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Journal Ethnologie 3/2008 über Afrika

Sechs neue Beiträge, die sich mit Afrika befassen, sind soeben in der neuen Ausgabe von Journal Ethnologie erschienen. Einer der Beiträge handelt über Fussball in Südafrika, wo in zwei Jahren die Fussball WM stattfinden wird.

Michael Gruber schreibt von neuen Grenzen im Fussball: Statt Hautfarbe ist es nun Klasse:

Die großen Vereine stehen unter der Kontrolle von erfolgreichen schwarzen Unternehmern, Weiße sind allenfalls auf der Trainerbank zu finden und dann sind es die Legionäre des Weltfußballs, die helfen sollen die Teams konkurrenzfähig zu machen. Es offenbart sich eine Art neue Teilung Südafrikas. Nicht mehr Hautfarbe, sondern Armut und Reichtum teilen das Land.

>> Matthias Gruber: Fußball in Südafrika

Weitere Texte der neuen Ausgabe:

Erika Dahlmanns: Versöhnung nach dem Genozid. Gesellschaftsbilder aus Ruanda

Michaela Pelican: Bush faller. KamerunerInnen zwischen Fremde und Heimat

Viola Hörbst: Ungewollte Kinderlosigkeit. Ein Problem in Mali?

Andrea Reikat: Feste, Geschenke und andere Aufmerksamkeiten. Klientel- und Tauschbeziehungen im städtischen Milieu Westafrikas

Thomas Reinhardt: Das Manifeste und das Verborgene. Zum Foto des senegalesischen Heiligen Cheikh Ahmadou Bamba

Sechs neue Beiträge, die sich mit Afrika befassen, sind soeben in der neuen Ausgabe von Journal Ethnologie erschienen. Einer der Beiträge handelt über Fussball in Südafrika, wo in zwei Jahren die Fussball WM stattfinden wird.

Michael Gruber schreibt von neuen…

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In Ozeanien: Psychologen leisten Ethnologen Gesellschaft

Sie hat sich unter Leute gemischt, dessen Sprache sie nicht spricht, hat gemeinsam mit Fischern einen Hai gefangen und Schildkröte gegessen. Die Heidelberger Studentin Eva Oberle ist keine Ethnologin, sondern Psychologin.

Sie ist eine von vier Psychologinnen, die im Rahmen des Projekts „Person, Space and Memory in the Contemporary Pacific“ in Papua-Neuguinea, Tonga und Westsamoa forscht, meldet die ZEIT

“Psychologie braucht den Kulturvergleich zum Test ihrer Theorien aber wie Suppe das Salz”, sagt Psychologieprofessor Joachim Funke. “Ethnologische Fragestellungen können die Psychologie ergänzen und bereichern”, sagt sein Kollege, Ethnologe Jürg Wassmann.

>> weiter in der ZEIT

SIEHE AUCH:

Wenn Ethnologen mit Hirnforschern zusammenarbeiten, fliegen die Fetzen

Geografen beschaeftigen sich mit dem ethnologischen Kulturbegriff

Ethnoklimatologie – ein neues Forschungsfeld

Parapsychologie meets Ethnologie: Neues Buch von Klaus E. Müller

Ausstellung soll Grenzen zwischen Kunstgeschichte und Ethnologie aufbrechen

“Ethnopsychoanalyse kann Fremdes vertraut machen”

Soziologen-Tag: Für Konkurrenz statt Zusammenarbeit mit der Ethnologie

Sie hat sich unter Leute gemischt, dessen Sprache sie nicht spricht, hat gemeinsam mit Fischern einen Hai gefangen und Schildkröte gegessen. Die Heidelberger Studentin Eva Oberle ist keine Ethnologin, sondern Psychologin.

Sie ist eine von vier Psychologinnen, die im Rahmen…

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Neue Ethmundo-Ausgabe über Sport

EM

Uebermorgen findet es statt, das Endspiel zwischen Deutschland und Spanien. Passend zur Fussball-Europameisterschaft ist nun die allerneueste Ausgabe von Ethmundo zum Thema Sport im Netz.

Fussball ist eines von vielen Themen. Faszination Fußball – grenzenlos?! fraegt sich Caro Kim und zeigt auf, dass Fussball seinen besonderen Sinn durch die Mythen und Riten, die sich um Stadien, Vereinsentstehungen oder bestimmte Spiele ranken, erhält.

Fussball hat religiöse Dimensionen. Stadien – die sakralisierten Tempel der Moderne. Fans als Gläubige. Fangesänge – eine Art Glaubensbekenntnis. Spieler als verehrte, angebetete Heilige?

Fussball, so Caro Kim, ist von Bedeutung für die Konstruktion persönlicher und nationaler Identität. “Wir sind wieder wer”, hiess es als Deutschland 1954 Weltmeister wurde. Statt wie einst Krieg zwischen den Dörfern zu führen, wird die Rivalität heute in Fußballturnieren ausgetragen, hat der Ethnologe Karl-Heinz Kohl auf der Insel Flores in Indonesien beobachtet.

Auch interessant: Im Text Nationalismus auf der Straße und in den Medien vergleicht Katrin Krause die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über die WM 2006 mit der WM 1974. Nationalbewusstsein und Patriotismus waren damals kaum ein Thema, Nationalspieler Paul Breitner hielt das Singen der deutschen Nationalhymne für überflüssig.

Dies hat sich geändert, und Krause spricht von der Entwicklung eines “positiven Nationalbewusstseins”. Wie man auf dem obigen Bild, das ich während des Spiels Deutschland-Polen machte, werden auch in Oslo eifrig deutsche Fahnen geschwenkt. Auffallend: Während des Abspielens der Nationalhymne erhoben sich viele deutsche Migranten und sangen mit.

Wie es sich gehört für Ethnologen, die über Sport schreiben, mischt man sich unter die “natives” und probiert Sportarten selbst aus. Simone Schubert schreibt von einem Selbstversuch im Drachenfliegen und Tobias Lickes mischte sich unter die Unterwasserrugby-Spieler.

>> zur Übersicht über alle Artikel der neuen Ethmundo-Ausgabe

Trotz nationalistischer Berichterstattung, soll der Erfolg der türkischen Mannschaft bei der EM für neue Töne im Miteinander gesorgt haben, meldet die Welt.

SIEHE AUCH:

“Männlichkeit im Fussball ist eine echte Forschungslücke”

Ethnologe: “Deutscher WM-Patriotismus positiv”

Frauen und Fussball: Warum sich die Geschlechterklischees trotzdem halten

EM

Uebermorgen findet es statt, das Endspiel zwischen Deutschland und Spanien. Passend zur Fussball-Europameisterschaft ist nun die allerneueste Ausgabe von Ethmundo zum Thema Sport im Netz.

Fussball ist eines von vielen Themen. Faszination Fußball – grenzenlos?! fraegt sich Caro Kim und zeigt…

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Is it time to boycott SAGE?

sage-instructions

It sounds like a satire on capitalism but reality is often even worse. If you have written an article for SAGE you cannot send your own article to colleagues, you cannot copy nor save it. You can read it on one computer only according to anthropologist and Culture Matters blogger Lisa Wynn.

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Wynn had published an article in the Journal of Social Archaeology. Instead of getting a PDF of the published article, which is what she gets from all the other journals, she received this e-mail:

Dear Contributor, Thank you for submitting your article titled “Shape Shifting Lizard People, Israelite Slaves, and Other Theories of Pyramid Building: Notes on Labor, Nationalism, and Archaeology in Egypt” to Journal of Social Archaeology, which was recently published in volume 8 issue 2 of the journal.

We invite you to visit http://articleworks.cadmus.com/doc/872534 to download an electronic version of your article (we are no longer sending out paper offprints/tearsheets). You can download this file as an .exe file, which will allow you to view and print the PDF an unlimited number of times on your own computer, and you can forward it as a link up to 25 times to your co-authors and other colleagues. Please note that it is a protected file and you will not be able to forward the file itself or upload it to a website.If you have difficulty please check our FAQs section http://articleworks.cadmus.com/open/sagehelp.html

“I will NEVER again consider publishing with them as long as Sage is running things this way”, she comments.

I have followed the download-link and made these two screenshots.

PS: Strangely enough, as a SAGE-subscriber via my university account, I could download a conventional pdf-file of her article.

Christopher Kelty wrote about similar difficulties to get a free copy of his own article, published in the journal Cultural Anthropology in his Savage Minds-post Recursive public irony.

UPDATE

The above procedure applies only if the author is no subscriber of the journal, as Lisa Wynn writes in reply to my question:

Yes, according to what Sage sent me, if your university subscribes, you can download a conventional PDF (and then spread it around as much as you like). But if you don’t belong to a subscribing university, then you can only get this executable file (and only 25 people, too). The irony is that even if an AUTHOR doesn’t have a subscription, then the author doesn’t get the normal PDF, just the executable protected PDF. Maddening!

“A boycott would be swell (but don’t see that happening). digital disobedience is even better”, somebody commented on the blog laguayabita.blogspot.com

Greg Downey has similar thoughts and comments on Culture Matters:

Yeah, I got one of these, too, recently from another journal, but I cheated on the whole thing: I printed off a copy and then scanned it as a .pdf on our departmental copier. It’s a bit bigger than a normal .pdf, so it’s harder to circulate, but it does give me a way to send the article to overseas colleagues.

SEE ALSO:

Danah Boyd on Open Access: “Boycott locked-down journals”

Open Access: “The American Anthropological Association reminds me of the recording industry”

For Open Access: “The pay-for-content model has never been successful”

Why Open Access?

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It sounds like a satire on capitalism but reality is often even worse. If you have written an article for SAGE you cannot send your own article to colleagues, you cannot copy nor save it. You can read it on…

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