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Während der Vorlesung wird Rap gehört

Wiesbadener Kurier

Doch dann nickt Wolfgang Bender (59) mit blitzenden Augen zum Beat des kenianischen Rappers Buzz und mahnt in das Murmeln seiner Studenten hinein: “Sie müssen die Ohren spitzen, um zu verstehen!” Bender ist Musikethnologe aus Leidenschaft. 1991 gründete er in Mainz das Archiv für die Musik Afrikas. In sechs Räumen im Untergeschoss der Universität lagert in Holzschränken und Metallregalen der Beat des Schwarzen Kontinents. “Das gibt es in dieser Form sonst nirgendwo”, sagt er. >> weiter

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Nackte Buschmaenner in Erfurt: Noch eine Art von “African Village”?

Fuer viel Wirbel und Protest sorgte das African Village im Tiergarten Augsburg. Die Proteste gegen in vieler Augen rassistische Ausstellungen nimmt kein Ende. In einer Ausstellung ueber “African Wildlife” sind auf der Erfurter Gartenbauausstellung auch nackte Buschmaenner der San zu sehen (keine echten jedoch, nur Puppen), meldet Indymedia:

“Die zur Schau gestellte Gruppe der San – auf Schautafeln als “Buschleute” bezeichnet – wird in der Ausstellung aus einem zoologischen Blickwinkel heraus betrachtet. Die Tafel neben den Menschenfiguren weist auf angebliche äußere Merkmale der San hin und operiert auch mit dem Begriff der Rasse.”

Ob der Vergleich zu den “Völkerschauen” legitim ist, der auf Indymedia gezogen wird, ist fraglich. Eine Erinnerung daran, wie lebendig die ueberholte Vorstellung ist, es gebe verschiedene eindeutig voneinander abgrenzbare Menschenrassen (=Grundlage von Rassismus), ist diese Ausstellung allemal.

>> zum Bericht auf Indymedia

buschmaenner
Bild: Indymedia

buschmaenner

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Vor 100 Jahren: Maji-Maji-Krieg in “Deutsch-Ostafrika”

ORF Science

Vor hundert Jahren wurde ein besonders blutiges Kapitel der Kolonialgeschichte Europas geschrieben, das heute ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Die einheimische Bevölkerung des heutigen Tansania – damals “Deutsch-Ostafrika” – erhob sich gegen ihre deutschen Besatzer. Zwei Jahre dauerte der ungleiche Kampf, bei dem vermutlich 100.000 Einheimische getötet wurden – aber nur 15 Europäer.

Ein soeben erschienenes Buch geht den Geschehnissen in Afrika zum 100. Jahrestag des Beginns des Maji-Maji-Krieges nach, das von der Historikerin Felicitas Becker und dem Ethnologen Jigal Beez herausgegeben wurde. Der Maji-Maji-Krieg war “die erste antikoloniale Erhebung, bei der sich viele unterschiedliche Völker – insgesamt etwa 20 – gemeinsam gegen die Kolonialherrschaft zur Wehr setzten”, so Jigal Beez in seinem Buchbeitrag.

Von Beginn an geprägt war das Verhältnis von einem absoluten Überheblichkeitsgefühl der weißen Kolonialherren gegenüber den Afrikanern. Gerechtfertigt wurden damit Landenteignung, körperliche und psychische Gewalt, Zwangsarbeit auf Plantagen und – last but not least – auch die Einhebung von Steuern. >> weiter

ORF Science

Vor hundert Jahren wurde ein besonders blutiges Kapitel der Kolonialgeschichte Europas geschrieben, das heute ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Die einheimische Bevölkerung des heutigen Tansania - damals "Deutsch-Ostafrika" - erhob sich gegen ihre deutschen Besatzer. Zwei Jahre dauerte der…

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Christen und Muslime tun sich schwer in Ostafrika

Deutsche Welle

In Kenia und Tansania hat der Islam immer mehr Zulauf – mehr, als den Christen lieb ist. Beide Seiten werben um Anhänger, sogar mit billigem Wohnraum, Krediten und Kirchenbau-Wettstreit. Im jetzt entbrannten Streit um die Verfassung, die Einführung der Scharia und die Anerkennung der Kadi-Courts stehen sich die Lager unversöhnlich gegenüber.

“Sicherlich ist das der Wunsch nach einer institutionellen Anerkennung von Muslimen und des Islam in Kenia”, erklärt die Ethnologin Tabea Scharrer von der Humboldt-Universität Berlin. “Und das ist sicher auch eine gesellschaftliche Chance zum Zusammenwachsen.” Tabea Scharrer und ihr Kollege Chanfi Ahmed beschäftigen sich mit islamischer Missionierung in Ostafrika und sind beide von einem längeren Forschungsaufenthalt in der Region zurückgekehrt. >> weiter

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Deutsche Welle

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Was haben afrikanische und appenzellische Heiler gemeinsam?

Ethnologe David Signer, St.Galler Tagblatt

Es ist verblüffend, wie viele Parallelen es zwischen dem afrikanischen und dem appenzellischen Heilwesen gibt. Ich habe von 1997 bis 2000 in mehreren westafrikanischen Ländern eine Forschung zum Thema Heiler und Hexer durchgeführt. Vor kurzem las ich nun den Aufsatz «För Hitz ond Brand» über Gebetsheilerinnen und Gebetsheiler in Appenzell Innerrhoden von Roland Inauen und fühlte mich dabei geradezu in die tropischen Dörfer zurückversetzt! Noch bis weit ins 20. Jahrhundert war der Glaube an Hexerei auch im Appenzellerland ziemlich verbreitet. >> weiter (Link aktualisiert mit Kopie)

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NZZ über David Signer, Hexerei und soziokulturelle Faktoren von Armut in Afrika

Ethnologe David Signer, St.Galler Tagblatt

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