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Neues Buch: Wie der Tsunami das Leben in „meinem“ indischen Dorf veränderte

Ethnologin Hilde K. Link lebt seit acht Jahren zwischen ihren Arbeitsplätzen in München und Chinna-mudaliyarchavadi – „ihrem“ Dorf in Tamilnadu, Südostindien. Auch am Tag der großen Flutkatastrophe war sie dort. In ihrem neuen Buch “Nach der großen Flut. Wie der Tsunami das Leben in „meinem“ indischen Dorf veränderte” beschreibt sie, das Katastrofenhilfe nicht so einfach, wie viele es gerne hätten. Darauf macht uns Wolfgang Wohlwendt auf ethno::log aufmerksam:

Bei allem guten Willen, welchen die Leute hinter diesen Aktionen haben, vergessen sie häufig , dass die Betroffenen zwar Opfer sind aber alles andere als unselbständig und unwissend um die beste Strategie wie ihre Probleme zu lösen sind.

Link zeigt auch auf, schreibt Wohlwendt, wie der Ausnahmezustand die betroffenen Menschen zum Umdenken bringt und Wertvorstellungen verändert.

>> weiter bei ethno::log

Webseite des Hilfsprojektes

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Selbstkreuzigung unter Christen: Wenn Religion zum “Theater” wird

Die Religionswissenschaft privilegierte lange Zeit das Studium “Heiliger Texte”. Untersucht man Religionsgeschichte als Teil von Kommunikations- und Mediengeschichte, werden “blinde Flecken” und neue “Landschaften” sichtbar. Das meint Ethnologe und Religionswissenschaftler Peter J. Bräunlein. Er untersucht Selbstkreuzigung unter Christen auf den Philippinen.

Im Westen wird die Selbstgeißelung seit zirka 1.000 Jahren praktiziert, auf den Philippinen erst seit 1962. Selbstkreuzigungen, schreibt Bräunlein, finden im öffentlichen Raum statt:

Die Blicke der Zuschauer ebenso wie die Objektive der Fernseh-Kameras und Photoapparate sind elementarer Bestandteil des performativen Ereignisses, das uneindeutig zwischen Medien-Inszenierung, Spektakel, Theater, Tableaux Vivant und schamanischem Initiationsritual anzusiedeln ist.

(…)

Jede Religion, so stellte Clifford Geertz bereits vor vierzig Jahren fest, “lebt” von der Veranschaulichung nicht-sichtbarer, abstrakter Wahrheiten. Religionen sind notwendigerweise höchst produktiv in der Erzeugung innerer wie äußerer Bilder.

>> weiter beim ORF

Die Religionswissenschaft privilegierte lange Zeit das Studium "Heiliger Texte". Untersucht man Religionsgeschichte als Teil von Kommunikations- und Mediengeschichte, werden "blinde Flecken" und neue "Landschaften" sichtbar. Das meint Ethnologe und Religionswissenschaftler Peter J. Bräunlein. Er untersucht Selbstkreuzigung unter Christen auf den…

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Evolutionismus, Funktionalismus und Durkheim

Andrea “zerzaust” Ben Lassoued benutzt diesen Herbst Blogs in ihrem Tutorium zur Geschichte der Ethnologie. Auch die meisten Studis bloggen. Andrea listet vier Texte auf, die im Kurs besonders gut ankamen: Kurze Einfuehrungen zu Evolutionismus, Funktionalismus und Durkheims Theorien. Sehr nuetzlich auch fuer uns ausserhalb des Kurses! >> zum Tutoriums-Blogg

Andrea "zerzaust" Ben Lassoued benutzt diesen Herbst Blogs in ihrem Tutorium zur Geschichte der Ethnologie. Auch die meisten Studis bloggen. Andrea listet vier Texte auf, die im Kurs besonders gut ankamen: Kurze Einfuehrungen zu Evolutionismus, Funktionalismus und Durkheims Theorien. Sehr…

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Feldforschung bei den Tuareg: Makkaroni mit Tomatensauce – monatelang!

In der Presse ist ein leicht ironischer, mit Vorurteilen spielender Artikel ueber die Feldforschung der Wiener Ethnologin Ines Kohl bei den Tuareg zu lesen.

Der Text beginnt so…:

Sie sind eine der Ikonen der stadtmüden Authentizitäts-Sucher, die Tuareg, Herren der Wüste, grenzenlos frei. Die möchte man sehen, mit ihnen möchte man am Feuer sitzen, ihre Traditionen teilen, ihr Essen natürlich auch. “Es gibt Makkaroni mit Tomatensauce, monatelang”, desillusioniert Ines Kohl, Ethnologin der Uni Wien, die seit Jahren das Leben der Tuareg teilt, um deren Identität und ihre Brüche zu erkunden. In klassischen Interviews geht das nicht, es geht nur in teilnehmender Beobachtung, im Tratsch am Herd etwa, dann, wenn Kohl mit dem Makkaroni-Kochen – “in einem alten Tontopf” – an der Reihe ist: Sie ist in eine 20-köpfige Familie integriert, als “Tochter und Schwester”.

… und schliesst mit einer kritischen Andeutung:

Ende November ist sie wieder losgezogen zu den Makkaroni-Töpfen, diesmal mit Finanzhilfe einer Firma, die Geld aus Libyens Böden sprießen lässt, der Österreichischen Mineralölverwaltung OMV.

>> zum Text in der Presse (link aktualisiert 29.4.11)

In der Presse ist ein leicht ironischer, mit Vorurteilen spielender Artikel ueber die Feldforschung der Wiener Ethnologin Ines Kohl bei den Tuareg zu lesen.

Der Text beginnt so...:

Sie sind eine der Ikonen der stadtmüden Authentizitäts-Sucher, die Tuareg, Herren der Wüste,…

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Ratschlaege zum Ethnologie-Studium und zu Praktika?

Isabel Schneider macht sich wie viele andere baldige Studienanfaenger Gedanken zum Ethnologie-Studium. Eine brotlose Ausbildung? Wo kommt man unter? Was ist der Unterschied zwischen Magister oder Master? Wo kann man ein Praktikum machen, ohne dass man dafuer zahlen muss, dass man arbeiten darf? Es scheint auch sehr schwierig zu sein, Informationen ueber das Studium im Ausland zu finden. Eine interessante Frage ist auch, inwieweit Aspekte angewandter Ethnologie, Projektmanagement etc im Studium integriert sind.
>> zu Isabels Beitrag im Forum

Isabel Schneider macht sich wie viele andere baldige Studienanfaenger Gedanken zum Ethnologie-Studium. Eine brotlose Ausbildung? Wo kommt man unter? Was ist der Unterschied zwischen Magister oder Master? Wo kann man ein Praktikum machen, ohne dass man dafuer zahlen muss,…

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