und dringlichsten Gesundheitsprobleme in Südasien und wie reagieren die unterschiedlichen Gesundheitssysteme, die schulmedizinischen und die indigenen, darauf? Welchen Einfluss haben die Umweltveränderungen auf die medizinische Situation in Südasien? Solche und ähnlichen Fragen sollen in dem neuen Master of Health and Society in South Asia interdisziplinär untersucht werden.

Der Studiengang richtet sich u.a. an Studierende, die vorhaben, im Bereich der medizinischen Entwicklungshilfe zu arbeiten oder dort bereit Berufserfahrung gesammelt haben. Die Unterichtssprache ist Englisch. Man moechte auch südasiatische Studierende und andere internationale Studierende für diesen Studiengang gewinnen.

Um zugelassen zu werden ist jedoch ein mit “überdurchschnittlichem Erfolg erworbener Studienabschluss” in Ethnologie oder anderen relevanten Faechern erforderlich.

Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2008.

>> Webseite des Studiengangs mit mehr Informationen

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Feldforschungspraktikum in Tübingen: Drei Monate bei den Krim-Tartaren!

Wie üblich sind lange Feldforschungspraktika? In Basel hatten wir damals sechs Wochen. Der Deutschlandfunk schreibt von acht Tübinger Ethnologie-Studenten, die ganze drei Monate im Feld waren – und zwar auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim bei den Krim-Tataren. “Ich kann nur sagen dass ich gemerkt habe, dass ich so arbeiten kann, das mir das viel Spaß macht, und ich mir jetzt durch das Praktikum vorstellen kann, Feldforschung zu machen, was davor nicht der Fall war. Und das hat für mich eine Stärkung und eine Bestätigung fürs Fach gegeben” sagt eine der Teilnehmerinnen.

>> weiter beim Deutschlandfunk

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Weiterhin Hungerlöhne an den Unis: Ethnologe fühlt sich ausgebeutet

Die Situation für Dozenten in Deutschland hat sich offenbar trotz Protesten nicht gross veraendert. Noch immer bekommen Dozenten nur ein Taschengeld und müssen zudem auf soziale Absicherungen verzichten. Die ARD schreibt ueber Ethnologie-Dozenten Ulrich Oberdiek, fuer den das Dozenten-Dasein ein Verlustgeschaeft ist.

Er fühlt sich ausgebeutet:

Ich leiste eine enorm zeitintensive, qualitativ hochwertige Arbeit, habe mit meinem Doktortitel den höchsten akademischen Grad erreicht und werde dafür mit einem Hungerlohn abgespeist. Die Politik geht noch immer von der antiquierten Vorstellung aus, dass alle Lehrbeauftragten ihre Tätigkeit nur nebenbei ausüben.

Seit knapp 18 Jahren arbeitet Ulrich Oberdiek als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen. In diesem Semester leitet er ein Seminar an der Universität Heidelberg und an der Universität München. 700 Euro bekommt er für das Seminar in Heidelberg (umgerechnet etwa 115 Euro pro Monat) und ganze 300 Euro verdient er fuer das Semester in München.

Gegenüber dem ARD-Magazin “Monitor” verteidigte der Hamburger Wissenschaftssenator Jörg Dräger die gängige Praxis: “Man verhält sich hier völlig gesetzeskonform.” Das Gesetz geht davon aus, dass Lehrbeauftragte außerhalb der Hochschule einer hauptberuflichen, abgesicherten Beschäftigung nachgehen, so die ARD.

Doch, so die ARD weiter, nach Informationen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gibt es unter den Lehrbeauftragten eine “grosse Gruppe”, die ihren Lebensunterhalt ausschliesslich oder überwiegend durch Lehraufträge abdecken muss.

Noch kritischer sieht die finanzielle Situation der etwa 6.000 Privatdozenten aus, lesen wir:

Privatdozenten haben ebenfalls promoviert und sind sogar habilitiert – sie verfügen also über dieselbe Qualifikation wie ordentliche Professoren. Sie warten auf eine freie Professorenstelle. Damit sie sich allerdings überhaupt bewerben dürfen, sind sie verpflichtet, jedes Semester zwei Stunden pro Woche eine Lehrveranstaltung zu leiten – und zwar völlig kostenlos.

>> zum Bericht bei der ARD

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Bald kann man Ethnologie auch in Luzern studieren

Mehr Ethnologie in der Schweiz: Ab 1. Februar 2008 kann man unser Fach auch in Luzern studieren, geht aus der Pressemeldung der Uni Luzern hervor. Mit dem Aufbau des neuen Studiengangs Kultur- und Sozialanthropologie/Ethnologie sind soeben die Professoren Bettina Beer (Uni Heidelberg) und Jürg Helbling (Uni Zürich) beauftragt worden.

Bettina Beer wurde 1966 in Frankfurt a. M. geboren. Sie promovierte 1995 mit einer Dissertation zum Thema «Deutsch-philippinische Ehen. Interethnische Heiraten und Migration von Frauen». Die Habilitationsschrift hiess «Körperkonzepte, interethnische Beziehungen und Rassismustheorien». Bettina Beer immer war immer wieder für Feldforschungen auf den Philippinen und in Papua-Neuguinea. Letzte Publikation: «Frauen in der deutschsprachigen Ethnologie. Ein Handbuch.» (2007)

Jürg Helbling wurde 1954 in Uznach geboren. 1984 promovierte er mit einer Dissertation zum Thema «Theorie der Wildbeutergesellschaft». 1990 habilitierte er nach einer zweijährigen Feldforschung auf den Philippinen mit «Macht, Verwandtschaft und Produktion: Die Alangan-Mangyan im Nordosten Mindoros». Feldforschungsprojekte führten ihn nach West-Papua und Papua-Neuguinea.

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Neugestaltet: Mitschriften auf www.ethnomitschriften.at

(via anthropologic) Frueher waren die Mitschriften auf diverse privaten Seiten verstreut. Nun bieten die Wiener Kultur- und Sozialanthropologiestudierenen auf http://www.ethnomitschriften.at/ Mitschriften aus diversen Seminaren und Vorlesungen zum Download an – sei es Ethnologie der Kunst, Fachgeschichte, regionale Ethnologie etc. Die Seite ist dazu noch professionell gestaltet, verfuegt auch ueber RSS-Feeds, so dass sie nun auch in antropologi.info integriert werden konnte, z.B. hier http://www.antropologi.info/feeds/

(via anthropologic) Frueher waren die Mitschriften auf diverse privaten Seiten verstreut. Nun bieten die Wiener Kultur- und Sozialanthropologiestudierenen auf http://www.ethnomitschriften.at/ Mitschriften aus diversen Seminaren und Vorlesungen zum Download an - sei es Ethnologie der Kunst, Fachgeschichte, regionale Ethnologie etc. Die…

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