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Ausstellung: Werte und Normen über alte Menschen ethnographisch aufspüren

Manches Kind hat keine Vorstellung vom Leben aelterer Leute. Der Kontakt zwischen Jung und Alt fehlt naemlich. Das ist einer der Erkenntnisse des Ausstellungsprojektes im Marburger Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft. Die Ausstellung „Das Bild des Alters – das Alter im Bild“ ist noch bis zum 30. Juni zu sehen, meldet die Oberrheinische Presse.

Manches Kind hat keine Vorstellung vom Leben aelterer Leute. Der Kontakt zwischen Jung und Alt fehlt naemlich. Das ist einer der Erkenntnisse des Ausstellungsprojektes im Marburger Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft. Die Ausstellung „Das Bild des Alters – das Alter im…

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SZ ueber Ethnologen-Protest: “Nachwuchswissenschaftler arbeiten zum Nulltarif”

Sie arbeiten für 0 bis 400 Euro pro Semester – ohne Vertrag, ohne Sozialversicherung, ohne Lohnzettel. Jetzt wehren sich die Lehrbeauftragten der Münchner Hochschulen, schreibt die Sueddeutsche Zeitung ueber eine Protestveranstaltung an der Uni Muenchen.

Die Lehrbeauftragten in der Muenchner Ethnologie seien so verzweifelt, dass sie “laut darüber nachdenken, im Sommersemester keine Lehraufträge zu übernehmen”.

Die SZ schreibt weiter:

Nur noch vier Professoren betreuen rund 1300 Studenten, bald werden es nur noch drei sein, sagt Institutsleiter Matthias Laubscher. Weitere Posten im Mittelbau der akademischen Mitarbeiter und Stellen, die über Drittmittel finanziert waren, sind ebenfalls weggefallen. “Wir sind auf die Lehrbeauftragten unmittelbar angewiesen”, so Laubscher, sonst könnten die Studenten nur doch die Basics hören, nicht aber das Neue, das Spannende von den Rändern der Teildisziplinen.

(…)

“Ich bin ratlos”, gesteht Institutschef Laubscher. “Wir können nur als Bettler auftreten”.

Uni-Rektor Bernd Huber sieht wenig Möglichkeiten, an der Lage etwas zu ändern. An einem solchen Beispiel werde einmal mehr manifest, wie “chronisch unterfinanziert” die Hochschulen seien, sagt er zur SZ.

>> weiter im der SZ (link korrigiert)

>> mehr Info auf der Protestblog

SIEHE AUCH:

Proteste geplant: Zukunft der Ethnologie in München in Gefahr?

Sie arbeiten für 0 bis 400 Euro pro Semester - ohne Vertrag, ohne Sozialversicherung, ohne Lohnzettel. Jetzt wehren sich die Lehrbeauftragten der Münchner Hochschulen, schreibt die Sueddeutsche Zeitung ueber eine Protestveranstaltung an der Uni Muenchen.

Die Lehrbeauftragten in der…

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Leidiger Kulturkampf, ein paar Links und hoffentlich ist bald Schluss

dagbladet Die Kontroverse um diese Mohammad-Karikaturen nimmt kein Ende und die Zeitungslektuere macht keine Freude – siehe Titelseite einer von Norwegens meistgelesener Zeitungen (unabhaengig von Alter und sozialer Schicht). Text: “Extremisten auf der Jagd nach Norwegern”. Auch der Eintrag bei ethno::log, hebt nicht die Stimmung.

Konstruktiver dagegen ist woweezowee’s Text Die alte Leier vom Kampf der Kulturen, in dem der Ethnologe Ethnologiestudent ein beliebtes Argument fundamentalistischer Islamhetzer zerpflueckt. Erbauend sind auch seine Links zur Karikaturen-Affäre.

Hinzufuegen moechte ich einen Text von Florian Rötzer in telepolis, in dem er aufzeigt, wie unglaubwuerdig und scheinheilig ein anderes viel benutztes Argument “Meinungs- und Pressefreiheit” in Wirklichkeit ist.

Ein differenzierter Blick auf den Konflikt bietet der Eintrag auf Global Voices Arab Bloggers Take on Danish Cartoons, der die Stimmung unter arabischsprachigen Bloggers auslotet.

Einen grundlegenden und empfehlenswerten Text mit viel Hintergrundinformation hat Ethnologe Daniel Martin Varisco geschrieben: Much Ado about Something Rotten in Denmark.

due

Ein anderer Ethnologe – Erkan Saka – berichtet ebenfalls regelmaessig, siehe u.a. Danish Media’s Representations of Islam by anthropologist Peter Hervik und A call for respect and calm – ein Eintrag mit vielen Links

Ethnologin Pnina Werbner erklaert, weshalb England viel besonnener als viele andere Laender reagiert hat

Blogger Gullsnø (goldener Schnee) aus Norwegen fordert alle auf, Friedenstauben zu posten.

Hilgal Sezgin: Die Freiheit der anderen – (taz, 8.1.06)

(wird evtl fortgesetzt)

dagbladet

Die Kontroverse um diese Mohammad-Karikaturen nimmt kein Ende und die Zeitungslektuere macht keine Freude - siehe Titelseite einer von Norwegens meistgelesener Zeitungen (unabhaengig von Alter und sozialer Schicht). Text: "Extremisten auf der Jagd nach Norwegern". Auch der Eintrag bei ethno::log,…

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Geografen beschaeftigen sich mit dem ethnologischen Kulturbegriff

In einer Pressemeldung ueber eine Konferenz in Heidelberg ist zu lesen:

Mehr als 100 Geographen aus ganz Deutschland diskutierten die Auswirkungen kultureller Konstruktionen in unterschiedlichsten Lebensbereichen: Kann fundamentalistischer Terrorismus als Teil eines “Kampfes der Kulturen” verstanden werden? Was ist von Forderungen nach “Multikulturalismus” oder nach einer deutschen “Leitkultur” zu halten? Wie entstehen “kulturelle Identitäten” und wie könnte eine gemeinsame europäische Identität entstehen?

In einer Pressemeldung ueber eine Konferenz in Heidelberg ist zu lesen:

Mehr als 100 Geographen aus ganz Deutschland diskutierten die Auswirkungen kultureller Konstruktionen in unterschiedlichsten Lebensbereichen: Kann fundamentalistischer Terrorismus als Teil eines "Kampfes der Kulturen" verstanden werden? Was ist von Forderungen…

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Journalisten mit Ethnobrille in Lateinamerika?

In der Jungle World kritisiert Stefanie Kronein anonymer Schreiberling den kulturalisierten Blick des Westens auf Lateinamerika. Der neugewaehlte Praesident Bolivien Evo Morales werde von der europäischen Presse auf einen »Indio« und »Eingeborenen« reduziert:

Er sei ein »Ureinwohner vom Volk der Ayamara«, heißt es beispielsweise in der Berliner Zeitung vom 28.Januar. Überfordert scheinen an diesem Punkt auch linke Medien zu sein. Als »indianischer Führer« bezeichnet Hugo Velarde Morales im Freitag vom 13. Januar. In der Jungle World (4/06) nennt Horst Pankow den neuen Präsidenten Boliviens gar einen »ethno-chauvinistischen Demagogen«. Würde die Ethnobrille abgesetzt, könnte man sehen, dass Morales das genaue Gegenteil eines Ethno-Chauvinisten ist.

(…)

Dass der abschätzig auch »Pullovermann« genannte Morales in der deutschen Presse vorwiegend als »Indio« und nicht als strategisch handelnder »seriöser« Politiker wahrgenommen wird, hat wohl mehr mit dem rassistischen Blick der Europäer als mit der ethnischen Identität von Morales zu tun.

>> weiter in der Jungle-World

Hat Jungle World recht? Hier eine kleine Auswahl?

Bolivien: “Vorbei mit Neoliberalismus” (Vorarlberg online)

Koka für alle! Boliviens neuer Präsident Evo Morales gilt in den Anden als Held und in den USA als Terrorist (Die ZEIT)

Bolivien: Morales kündigt neue Wirtschaftspolitik an (SWR)

Volkes Stimme. Mit Evo Morales haben die bolivianischen Ureinwohner einen der ihren gewählt – nun hoffen sie, dass er seine Versprechen wahr macht (Berliner Zeitung)

Huldvoller Amtsantritt von Evo Morales in Bolivien – Anklänge an ein altes und mächtiges Vor-Inka-Reich in den Anden (NZZ)

Könige des Lumpenproletariats. Nie zuvor hatte Bolivien einen authentischeren Präsidenten als Evo Morales. Er gehört, wie die Mehrheit des Landes, zur indigenen Bevölkerung. (taz)

Leftist claims victory in Bolivia. A leftist candidate from one of Bolivia’s Indian peoples who wants to legalise coca-growing has claimed victory in the presidential election. (BBC)

Coca Farmer Elected President of Bolivia. Evo Morales, first native South American in office (OhMyNews)

Evo Morales: Bolivia’s New President (Global Voices Blog Round-Up)

Evo! So what is controversial about “Evo”? He’s indigenous, a socialist, and emerged as a political leader in coca-growing unions. (Savage Minds)

In der Jungle World kritisiert Stefanie Kronein anonymer Schreiberling den kulturalisierten Blick des Westens auf Lateinamerika. Der neugewaehlte Praesident Bolivien Evo Morales werde von der europäischen Presse auf einen »Indio« und »Eingeborenen« reduziert:

Er sei ein »Ureinwohner vom Volk der Ayamara«,…

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