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John Postill on media anthropology and internet activism in Malaysia

Is Internet making any significant difference to the governance of an multiethnic middle-income suburb of Kuala Lumpur? Anthropologist John Postill has been on fieldwork there and sent me a working paper about his research Field theory and the political process black box: analysing Internet activism in a Kuala Lumpur suburb.

The suburb is renowned in Malaysian ICT policy circles for its rich diversity of ‘e-community’ initiatives – and it was the vibrant Internet scene that attracted Postill to the locality. In his paper he discusses several approaches within media anthropology:

In recent years Pierre Bourdieu’s field theory has received increased attention from sociologists, anthropologists, media scholars and others (Benson and Neveu 2005). (…) Yet instead of adopting Bourdieu’s field theory wholesale I concentrate on an area of field theory that is underdeveloped in Bourdieu but has an earlier history within political anthropology, namely the field-theoretical study of political processes such as social dramas undertaken by Victor Turner and other Manchester scholars.

>> read the whole paper

On his website, Postill has published lots of related papers.

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How Media and Digital Technology Empower Indigenous Survival

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Ethnologische Tourismusforschung: Das “andere andere” stört

Der Tagesspiegel bespricht Arbeiten mehrerer Ethnologen zum Thema Tourismus. “Eine Erkenntnis der aktuellen Mobilitäts- und Reiseforschung: Das „andere andere“ stört”, schreibt das Blatt: Selbst Menschen, die in Deutschland entschieden gegen jede rassistische Äußerung auftreten würden, reagieren negativ auf “Auslænder” in ihrem Ferienland, sagt die Frankfurter Kulturanthropologin Ramona Lenz, die sich auf Migranten auf Kreta spezialisiert hat. Wir lesen:

Menschen aus anderen Ländern, für die die Arbeit auf der Insel lebensnotwendig ist, stören den von den Reisenden gewünschten Eindruck des Ursprünglichen. In noch stärkerem Maße gelte dies für Schwarzafrikaner, die meist nur hinter den Kulissen der Tourismusindustrie zum Einsatz kommen.

Reiseführer preisen lieber das „Prachtexemplar des nicht domestizierten Kreters“ an, und Rucksacktouristen treten in eine teilweise erbitterte Konkurrenz darum, wer den Einheimischen am nächsten komme. Menschen, die in Deutschland entschieden gegen jede rassistische Äußerung auftreten würden, finden plötzlich nichts dabei, über „kriminelle Albaner“ und „bettelnde Zigeunerkinder“ zu schimpfen – im Gegenteil: Solche Äußerungen gehörten zum „Lokalkolorit“, dem man sich als perfekter Individualtourist oder Aussteiger anpasse, sagt Lenz.

Auf Ramona Lenz’ Webseite kann man eine Menge Working Papers zum Thema lesen!

Klaus Schriewer forscht ueber deutsche Migranten in Spanien:

Sogenannte Residenten, überwiegend Briten und Deutsche jenseits der 60, leben in Spanien häufig in abgeschlossenen Siedlungen ohne mehr als den notwendigen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Schriewer, der an der Universität Murcia (Südost-Spanien) lehrt, untersucht im Rahmen des Projekts „Interkulturelle Kommunikation und europäisches Bewusstsein“, wie sich das Zusammenleben der Rentner untereinander und mit den Spaniern gestaltet.
(…)
Fast alle Befragten äußern sich positiv zu den Lebensbedingungen in der neuen Heimat. Man habe hier ein neues soziales Netz aufbauen, neue Freunde gewinnen können. Der Traum vom Alter im Süden endet für die meisten dann, wenn sie zum Pflegefall werden. Die ersten deutschen Pflegeheime an der Costa del Sol sind allerdings schon geplant. Der „Pauschaltourist auf Lebenszeit“ wird immer mehr zur Realität.

>> weiter im Tagesspiegel

Deutsche und Briten in Spanien sind auch Thema der Magisterarbeit der norwegischen Ethnologin Cecilie Skjerdal Pan pa’ hoy – hambre pa’ mañana. On processes of change in an agricultural village on Costa del Sol, die ich letztes Jahr gelesen hab. Sie schreibt, dass Spanier begonnen haben Deutsch zu lernen:

It is common knowledge in Torrox that tourists and foreign residents do not speak much Spanish, and in order to cater for the large group of German inhabitants, many Torroxeños learn some German, either in school, where the subject has been taught for the last twenty years as a second language, or by taking a course, or simply by learning the most useful phrases from colleagues at work.
(…)
When entering German owned businesses on the coast I was consistently welcomed in German, and upon asking whether they could please speak Spanish, the answer was usually that they do not know the language. Quite a few Spanish find it annoying and arrogant that foreigners refuse to speak Spanish – “They could at least show the courtesy of trying!”
(…)
Through my meetings with foreigners living in Torrox, their choice of exclusion was confirmed several times. As a local anthropologist puts it: these are not third world immigrants who stick together in a host society that considers them low class, these are voluntary immigrants who set themselves apart as culturally superior to their hosts – they exclude themselves through their ethnocentric prejudice (Medina Baena 2002:52, my translation).

>> zum Download der Arbeit

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Antweiler: Fuer mehr Tourismusethnologie! – Neue Ausgabe journal-ethnologie

Anthropology and tourism: Conference papers are online

“Deutsche Migranten schlecht erforscht”

Der Tagesspiegel bespricht Arbeiten mehrerer Ethnologen zum Thema Tourismus. "Eine Erkenntnis der aktuellen Mobilitäts- und Reiseforschung: Das „andere andere“ stört", schreibt das Blatt: Selbst Menschen, die in Deutschland entschieden gegen jede rassistische Äußerung auftreten würden, reagieren negativ auf "Auslænder" in…

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In Darkest Leipzig – Ethnologiestudent erfolgreich mit Buch über Leipziger Clans und Stämme

in darkest leipzig - cover

Ethnologiestudent Michael Schweßinger (29) macht etwas, was allzu wenige Ethnologe tun – er forscht und schreibt über das Alltagsleben in seiner eigenen Stadt – und er hat Erfolg. Sein Buch In darkest Leipzig: Über die seltsamen Sitten und Gebräuche der Lindenauer ist ein Hit geworden, erfahren wir in einem Interview in der Leipziger Internet Zeitung.

“Manchmal setze ich mich einfach in die Absturzkneipen, höre den Menschen zu und schreibe über sie oder über das, was sie mir erzählen. Und die haben verdammt viel zu erzählen”, sagt er:

Ich begann vor eineinhalb Jahren mit meiner ethnologischen Feldforschung. Dabei stieß ich auf die verschiedenen faszinierenden Lindenauer Volksgruppen, die weite Teile des Leipziger Westens besiedeln. In der Wissenschaft herrscht mittlerweile Einigkeit darüber, dass es bei den Lindenauern einen grundsätzlichen Unterschied zwischen sesshaften und nomadisch agierenden Clans gibt. So gesehen müssen wir differenzieren, wenn wir uns mit den Lindenauern beschäftigen.

Allgemein lässt sich jedoch sagen: Die Lindenauer siedeln seit nahezu 1000 Jahren an den fruchtbaren Elsterauen. Sie waren in früheren Zeiten für ihre Handwerkskunst und ihren kulturellen Reichtum bekannt. Heute teilen die Lindenauer das traurige Schicksal vieler indigener Völker, die vom Kapitalismus überrollt wurden. Hartz IV, zunehmender Alkoholismus, Perspektivlosigkeit

Wie wir sehen benutzt der Autor klassische ethnologische Begriffe – eine gute Idee! Generell, sagt er, hätte er fast nur positives Feedback auf Lesungen bekommen, doch einmal wurden “heftige Debatten” über ethnologische Terminologie” geführt und viele fühlten sich “mächtig auf dem Schlips getreten, wenn sie mit “den Primitiven” in einem Atemzug genannt werden”.

Auf die Frage nach besonders emotionalen Erlebnissen während der Feldforschung antwortet er u.a.:

Eines dieser Dramen spielte sich im Supermarkt ab. Ein Vater der mit seiner Tochter händchenhaltend durch den Supermarkt geht, um sich eine Flasche Schnaps zu kaufen. Die Tochter sieht die Eistruhe und will ein Eis. Du siehst, dass er sie liebt und das er ihr gerne das Eis kaufen würde, aber dass sein Geld nicht für Alkohol und Eis reicht.

Diesen Moment zu beobachten, wie er den inneren Kampf zwischen Alk und Tochter austrägt und man weiß, dass der Alk gewinnen wird, da könnte man heulen. Dann die Menschen, die alleine in irgendwelchen Hauseingängen sitzen und mit leeren Augen vor sich hinstarren und trinken. Ich weiß nicht, da gehen so viele Dinge falsch.

Das Interview ist sehr inspierierend und Michael Schweßinger öffnet uns die Augen für den spannenden Alltag gleich um die Ecke – gerade auch aus Studentenperspektive. Er hat mehrere weitere Projekte am laufen, erzählt er:

Ich arbeite gerade an meinem neuen Buch “Von Seemännern und anderen Gestrandeten”, welches Anfang Dezember erscheinen wird. Es geht darin wieder um den Leipziger Westen, allerdings beschäftigen ich mich dabei mehr mit den Menschen der Straßen und Kneipen und weniger mit den sesshaften Lindenauern. Irgendwie ist das Buch sehr viel nachdenklicher geworden als “In darkest Leipzig”, aber vermutlich muss das so sein, wenn man sich die Realität vor Ort bewusst macht.

Dann gibt es natürlich noch jede Menge anderer Stories an denen ich gerade schreibe. In einigen berichte ich über meine skurrilen Erlebnisse als Tagelöhner. Als Student bekommt man ja die freakigsten Jobs angeboten. Reinigung im Atomkraftwerk, Baumfäller auf Friedhöfen, Sklavenarbeit auf Baustellen, Inventuren in staubigen Ramschläden. Das wird dann wieder sehr humorvoll.

>> weiter zum Interview in der Leipziger Internet Zeitung

SIEHE AUCH:

Alltagsforschung: “Hoppla, da steckt ja viel viel mehr dahinter”

Feldforschung am Tresen: Magisterarbeit über Münchens Bierstüberl

Ethnologen studierten Konsequenzen von Zwangsräumungen

“Grüezi”: Die Exotik des Schweizer Alltags

Deutschlandforschung: “Deutsche Hunde – Ein Beitrag zum Verstehen deutscher Menschen”

Dissertation: Wie entwickelt sich eine Stammeskultur in der Stadt?

Was einem blüht, wenn man 30 und noch ledig ist – Magisterarbeit in Kulturanthropologie ueber seltsame Rituale in Norddeutschland

Headbangen und Kühemelken – Kulturclash in Norddeutschland

“Wie in Afrika!” Ausstellung über archaische süddeutsche Bräuche

in darkest leipzig - cover

Ethnologiestudent Michael Schweßinger (29) macht etwas, was allzu wenige Ethnologe tun - er forscht und schreibt über das Alltagsleben in seiner eigenen Stadt - und er hat Erfolg. Sein Buch In darkest Leipzig: Über die seltsamen Sitten und Gebräuche der…

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På nett: Masteroppgave om fotballsupportere i Klanen (Vålerenga)

oppgave-cover

Hva skjer når en antropolog bruker innsikter fra studier om lokalsamfunn i Afrika og Papua New Guinea for å analysere fotballsupportere i Klanen, Vålerengas uavhengige supporterklubb? Resultatet er masteroppgaven Den kollektive kroppen.En antropologisk studie av kropp blant norske fotballsupportere.

Antropolog Elisabeth Skoglund Johnsen har reist Norge rundt på fotballkamper og hengt på puber til langt på natt for å studere det sterke fellesskapet blant supporterne i Klanen. Studien viser hvordan det i det moderne samfunn etableres sosiale fellesskap som danner grunnlaget for sterke mellommenneskelige relasjoner. Dataene er samlet inn fra fotballsesongen 2006.

Hun skriver:

Ideen til denne oppgaven begynte etter mitt første besøk på en fotballkamp med Vålerenga for noen år tilbake. Interessen for fotballsupportere ble ytterligere forsterket da jeg så hvordan Klanen beveget seg på tribunen. Jeg ble mer fascinert av supporterne enn det som foregikk på banen.

Det som hovedsakelig fanget oppmerksomheten min, var måten alle supporterne samstemte både syngingen og bevegelsene på. Alle visste hvilke bevegelser som skulle gjøres når og hvilke sanger som skulle synges når. I tillegg hadde alle samme kroppsspråk og reaksjoner i forhold til spillet på banen. Dette kunne da ikke være tilfeldig? Det var slike observasjoner som pirret min antropologiske nysgjerrighet og gjorde at jeg hadde lyst til å se på hva som ligger bak denne aktive deltagelsen.

Med dette som bakgrunn for oppgaven, vil jeg nå legge frem avhandlingens sentrale problemstilling: Jeg skal undersøke hvordan fotballsupportere tilegner seg fellesskapet gjennom kroppslig erfaring og tilstedeværelse på tribunen?

klanen-logo

Antropologen viser hvordan den enkelte supporter utgjør en viktig funksjon i fellesskapet, ved å være en aktiv og deltakende part av de kollektive bevegelsene som utøves på tribunen:

Et grunnleggende element i supportervirksomheten er at kroppsteknikkene som utøves på tribunen, må mestres før individet innlemmes i fellesskapet. Supporterne er avhengige av hverandres bevegelser for å oppnå effekter på tribunen. Gjennom å kle seg i klubbens farger, dekorere kroppen med tatoveringer og bevege seg synkront på tribunen, skaper supporterne en tilhørighet til hverandre.

Supporterkulturen, skriver hun, kan bli sammenlignet med emosjonelle tilstander som oppnås i rituell aktivitet der kollektiv smerteopplevelse er sentral:

Deltakelsen på tribunen oppleves som intens for supporterne og frembringer sterke emosjonelle opplevelser bestående av glede, spenning eller smerte. Et viktig element i denne delen er å se på hvordan fotballsupporteres opplevelser av smerte på tribunen kan sees i kontekst til smertepåføring i ritualer slik tidligere antropologiske studier har presentert (Csordas 1990, Durkheim 1915, Turner 1970).

Opplevelsen av smerte viste seg å være sentral for dannelsen av fellesskapet fordi supporterne relaterer seg til hverandres følelser gjennom en ide om hva de andre opplever ut fra egne erfaringer. På denne måten blir smerte en felles opplevelse som styrker fellesskapet fordi supporterne ikke trenger ord for å kommunisere. De kommuniserer via følelser.

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Elisabeth Skoglund Johnsen trekker på sentrale antropologiske perspektiver som tidligere har omtalt “tradisjonelle” småskalsamfunn, og viser hvordan disse kan forklare komplekse fenomener i eget samfunn.

>> last ned oppgaven “Den kollektive kroppen.En antropologisk studie av kropp blant norske fotballsupportere” (pdf, 1.4 MB )

OPPDATERING (7.12.07): Oppgaven kom nettopp ut som bok, se Elisabeth Skoglund Johnsens masteroppgave om Klanen har blitt til bok

Fotball er blitt et viktig tema i antropologien i det siste, se tidligere omtale:

Fotball: Det viktigste er fellesskapet

World Cup Enthusiasm: “Need for a collective ritual, not nationalism”

Forsvarte doktoravhandling om fotball og identitet

– Den skotske fotballkulturen er spesiell

Derfor piper de mot landslaget – en antropolog forklarer

Artikler om fotball av antropologen Halvdan Haugsbakken

Play as research method – new Anthropology Matters is out

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Hva skjer når en antropolog bruker innsikter fra studier om lokalsamfunn i Afrika og Papua New Guinea for å analysere fotballsupportere i Klanen, Vålerengas uavhengige supporterklubb? Resultatet er masteroppgaven Den kollektive kroppen.En antropologisk studie av kropp blant norske fotballsupportere. …

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Forskere “overvåker” bymennesker ved hjelp av GPS

Hvordan bruker vi byrommet? Forskere på Aalborg Universitet utstyrer unge testpersoner med GPS-mottaker for å følge deres vei gjennom byen, melder Jyllands-Posten.

»Man diskuterer i dag meget om, hvordan vi indretter vores byer, men vi har ikke haft så megen viden om, hvordan vi bruger byrummet,« sier Henrik Harder som leder forskningsprogrammet ”Det mangfoldige byrum”.

Antropolog Louise Kielgast som er i gang med å skrive boka ”Mennesker i byer” sammen med arkitekt Jan Gehl sier at vi trenger nye perspektiver i byplanleggingen:

»Der er en tendens til, at man i byudvikling gerne vil have spændende arkitektur, men man ser ofte på, hvordan tingene tager sig ud fra oven eller på afstand. Ikke på hvordan de fungerer i borgernes øjenhøjde. Planlægningen tager ofte udgangspunkt i at sikre gode adgangsforhold for biler, men ikke infrastrukturen for cyklister og fodgængere.«

>> les hele saken i Jyllands-Posten

>> Forskningsprogrammets nettside

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Bedre arkitektur = bedre samfunn?

Antropologisk byforskning – nytt temanummer av Tidsskriftet Antropologi

Tverrfaglig forskningsprosjekt avslører romantiske forestillinger om Grünerløkka

Hvordan bruker vi byrommet? Forskere på Aalborg Universitet utstyrer unge testpersoner med GPS-mottaker for å følge deres vei gjennom byen, melder Jyllands-Posten.

»Man diskuterer i dag meget om, hvordan vi indretter vores byer, men vi har ikke haft så megen…

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