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Ausstellung: Verhütung mit Leinensäckchen, Kondome aus Fischblase

Marita Metz-Becker hält einen weißen Blechbecher in die Höhe. Daran baumelt ein dünner roter Schlauch. Eine Scheidenspülung, erklärt die Ethnologin an der Universität Marburg. “Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das die gängigste Verhütungsmethode”, sagt sie in einem Vorabbericht des epd ueber die Ausstellung “Wenn Liebe ohne Folgen bliebe … Zur Kulturgeschichte der Verhütung”, die in Marburg vom 28. April an zu sehen ist. Das “erste Kondom” in der Geschichte wurde uebrigens aus der Fischblase eines Stöhrs hergestellt. Wir erfahren auch dass Verhütung stets Frauensache war und ein Tabuthema.

>> weiter beim epd (Evangelischer Pressedienst)

SIEHE AUCH:

Besprechung Marita Metz-Beckers Buch: Der verwaltete Körper. Die Medikalisierung schwangerer Frauen in den Gebärhäusern des frühen 19. Jahrhunderts

Marita Metz-Becker hält einen weißen Blechbecher in die Höhe. Daran baumelt ein dünner roter Schlauch. Eine Scheidenspülung, erklärt die Ethnologin an der Universität Marburg. "Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das die gängigste Verhütungsmethode", sagt sie in einem Vorabbericht des…

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“Mein 18. November” – Ethnologen dokumentieren Erlebnisse eines Tages

Die Verkäuferin im Supermarkt, der Rentner, Arbeitslose oder Schüler – alle Westphalener sind aufgerufen, am Freitag, 18. November, ihren persönlichen Tagesablauf zu dokumentieren, lesen wir in einer Pressemeldung der Stadt Werne. Diese “Tagebücher für einen Tag” sollen eine Art “Geschichte des Alltags” schreiben. Die Aktion “Mein 18. November” wird von der Volkskundlichen Kommission für Westfalen mit dem Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Uni Münster veranstaltet.

Das Projekt hat eine eigene Webseite www.mein18november.de mit interessanten Texten ueber die Tradition des Tagebuchschreibens – sowohl auf Papier wie neuerdings auch im Netz. Allein in Westfalen-Lippe dürfte es mindestens 6.000 Blogger geben. Sie stellen auch eine “wichtige Quelle” fuer die “Wissenschaft vom Alltags” dar, lesen wir.

Die Verkäuferin im Supermarkt, der Rentner, Arbeitslose oder Schüler - alle Westphalener sind aufgerufen, am Freitag, 18. November, ihren persönlichen Tagesablauf zu dokumentieren, lesen wir in einer Pressemeldung der Stadt Werne. Diese "Tagebücher für einen Tag" sollen eine Art "Geschichte…

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Neues Buch: Was ist Kulturgeschichte?

Ulrike Brunotte ist schreibt in der Frankfurter Rundschau ganz begeistert ueber das Buch “Was ist Kulturgeschichte” von Paul Burke. Das Buch schildert u.a. wie nuetzlich ethnologische Perspektiven fuer Historiker sein koennen – und umgekehrt >> mehr in der Frankfurter Rundschau

Ulrike Brunotte ist schreibt in der Frankfurter Rundschau ganz begeistert ueber das Buch "Was ist Kulturgeschichte" von Paul Burke. Das Buch schildert u.a. wie nuetzlich ethnologische Perspektiven fuer Historiker sein koennen - und umgekehrt >> mehr in der…

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Ethnologe Hans Peter Duerr legt sich mit Archaeologen im Wattenmeer an

Teils amuesanter Bericht in der WELT ueber ein neues Buch des Ethnologen Hans-Peter Duerr ueber die Geschichte der im Wattenmeer untergegangenen Stadt Rungholt. Interessant ist die Vorgeschichte und die Reaktionen der Archaeologen “als 1994 ruchbar wurde, daß ein landesfremder, doch sehr publikationsfreudiger Nichtarchäologe mit 23 Studenten im Watt zwischen Nordstrand und Pellworm mit der Suche nach Zeugnissen des versunkenen Rungholt begonnen hatte”. >> weiter in der WELT (Link aktualisiert mit Kopie)

Teils amuesanter Bericht in der WELT ueber ein neues Buch des Ethnologen Hans-Peter Duerr ueber die Geschichte der im Wattenmeer untergegangenen Stadt Rungholt. Interessant ist die Vorgeschichte und die Reaktionen der Archaeologen "als 1994 ruchbar wurde, daß ein landesfremder, doch…

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“Nähe zu Völkerschauen”: Tagesspiegel kritisiert “afrikanisches Dorf” im Zoo

Wie bereits berichtet werden im Augsburger Zoo demnaechst Afrikaner ausgestellt. Christiane Reichart vom Berliner Tagesspiegel akzeptiert nicht die Erklärung der Zoodirektorin Barbara Jantschke und enthüllt Parallelen zu den berüchtigten früheren Völkerschauen.

Auszug aus Artikel:

“Darf man Menschen im Zoo präsentieren? Kritiker sehen in der geplanten Veranstaltung eine gefährliche Nähe zu den Völkerschauen, die Ende des 19. Jahrhunderts als Unterhaltung für die nach Exotik süchtigen Großstädter in Mode kamen. Auf Jahrmärkten und im Zirkus sah man mit wohligem Schauer wilde Tiere an der Kette oder Menschen mit seltenen Missbildungen und erfreute sich der eigenen Normalität.

Sicher, sagt Zoodirektorin Barbara Jantschke, Parallelen zu den Völkerschauen seien vorhanden. Allerdings sei die Veranstaltung in Augsburg mit einem völlig gegensätzlichen Anspruch verbunden. Man wolle für Toleranz und Völkerverständigung werben.

Wie stand es 1897 in der Ausstellungsbroschüre zur Transvaal-Ausstellung auf dem Kurfürstendamm geschrieben? Sie soll „dem Publikum Gelegenheit bieten, sich durch eigene Anschauung mit dem Leben und Treiben fremder Völker und Menschenrassen, mit den Gewerbethätigkeiten, den Culturverhältnissen, den industriellen und Agrar-Verhältnissen, der landwirtschaftlichen Szenerie, der Pflanzen- und Thierwelt vertraut machen.“

>> weiter

SIEHE AUCH:
Bewusster oder unbewusster Rassismus? Proteste gegen “African Village” im Zoo (Kommentar und Linksammlung)

Wie bereits berichtet werden im Augsburger Zoo demnaechst Afrikaner ausgestellt. Christiane Reichart vom Berliner Tagesspiegel akzeptiert nicht die Erklärung der Zoodirektorin Barbara Jantschke und enthüllt Parallelen zu den berüchtigten früheren Völkerschauen.

Auszug aus Artikel:

"Darf man Menschen im Zoo präsentieren? Kritiker sehen…

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