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Der Karneval der Kulturen wird 10. Eine Konferenz untersucht das Phänomen

Informationsdienst Wissenschaft

Den europäischen Sommerkarnevals widmet sich eine internationale Konferenz am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin: “Performing Policy – Enacting Diversity. European Summer Carnivals in Comparative Perspective”, so der Titel. Die Konferenz bringt Aktivisten der Sommerkarnevale in Rotterdam, Bielefeld, Brüssel und London mit Sozialanthropologen und Sozialwissenschaftlern zusammen, die vergleichend zu urbanen multiethnischen Karnevalen und vergleichbaren Spektakeln der Differenz und der kulturellen Vielfalt arbeiten. >> weiter

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Urbane Sommerkarnevale – ethnologische Perspektiven (Projektseite des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin)

Informationsdienst Wissenschaft

Den europäischen Sommerkarnevals widmet sich eine internationale Konferenz am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin: "Performing Policy - Enacting Diversity. European Summer Carnivals in Comparative Perspective", so der Titel. Die Konferenz bringt Aktivisten der Sommerkarnevale in Rotterdam,…

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Innsbrucker Ethnologen erstellen Lexikon der Dämonen

ORF ON Science

Unsere Vorfahren haben sich Phänomene wie Blitz und Donner oder Zahn- und Bauchweh oft mit der Macht von Dämonen, Kobolden, Hexen und Engeln erklärt. Ordnung in die Vielzahl der dämonologischen Gestalten im europäischen Kulturraum bringt nun mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF Leander Petzoldt vom Innsbrucker Institut für Europäische Ethnologie.

Anhand mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Dämonologien, volkskundlicher Sammlungen von Zauber- und Segenssprüchen sowie zahlreicher Dialektsammlungen und früher medizinisch-astrologische Abhandlungen erstellt der Volkskundler gemeinsam mit seinem Forschungsteam ein dämonologisches Lexikon aller tradierten übernatürlichen Wesen. >> weiter

ORF ON Science

Unsere Vorfahren haben sich Phänomene wie Blitz und Donner oder Zahn- und Bauchweh oft mit der Macht von Dämonen, Kobolden, Hexen und Engeln erklärt. Ordnung in die Vielzahl der dämonologischen Gestalten im europäischen Kulturraum bringt nun mit Unterstützung…

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HipHop fordert die Stammesältesten heraus

Ethno::log weist auf das Worldmusic-Special in der taz hin. Interessant unter anderem der Text zur gesellschaftlichen Rolle von HipHop:

Die Bewegung der Jugend
In vielen afrikanischen Ländern bietet Rap der jüngeren Generation erstmals eine eigene Stimme. Indem Rapper zusehends die traditionellen Mächte und die Regierungen provozieren, hat HipHop mancherorts eine gesellschaftliche Relevanz erreicht, die in Europa unvorstellbar wäre. Im Senegal sollen nicht zuletzt die Rapper entscheidend dazu beigetragen haben, dass im Jahr 2000 der amtierende Präsident Abdou Diouf die ersten freien Wahlen in der Geschichte des Landes verlor. >> weiter

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Socially conscious hip-hop is worldwide phenomenon

Viele neue Texte über Weltmusik, Musik & Globaliserung auf der Webseite des Musikethnologen Thomas Burkhalter

Sein Ding machen. Eine ethnologische Feldforschung in der Hip-Hop-Szene Basels

Ethno::log weist auf das Worldmusic-Special in der taz hin. Interessant unter anderem der Text zur gesellschaftlichen Rolle von HipHop:

Die Bewegung der Jugend
In vielen afrikanischen Ländern bietet Rap der jüngeren Generation erstmals eine eigene Stimme. Indem Rapper zusehends die traditionellen Mächte…

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So helfen Ethnologen mit Big-Brother-Videos bei der Marktforschung

Verlag für die Deutsche Wirtschaft

In der Führungsetage der Werbeagentur Ogilvy & Mather werden immer mehr Videos angeschaut. Grund: Das Unternehmen greift bei der Marktforschung auf selbst produzierte Dokumentarvideos zurück. Für diese Marktforschung wurde unlängst eine eigene Einheit namens FBI (Field Brand Investigation) gegründet, in der Ethnologen und TV-Profis arbeiten. Diese Teams schwärmen aus, um die Zielgruppe mit der Kamera zu begleiten und daraus Filme im Reality-TV-Stil zu produzieren.

Beispiel für Marktforschung mit Big-Brother-Projekten:

– Vor dem Eintritt in den südafrikanischen Markt filmte das FBI Hunderte von Stunden das Leben in einem Township.
– Für einen Kunden aus der Kosmetikbranche drehte das Team mehrere Abende auf der Damentoilette einer Tokioter Diskothek. Eine Erkenntnis für die Marktforschung: Die jungen Mädchen frischten ihr Make-up fast stündlich auf. >> weiter (Link aktualisiert)

SIEHE AUCH:

The Consumer Anthropologist: Welcome the idea of ethnographic market research (Harvard Business School)

“Anthropological customer research has become popular for a good reason”

The emerging field of commercial ethnography

“Prosumers”: Consumer Anthropologist Uncovers Proof of New Species of Consumer

Verlag für die Deutsche Wirtschaft

In der Führungsetage der Werbeagentur Ogilvy & Mather werden immer mehr Videos angeschaut. Grund: Das Unternehmen greift bei der Marktforschung auf selbst produzierte Dokumentarvideos zurück. Für diese Marktforschung wurde unlängst eine eigene Einheit namens FBI (Field…

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“Punk-Gesetz eine Schande” – Kulturwissenschaftler studierten Grazer Punk-Szene

In Graz haben manche Leute Probleme mit den Punks. Der Journalist der “Presse” schreibt hilflos drauflos, verwechselt Kommentar und Nachricht und schreibt, es drehe sich um “Das auffällige, störende und zum Teil anstößige Verhalten der Randgruppe”. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (VP), lesen wir, ließ mit Büschen den Brunnen “umzäunen”, um den Punks ihren Aufenthaltsraum zu vereiteln. Nun wurde sogar ein Gesetz erlassen, das die Punks vertreiben soll.

Da kommt vermutlich der Bericht von Elisabeth Katschnig-Fasch, Leiterin des Instituts für Kulturanthropologie und Volkskunde an der Grazer Universität, zu spaet? Katschnig-Fasch wurde mit dem Erstellen der Studie “Bürgerschreck Punk” betraut. Ziel der Studie war es, die strukturellen Bedingungen aufzudecken, die hinter dem Weg ins Abseits stehen. Sie sagt: “Das Punk-Gesetz ist eine Schande”. >> zum Text in der Presse

SIEHE AUCH

Ich hab auf die Schnell nichts Naeheres zu der Studie gefunden. Es gibt jedoch ein paar Texte zu einem frueheren Forschungsprojekt von Elisabeth Katschnig-Fasch:

Versprechen, die sich nicht erfüllen: Leiden an der Gesellschaft

Unizeit, Uni Graz

Eine transdisziplinäre Forschungsarbeit unter der Leitung von Elisabeth Katschnig-Fasch vom Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Universität Graz erregt Aufmerksamkeit: “Das ganz alltägliche Elend” dokumentiert gesellschaftliches Leiden als Folge des Neoliberalismus und der Machtstrukturen der globalisierenden Wirtschaft. >> weiter

Völlig schwerelos

Österreichische HochschülerInnenschaft – ÖH

Unter dem Titel „Das Elend der Welt“ veröffentlichte 1993 ein französisches Team rund um Pierre Bourdieu „Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft“. Eine Forschungsgruppe untersuchte nun Graz und fand eine vergleichbare Situation auch hierzulande. >> weiter

In Graz haben manche Leute Probleme mit den Punks. Der Journalist der "Presse" schreibt hilflos drauflos, verwechselt Kommentar und Nachricht und schreibt, es drehe sich um "Das auffällige, störende und zum Teil anstößige Verhalten der Randgruppe". Der Grazer Bürgermeister Siegfried…

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