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Transnationale Migration – eine vielversprechende Perspektive?

Barbara Luethi (Uni Basel), geschichte.transnational

Die Analyse von Migration als ein transnationales Phänomen ist bereits länger Gegenstand der Migrationsforschung. Folgende Ausführungen beleuchten die potentiellen Erkenntnisgewinne wie auch Problematiken einer transnationalen Perspektive innerhalb der Migrationsforschung.

Anknüpfend an Netzwerktheorien erlebte die Migrationsforschung einen neuen “turn”, in dem die Autorinnen Glick Schiller, Szanton Blanc und Basch “transnationale Migration” als grenzüberschreitende Prozesse von Migrantengruppen beschrieben, deren soziale Beziehungen und Praktiken mindestens zwei oder mehrere Staaten verbinden. Ziel der Autorinnen war es, das in der Migrationsforschung vorherrschende binäre Modell von “Emigration” und “Immigration”, von “push” und “pull”-Faktoren zu überwinden und auf die länderübergreifenden Praktiken von Migranten aufmerksam zu machen. >> weiter

PS: geschichte.transnational ist eine ganz fantastische Webseite mit einer Fuelle von Artikeln und Buchbesprechungen!! Ein gutes Beispiel dafuer, wie man das Netz sinnvoll wissenschaftlich nutzen kann.

Barbara Luethi (Uni Basel), geschichte.transnational

Die Analyse von Migration als ein transnationales Phänomen ist bereits länger Gegenstand der Migrationsforschung. Folgende Ausführungen beleuchten die potentiellen Erkenntnisgewinne wie auch Problematiken einer transnationalen Perspektive innerhalb der Migrationsforschung.

Anknüpfend an Netzwerktheorien erlebte die Migrationsforschung einen neuen…

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Besitzen Sie eine ethnische Herkunft?

BETTINA RÖHL, taz

Sind Sie Frau? Unbedingt bleiben. Haben Sie eine andere Rasse? Besser geht’s gar nicht. Besitzen Sie eine ethnische Herkunft? Fein. Haben Sie eine Religion zur Hand? Wenn nein, machen Sie sich eine. Eine Weltanschauung werden sie sicher irgendwo auftreiben. Nennen sie eine Behinderung Ihr Eigen – das wäre sehr günstig. Was soll das alles? Es soll Gesetz werden. Und zwar in Gestalt eines Gesamtkunstwerks mit dem Namen Antidiskriminierungsgesetz (ADG). Sieht man sich das konkrete Regelwerk genauer an, in das Gegenteil dessen kippen, was es bewirken soll. >> weiter

BETTINA RÖHL, taz

Sind Sie Frau? Unbedingt bleiben. Haben Sie eine andere Rasse? Besser geht's gar nicht. Besitzen Sie eine ethnische Herkunft? Fein. Haben Sie eine Religion zur Hand? Wenn nein, machen Sie sich eine. Eine Weltanschauung werden sie sicher irgendwo…

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Ehrenmorde: Ist Kultur ein mildernder Umstand?

Mark Siemons, FAZ

Seit dem 7. Februar, als die 23 Jahre alte Hatun Sürücü an einer Bushaltestelle in Berlin-Tempelhof erschossen wurde, weiß jeder, was ein „Ehrenmord” ist: ein Mord in der Familie, der sich auf Traditionen und Kultur beruft. Was bedeutet die „Kultur” als Motiv für eine Tat? Ist die Kultur, wie manche das bisher annahmen, ein mildernder Umstand? Oder macht sie das Übel nicht noch größer?

Ethnologe Werner Schiffauer meint, daß die Morde in deutschen Großstädten nicht auf archaische Stammestraditionen zurückgefürt werden könnten. Für die gewalttätige Eskalation macht er die Abgrenzungsbedürfnisse einer neuen „ethnischen Unterklasse” verantwortlich. Dies aber scheint, nimmt man den Bericht aus der kurdischen Innenwelt ernst, nicht zu stimmen. >> weiter

SIEHE AUCH:
Ethnologe Werner Schiffauer über Hintergründe von Verbrechen im Namen der Ehre

Mark Siemons, FAZ

Seit dem 7. Februar, als die 23 Jahre alte Hatun Sürücü an einer Bushaltestelle in Berlin-Tempelhof erschossen wurde, weiß jeder, was ein „Ehrenmord” ist: ein Mord in der Familie, der sich auf Traditionen und Kultur beruft. Was bedeutet…

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Ethnologe Werner Schiffauer über Hintergründe von Verbrechen im Namen der Ehre

BerlinOnline

Seit Oktober 2004 sind in Berlin vier Frauen von ihren türkischen Ex-Männer umgebracht worden. In Tempelhof wurde eine junge Türkin vermutlich von ihren Brüdern erschossen. Müssen wir uns an sogenannte Verbrechen im Namen der Ehre gewöhnen? Die Zahlen sind auf jeden Fall alarmierend. Allerdings muss man genau hinblicken und auseinander halten, was tatsächlich ein Ehrverbrechen im klassischen Sinne ist, oder aber ein Mord aus anderen Gründen, der dann als Ehrdelikt ausgegeben wird. >> weiter

SIEHE AUCH:
Werner Schiffauer: Democratic culture and extremist Islam
Veröffentlichungen Prof. Dr. Werner Schiffauer

NACHTRAG (26.2.05):
Scheint sich um ein angesagtes Thema zu handeln. Ethno:log hat noch mehr Artiklel ueber Schiffauer und “Ehrenmorde” entdeckt:

Werner Schiffauer: Schlachtfeld Frau (Sueddeutsche Zeitung, sehr interessant: “Eine dritte, kulturalistische Bewegung führt dazu, dass die jungen Ausländer ihr ethnisches Anderssein betonen. Dafür greifen sie auf kulturelle Elemente zurück, die oft aus dem Kontext gerissen werden – wie Kopftuch und eben Ehre.”)

“Ehrenmord” – In den Fängen einer türkischen Familie (Sueddeutsche Zeitung)

»Wie eine Deutsche« – Erst jetzt wird der »Ehrenmord« zum Politikum (Die Zeit)

AKTUALISIERUNG
Und die taz legt am 28.2. nach mit “Multikulti ist verantwortungslos” – Interview mit Menschenrechtsaktivistin Seyran Ates

BerlinOnline

Seit Oktober 2004 sind in Berlin vier Frauen von ihren türkischen Ex-Männer umgebracht worden. In Tempelhof wurde eine junge Türkin vermutlich von ihren Brüdern erschossen. Müssen wir uns an sogenannte Verbrechen im Namen der Ehre gewöhnen? Die Zahlen sind auf…

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Migrantinnen – Gegen Klischee der Hilflosigkeit

Zofinger Tagblatt

Es gibt Dinge, die ändern sich auch nach 120 Jahren nicht: «Frauen wandern mehr als Männer», konstatierte 1885 der erste Migrationsforscher Ernest George Ravenstein. Diese Beobachtung hat bis heute ihre Gültigkeit bewahrt. Weltweit sind es 50 Prozent Frauen, die aus Arbeitsgründen auswandern. Und bei Flucht, Zwangs- oder Armutsmigration sind es sogar 70 bis 80 Prozent Frauen. Und trotzdem dominiert das Klischee vom heldenhaften – männlichen – Auswanderer, vom Pionier.

«Rund 750 000 Frauen ausländischer Herkunft leben hier, doch die Vielfalt ihrer Lebens- und Arbeitssituation ist einem Grossteil der Bevölkerung fremd», so das Fazit der Ethnologin und Leiterin des Sekretariats der Eidgenössischen Ausländerkommission, Simone Prodolliet.

Die Tagung «Migrantinnen in der Schweiz – ihre Ressourcen und Leistungen», die gestern in Aarau stattfand, hatte denn auch das Ziel, die «bekannte Unbekannte» vorzustellen und «den Rucksack an Erfahrungen und Wissen von Migrantinnen sichtbar zu machen», wie Susanne Seytter, Co-Leiterin der Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern Aargau, sagte. (nicht mehr online)

SIEHE AUCH:
Simone Prodolliet: Ohne Migrantinnen geht wirtschaftlich nichts. Frauen – der blinde Fleck in der Migrationsforschung

Zofinger Tagblatt

Es gibt Dinge, die ändern sich auch nach 120 Jahren nicht: «Frauen wandern mehr als Männer», konstatierte 1885 der erste Migrationsforscher Ernest George Ravenstein. Diese Beobachtung hat bis heute ihre Gültigkeit bewahrt. Weltweit sind es 50 Prozent Frauen, die…

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