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Arbeitslose Akademiker: Generation Praktikum

Die Zeit

Je mehr arbeitslose junge Akademiker es gibt, desto lieber stellen die Unternehmen Praktikanten ein, die für wenig Geld professionelle Arbeiten verrichten. So ist zwischen Ausbildung und Beruf eine häufig mehrere Jahre währende Dauerpraktikantenschaft getreten. Die Wissenschaft hat diesen Jahren bereits einen Namen gegeben: die floundering period. Eine Phase, in der man zappelt wie eine Flunder.

Vor zwei, drei Jahren war in den Zeitungen viel über die »Generation arbeitslos« zu lesen, von jungen, gut ausgebildeten Menschen, die früh ihren Job verloren. Die Flundermenschen sind anders: Sie wurden nie arbeitslos, weil sie nie einen festen Job hatten. Sie haben daher auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder auf Startgeld für eine Ich-AG. Es gibt Arbeitslosenstatistiken in Deutschland, jeden Monat neue.

Der Dauerpraktikant schadet nicht nur sich selbst. Weil es so einfach für die Unternehmen ist, echte Stellen mit Praktikanten zu besetzen, sorgt er auch dafür, dass es weniger echte Jobs gibt. Das Einzige, was helfen würde, wäre ein Praktikantenboykott: Niemand, der bereits einen Uniabschluss hat, macht noch ein Praktikum. >> weiter

SIEHE AUCH

Zeit-Dossier Generation Praktikum mit mehr Texten zum Thema

Text in der Sueddeutschen zum selben Thema: Die neue Generation “P”: Wir müssen draußen bleiben (10.4.05)

Die Zeit

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Nach Ethnologiestudium für ein Jahr nach Indonesien

Wochenzeitung für das Emmental

Am 31. Januar nimmt Katharina Gfeller Abschied. Über ein Jahr wird sie in Indonesien leben und für die Organisation Peace Brigades International arbeiten. Katharina Gfeller hat an der Universität Bern Geografie und Ethnologie studiert und soeben das Studium abgeschlossen. «Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, zu gehen», findet sie. Nach einem dreimonatigen Sprachstudium wird sie nach Papua reisen, der indonesische Teil der Insel Neuguinea. Ihr Einsatz ist freiwilliger Natur, leben wird sie von einem Sackgeld. >> weiter

Wochenzeitung für das Emmental

Am 31. Januar nimmt Katharina Gfeller Abschied. Über ein Jahr wird sie in Indonesien leben und für die Organisation Peace Brigades International arbeiten. Katharina Gfeller hat an der Universität Bern Geografie und Ethnologie studiert und soeben das…

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Ethnologie und Beruf: Quo vadis EthnologiestudentInnen?

Auf ethno::log lesen wir, dass die Sektion “Wozu Ethnologie? Vom Studium zum Beruf” der Institutswebsite der Ethnologie in München um die Verbleibsstudie der AbsolventInnen des Instituts ergänzt worden ist. Es handelt sich um eine gut 80-seitige Hausarbeit von Petra Byll.

Sie schreibt in ihrem Fazit u.a. dass die Ergebnisse der Studie bestätigen, “daß Ethnologen weder zur Arbeitslosigkeit verdammt sind, noch grundsätzlich am Hungertuch nagen müssen. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,3% liegen die Münchner Ethnologie-Absolventen sogar noch einiges unter dem Bundesdurchschnitt und die Absolventen sind größtenteils mit ihrer momentanen Beschäftigungssituation zufrieden.”

Die Studenten forderten jedoch mehr Praxisbezug im Studium, um herauszufinden, ob einem bestimmte Tätigkeiten überhaupt liegen oder nicht. Um das dazu nötige Wissen zu generieren und wichtige Kontakte zum Arbeitsmarkt herzustellen, wäre neben der Einbeziehung erfahrener Studenten die Gewinnung von Ehemaligen von großer Bedeutung, schreibt die Ethnologiestudentin >> Link zur Studie, pdf, 342kb

SIEHE AUCH:
Uebersicht “Studie und Beruf”, Institut für Ethnologie und Afrikanistik, München

Auf ethno::log lesen wir, dass die Sektion "Wozu Ethnologie? Vom Studium zum Beruf" der Institutswebsite der Ethnologie in München um die Verbleibsstudie der AbsolventInnen des Instituts ergänzt worden ist. Es handelt sich um eine gut 80-seitige Hausarbeit von Petra Byll.

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Ethnologiestudium reicht nicht aus, um den Absprung ins Berufsleben zu schaffen

DIE ZEIT

Stehen die Jobchancen für Ethnologen wirklich so schlecht?
Keineswegs, so das Ergebnis von zwei Verbleibstudien der Institute für Ethnologie an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin. Mit acht Prozent Arbeitslosigkeit liegen die Berliner Absolventen unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. In Hamburg sind 14 Prozent als arbeitslos gemeldet.

Allerdings reichte das Studium allein bei den wenigsten Absolventen beider Universitäten aus, um den Absprung ins Berufsleben zu schaffen. Viele absolvierten zusätzliche Ausbildungen (als Fachzeitschriftenredakteur, Pharmareferent oder in Management-Trainee-Programmen). >> weiter

(via Ethno::log)

DIE ZEIT

Stehen die Jobchancen für Ethnologen wirklich so schlecht?
Keineswegs, so das Ergebnis von zwei Verbleibstudien der Institute für Ethnologie an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin. Mit acht Prozent Arbeitslosigkeit liegen die Berliner Absolventen unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.…

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SPIEGEL: “Wer glaubt schon an die steile Karriere eines Ethnologen?”

Der Text im Spiegel ist vielleicht besonders in Hinblick auf das Image von Ethnologen in der Gesellschaft interessant. Besprochen werden Bildungskredite, bei dem private Geldgeber mit einer Renditeerwartung (d.h. zukuenftiger Job) Geld vorschießen. “Wenn Sie versuchen, so ein Modell für Ethnologen von der Uni Greifswald vermarkten, springen Ihnen die Investoren ab”, meint ein Experte. Der angespannte Arbeitsmarkt und die hohen Abbrecherquoten von 30 Prozent machten Studenten zu einem “unattraktiven Investitionsobjekt”, so der Spiegel. >> weiter (akutalisierter Link)

Der Text im Spiegel ist vielleicht besonders in Hinblick auf das Image von Ethnologen in der Gesellschaft interessant. Besprochen werden Bildungskredite, bei dem private Geldgeber mit einer Renditeerwartung (d.h. zukuenftiger Job) Geld vorschießen. "Wenn Sie versuchen, so ein Modell für…

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