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Burka = kors?


Swaggering Burqas. Kabul. Foto: Mohamed Somji, flickr

Burkadebatten ser ikke ut til å ta slutt med det første, og i flere land vurderer styresmaktene å forby klesplagget. I et innlegg i Upsala Nya Tidning går antropolog Patrik Sander Göth ganske langt i å forsvare burkaen. Han mener vi kommer ikke særlig langt når vi bare ser burkaen som noe fremmed. Den er et personlig religiøst uttrykk på samme måte som korset rundt halsen blant kristne:

I den svenska sekulariserade kulturen är således det lilla korset som hänger runt halsen det enda som avslöjar en eventuell tillhörighet till den kristna tron. Så om vi likställer det lilla korset runt halsen med burkan med perspektivet att det är ett uttryck för en religiös tillhörighet blir varken det ena eller det andra mer eller mindre förtryckande.

Patrik Sander Göth er en av de mange antropologer som driver for seg selv som frilanskonsulent. Han har reservert seg et passende domenenavn www.kulturantropologen.se.

Der presiserer han at det nettopp er de andre perspektivene som utmerker antropologifaget:

Kulturantropologen utgår inte från det västerländska tänket utan tillämpar relativism och holism och kan därför hitta nya tillvägagångssätt och lösningar. (…) Med hjälp av kulturantropologen kan problemsituationen omvandlas till något mycket spännande och inte alls hotfullt.

SE OGSÅ:

Gabriele Marranci: Burqu’ing freedom: the danger of ‘moral civilizing

Magnus Michaelsen: Burkaen – En samfunnsfiende?

Da danske kvinner gikk med burka og radikale norske kvinner med skaut

Thesis: Hijab empowers women

France asks anthropologist for advice on burqa-ban

Lila Abu-Lughod: It’s time to give up the Western obsession with veiled Muslim women

Lila Abu-Lughod: Do Muslim Women Really Need Saving? (pdf)

Swaggering Burqas. Kabul. Foto: Mohamed Somji, flickr

Burkadebatten ser ikke ut til å ta slutt med det første, og i flere land vurderer styresmaktene å forby klesplagget. I et innlegg i Upsala Nya Tidning går antropolog Patrik Sander Göth ganske langt…

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Juss + antropologi = sant

Stadig flere forskere fra andre disipliner går på “feltarbeid”. De lever ikke alltid i feltet på samme måte som antropologer, men erkjenner verdien av å få et innblikk i hverdagen til menneskene de skriver om.

Men det står dårlig til med tverrfaglige perspektiver i pensum, forteller Maja Janmyr, stipendiat ved Det juridiske fakultet ved Universitetet i Bergen, i et intervju med På Høyden.

Janmyr har gjort feltarbeid blant flyktningar i Uganda. Det var “utfordrande for ein jurist med lita utdanning innanfor sosiologisk og kvalitativ metode å gjere feltarbeid av denne typen”, forteller hun. Det er for lite av dette i pensum. Jussen kan ha utbyte av å åpne seg mer mot andre fagfelt.

>> les hele saken i På Høyden

Doktorgradsprosjektet heter “Protection of Civilians within Refugee Camp Environments: the separation of armed elements”. I Bistandsaktuelt skrev hun kommentaren Urovekkende utvikling i Uganda

Anne Hellum er en av de få juristene i Norge som kombinerer juss og antropologi.

SE OGSÅ:

Vår evne til å forstå schizofreni – en filosof på feltarbeid

Naturviter på feltarbeid blant skolejenter i Afrika

Dårligere kår for tverrfaglig forskning?

Kan kunst være antropologi? Hvor unik er antropologi?

Improviasjonsforskning: Å la seg inspirere av jazzmusikere og fotballspillere

Stadig flere forskere fra andre disipliner går på "feltarbeid". De lever ikke alltid i feltet på samme måte som antropologer, men erkjenner verdien av å få et innblikk i hverdagen til menneskene de skriver om.

Men det står dårlig til med…

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Structuring your presentation

(from Writing for Scholars, by Lynn P. Nygaard, 2008: 158-162)

First; Introduce your research question – simply and concretely.

Then; you can provide the necessary background or context – all the time answering the question: “why should you listen to this?”

Next, the thesis statement before its evidence.

Finally; the conclusion. Answer the question: “What is your aim in giving the presentation?”

– Tell a story with a narrative flow: A beginning, a middle and an end. Look at how the points are connected (Nygaard: 159).

The presentation should respond to four questions from the audience, corresponding to the four stages in the learning circle:

1: Why are you telling me this?

2: What is your point?

3: How is this relevant in a wider context? (Either to a real-world context or to a scholarly discourse.)

4: Allow audience to integrate what they’ve learnt into their own work (Nygaard 2008: 160-162).

(from Writing for Scholars, by Lynn P. Nygaard, 2008: 158-162)

First; Introduce your research question – simply and concretely.

Then; you can provide the necessary background or context – all the time answering the question: “why should you listen to this?”

Next, the…

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Nach dem Islamismus: “Schiffauer differenzierter als seine Kritiker einräumen”

War er zu unkritisch gegenüber seinen Informanten? Ein Sprachrohr der “Islamisten”? In der taz wurde das neueste Buch des Sozialanthropologen Werner Schiffauer Nach dem Islamismus: Eine Ethnographie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs verrissen. In der faz ist soeben eine bedeutend positivere Besprechung des Buches erschienen, in dem Schiffauer u.a. für eine größerere Gelassenheit im Umgang mit Milli Görüs eintritt.

Die Kritik am Buch sei wenig überzeugend, schreibt Susanne Schröter in der faz. Schiffauer sei differenzierter, als seine Kritiker einräumen.

Wissenschaftlich betrachtet, ist nämlich weder an Schiffauers Methoden noch an den Schlussfolgerungen aus seinen empirischen Daten etwas auszusetzen. Im Gegenteil: Der Autor hat im besten ethnologischen Sinne langjährige teilnehmende Beobachtungen bei Milli Görüs durchgeführt und ist in einen Verstehensprozess eingetreten, der ihm Erkenntnisse eröffnet hat, die bei großer Distanz nicht möglich gewesen wären.

(…)
In der heutigen Milli Görüs unterscheidet er drei Milieus: ein konservatives Gemeindemilieu, in dem ländlich-türkische Wertvorstellungen gepflegt werden, ein Jugendmilieu, dessen Protagonisten sowohl in der Gemeinde als auch in der Mehrheitsgesellschaft aktiv sind, aber einen wenig flexiblen Oppositionsgeist pflegen, und schließlich ein postislamistisches Milieu mit reflektierten Intellektuellen, die sich für den Kontakt mit dem Wissenschaftler anboten, da sie den „Dialog mit Geisteswissenschaftlern“ suchen.

>> weiter in der faz

Auch Urmila Goel, die bei Schiffauer studiert hat, findet im Buch “eine differenzierte Darstellung der Milli Görüs und verschiedener Strömungen in ihr”. Schiffauer ermögliche seinen Leser_innen immer auch kritische Perspektiven auf sein Protagonisten, schreibt sie.

In einem Interview mit dem Deutschlandradio geht Schiffauer auf die Kritik in der taz ein.

Fast gleichzeitig ist ein Interview mit Schiffauer in der Rheinischen Post erschienen. Hier wird deutlich, dass der Forscher gegen Vorurteilen unter Medienmachern ankämpfen muss.

Das Interview dreht sich um die islamische Gruppierung der Salafisten. Der deutsche Verfassungsschutz scheint sie in Verbindung mit Al Qaida zu setzen.

“Salafismus – Einstieg in die Gewalt” tittelt das Blatt, obwohl Schiffauer deutlich erklärt, dass nur eine kleine Minderheit gewaltbereit ist. “Eine Teilgruppierung im aktivistischen Zweig hat eine Tendenz zum gewaltsamen Islam. Aber das ist eine Minderheit innerhalb der salafistischen Bewegung”, betont er.

Die Vertreter dieser “aktivistischen” Teilgruppierung setzten sich für die Herstellung eines “Gottesstaates” ein. Aber dann gibt es noch eine relaxtere Gruppe, die eine “quietistische” Form des Salafismus verfolgt. Sie ziehen sich von der Gesellschaft zurück, “um dort die Religion in ihrer ganzen Reinheit zu verwirklichen”, erklärt Schiffauer.

Allen Salafisten ist gemeinsam, dass sie zurück zu den Ursprüngen des Islams möchten. Salafismus ist laut Schiffauer “eine Reinigungsbewegung, mit der man sich wieder frei machen will von all den Einflüssen, die in der Geschichte über den Glauben gekommen sind.”

>> weiter in der Rheinischen Post

Siehe hierzu ein laengerer Text des Anthropologen Martijn de Koning Radicalization Series IV – Salafism as a Utopian Movement

Werner Schiffauer im Gespräch mit Geesa Tuch

SIEHE AUCH:

Schiffauer: “Öffnung gegenüber dem Islam nicht der Terrorismusbekämpfung unterordnen”

Werner Schiffauer: Wie gefährlich sind “Parallelgesellschaften”?

Werner Schiffauer zum Mord an Marwa El-Sherbini: “Islamophobie reicht bis in die Mitte der Gesellschaft”

Wenn christliche Terroristen töten

Militarisation of Research: Meet the Centre for Studies in Islamism and Radicalisation

“Encouraging to see a Muslim anthropologist studying American society”

Extremism: “Authorities -and not Imams – can make the situation worse”

War er zu unkritisch gegenüber seinen Informanten? Ein Sprachrohr der "Islamisten"? In der taz wurde das neueste Buch des Sozialanthropologen Werner Schiffauer Nach dem Islamismus: Eine Ethnographie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs verrissen. In der faz ist soeben eine bedeutend…

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Trauerethnologin: Eine neue Trauerkultur ist am Entstehen


Nach der Loveparade: Trauer am Tunnel. Foto: triple1_hamburg , flickr

Blumen, Kerzenmeere, Abschiedsbriefe. Dass an Orten, wo ein Unglück wie während der LoveParade in Duisburg passiert ist, Menschen gemeinsam öffentlich trauern, ist ein relativ neues Phänomen in Deutschland, sagt “Trauerethnologin” Christine Aka in einem Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR):

Eine der ersten großen öffentlichen Trauerkundgebungen gab es 1986 in Schweden, als der damalige Ministerpräsident Olof Palm erschossen worden war. Plötzlich gingen die Menschen hin und legten Blumen, Kerzen und Zettel an den Tatort. Das entwickelte sich dann schnell weiter. Zum Beispiel nach dem Flugzeugunglück in Rammstein oder dem Zugunglück in Eschede gab es auch in Deutschland große, öffentliche Trauerbekundungen.

Eine vollkommen neue Dimension der Massentrauer war dann die Reaktion auf den Tod des Fußballers Robert Enke, der sich im November 2009 das Leben nahm. Dass der Tod eines Einzelnen, der nicht durch eine Massenkatastrophe gestorben ist, so kultisch gewürdigt wird, hat es noch nicht gegeben.

Bis Anfang der 1980er Jahre waren Tod und Trauer Tabuthemen in Deutschland. Vieles har sich mit den ersten Aidstoten geändert. Auch Säkularisierung spielte eine wichtige Rolle:

Viel hat sich verändert mit den ersten Aidstoten. Es entstanden Trauerrituale für Menschen, die außerhalb der Gesellschaft oder der Kirche gestanden hatten. Außerdem wollte man das Schicksal dieser Menschen öffentlich machen. Einerseits, um den einzelnen Verstorbenen zu würdigen, andererseits als Präventionsmaßnahme. In der Folge kam eine Flut von Trauerratgebern auf den Markt. Vorher hatte man die Trauer dem Dienstleistungsunternehmen Kirche überlassen. Irgendwann konnte man mit diesen kirchlichen Ritualen nicht mehr viel anfangen, sie waren nicht mehr individuell genug. Gleichzeitig verließen immer mehr Leute die Kirchen. Diese Leute stellten fest, dass sie aber trotzdem Abschiedsrituale brauchen. Dann hat man angefangen, sehr kreativ mit der persönlichen Trauer umzugehen.

>> weiter beim WDR

Aka veröffentlichte vor drei Jahren ein Buch über Unfallkreuze am Straßenrand.

Die Forscherin hätte auch die Rolle des Internets für Trauernde erwähnen können. Vor wenigen Wochen ist ein Freund von mir in Norwegen beim Bergwandern 200 Meter in den Tod gestürzt. Freunde und Bekannte benutzten seine öffentliche Facebook-Seite, um letzte Grüsse an ihn zu hinterlassen.

Medienforscherin danah boyd beschreibt dies Phänomen in ihrem Blogpost Facebook and MySpace used as site of mourning/memory:

There is no good way to mourn the loss of someone young, but what fascinates me about these messages on Christine’s Profiles is that they are all written to her but visible for everyone to see. A persistent, public signal of mourning. Her friends are speaking to her, not about her.

Für die Hinterbliebenen von Selbstmord gibt es eine Fülle von Foren im Netz, u.a. suicidegrief.com.

SIEHE AUCH:

Ethnologie und die Sehnsucht nach dem Tod

The Anthropology of Suicide

Völkerkundemuseum der Universität Zürich: Wie ist es im Jenseits und wie gelangt man dorthin?

Kreuze am Fahrbahnrand – ein neuer Trauerritus

Nach der Loveparade: Trauer am Tunnel. Foto: triple1_hamburg , flickr

Blumen, Kerzenmeere, Abschiedsbriefe. Dass an Orten, wo ein Unglück wie während der LoveParade in Duisburg passiert ist, Menschen gemeinsam öffentlich trauern, ist ein relativ neues Phänomen in Deutschland, sagt…

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