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Der Karneval der Kulturen wird 10. Eine Konferenz untersucht das Phänomen

Informationsdienst Wissenschaft

Den europäischen Sommerkarnevals widmet sich eine internationale Konferenz am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin: “Performing Policy – Enacting Diversity. European Summer Carnivals in Comparative Perspective”, so der Titel. Die Konferenz bringt Aktivisten der Sommerkarnevale in Rotterdam, Bielefeld, Brüssel und London mit Sozialanthropologen und Sozialwissenschaftlern zusammen, die vergleichend zu urbanen multiethnischen Karnevalen und vergleichbaren Spektakeln der Differenz und der kulturellen Vielfalt arbeiten. >> weiter

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Urbane Sommerkarnevale – ethnologische Perspektiven (Projektseite des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin)

Informationsdienst Wissenschaft

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“Punk-Gesetz eine Schande” – Kulturwissenschaftler studierten Grazer Punk-Szene

In Graz haben manche Leute Probleme mit den Punks. Der Journalist der “Presse” schreibt hilflos drauflos, verwechselt Kommentar und Nachricht und schreibt, es drehe sich um “Das auffällige, störende und zum Teil anstößige Verhalten der Randgruppe”. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (VP), lesen wir, ließ mit Büschen den Brunnen “umzäunen”, um den Punks ihren Aufenthaltsraum zu vereiteln. Nun wurde sogar ein Gesetz erlassen, das die Punks vertreiben soll.

Da kommt vermutlich der Bericht von Elisabeth Katschnig-Fasch, Leiterin des Instituts für Kulturanthropologie und Volkskunde an der Grazer Universität, zu spaet? Katschnig-Fasch wurde mit dem Erstellen der Studie “Bürgerschreck Punk” betraut. Ziel der Studie war es, die strukturellen Bedingungen aufzudecken, die hinter dem Weg ins Abseits stehen. Sie sagt: “Das Punk-Gesetz ist eine Schande”. >> zum Text in der Presse

SIEHE AUCH

Ich hab auf die Schnell nichts Naeheres zu der Studie gefunden. Es gibt jedoch ein paar Texte zu einem frueheren Forschungsprojekt von Elisabeth Katschnig-Fasch:

Versprechen, die sich nicht erfüllen: Leiden an der Gesellschaft

Unizeit, Uni Graz

Eine transdisziplinäre Forschungsarbeit unter der Leitung von Elisabeth Katschnig-Fasch vom Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Universität Graz erregt Aufmerksamkeit: “Das ganz alltägliche Elend” dokumentiert gesellschaftliches Leiden als Folge des Neoliberalismus und der Machtstrukturen der globalisierenden Wirtschaft. >> weiter

Völlig schwerelos

Österreichische HochschülerInnenschaft – ÖH

Unter dem Titel „Das Elend der Welt“ veröffentlichte 1993 ein französisches Team rund um Pierre Bourdieu „Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft“. Eine Forschungsgruppe untersuchte nun Graz und fand eine vergleichbare Situation auch hierzulande. >> weiter

In Graz haben manche Leute Probleme mit den Punks. Der Journalist der "Presse" schreibt hilflos drauflos, verwechselt Kommentar und Nachricht und schreibt, es drehe sich um "Das auffällige, störende und zum Teil anstößige Verhalten der Randgruppe". Der Grazer Bürgermeister Siegfried…

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“Das Leitbild der Gleichwertigkeit aller Menschen gerät ins Wanken”

Helmut Merschmann, Telepolis

Das Leitbild der Gleichwertigkeit aller Menschen gerät ins Wanken und ist feindseligen Haltungen im großen Maßstab gewichen. Fremdenfeindlichkeit ist in die “Mitte” der Gesellschaft eingezogen. Dies belegen zwei aktuelle Studien.

Während die Islamophobie unverändert ausgeprägt ist, hat sich auch ein Einstellungswandel bezüglich Homosexueller, Obdachloser und Behinderter vollzogen. Sie werden immer weniger in der Öffentlichkeit toleriert.

Wilhelm Heitmeyer, Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Uni Bielefeld, erklärt dies mit der Erfahrung von Desintegration. Wenn sich jemand durch Sozialabbau, Perspektivlosigkeit oder die Bedrohung des eigenen Arbeitsplatzes an den gesellschaftlichen Rand gedrängt fühlt, baut er kompensatorische Feind- und Fremdbilder von den Menschen auf, denen er sich überlegen fühlt; er tritt sozusagen nach unten. >> weiter

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Ist es wirklich so schlimm? Was England angeht, so findet Kenan Malik, dass die Vorstellung von der Islamophobie uebertrieben und missbraucht wird: Kenan Malik: The Islamophobia Myth

Helmut Merschmann, Telepolis

Das Leitbild der Gleichwertigkeit aller Menschen gerät ins Wanken und ist feindseligen Haltungen im großen Maßstab gewichen. Fremdenfeindlichkeit ist in die "Mitte" der Gesellschaft eingezogen. Dies belegen zwei aktuelle Studien.

Während die Islamophobie unverändert ausgeprägt ist, hat sich auch…

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Er suchte nach den Gemeinsamkeiten der Völker

taz

Alle Kulturen haben gemeinsame Wurzeln. Aber durch den Kontakt mit Fremden entwickeln sich einige schneller als andere. Davon war Adolf Bastian überzeugt, der im Jahr 1873 das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin gründete.
25 Jahre reiste Adolf Bastian durch die Welt: Kein Ethnologe besuchte mehr Völker und sammelte mehr Zeugnisse ihrer Kulturen. Doch die Expeditionen des Begründers des Völkerkunde-Museums wurden vergessen. 100 Jahre nach seinem Tod zeigt eine Ausstellung Bastians Wirken >> weiter

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Schock des Kulturkontakts: Ethnologisches Museum erinnert an Adolf Bastian

taz

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25 Jahre reiste Adolf Bastian durch die…

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Die letzte Generation?

National Geographic

Vom Sambesi bis zum Kap der Guten Hoffnung, vom Atlantik bis zum Indischen Ozean erstreckte sich einst das Reich der Buschleute in Afrika. Europäische Kolonisten, die vor 350 Jahren an Südafrikas Küsten landeten, hielten die Buschleute für eine Bedrohung ihrer Viehherden. Man behandelte sie wie Ungeziefer und tötete unzählige von ihnen. Bald siechten die Buschleute an den Rändern der Gesellschaft dahin. >> weiter

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San community is ‘fast losing hope’ (Mail and Guardian, 9.3.05)
Botswana bushmen in legal fight
Eating Christmas in the Kalahari

National Geographic

Vom Sambesi bis zum Kap der Guten Hoffnung, vom Atlantik bis zum Indischen Ozean erstreckte sich einst das Reich der Buschleute in Afrika. Europäische Kolonisten, die vor 350 Jahren an Südafrikas Küsten landeten, hielten die Buschleute für eine Bedrohung…

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