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Here is the Preview of “Hau. Journal of Ethnographic Theory” – New Open Access Journal

It’s Open Access, Copy Left, and Peer Reviewed: Hau. Journal of Ethnographic Theory. Only ten days left, then the first issue will be available online. Yesterday, the preview (=table of contents) of the inaugural issue was posted at http://haujournal.org/

“By drawing out its potential to critically engage and challenge Western cosmological assumptions and conceptual determinations, HAU aims to provide an exciting new arena for evaluating ethnography as a daring enterprise for ‘worlding’ alien terms and forms of life, by exploiting their potential for rethinking humanity and alterity”, it is stated on the journal homepage.

Many well-known anthropologists (from the US and Western Europe only, unfortunately) are among the contributors of the first issue. Will HAU become one of the most important Open Access journals in English and promote Open Access publishing or will it end up as a “One Hit Wonder” as the maybe similar journal project After Culture did?

It's Open Access, Copy Left, and Peer Reviewed: Hau. Journal of Ethnographic Theory. Only ten days left, then the first issue will be available online. Yesterday, the preview (=table of contents) of the inaugural issue was posted at http://haujournal.org/…

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Forschung indonesischer Ethnologiestudierender: Deutsche sind religiöser als erwartet

Schöne Geschichte im Spiegel über Ethnologiestudierende aus Indonesien, die in Deutschland forschen.

Sie fanden u.a. heraus, dass Deutsche religiöser sind als man oft meint. Den Begriff Religion haben sie weit ausgelegt – und das ist gut so. Religiösität fanden sie u.a. bei der Grünen Jugend und bei Veganern

Nach vier Wochen Forschung können die indonesischen Gäste das Vorurteil der Areligiosität der Deutschen nicht bestätigen. So fand Fitria, dass die Veganer durchaus missionarische Züge trugen und dass der Schutz der Umwelt für sie quasi-religiösen Charakter annimmt. Inda Marlina ging es bei ihrem Forschungsgegenstand, der Jugendorganisation der Partei die Grünen, ganz ähnlich. Der konsequente Umweltschutz und der Enthusiasmus der jungen Aktivisten sei beeindruckend. “Für sie ist es eine Art Religion. Sie wollen damit die Welt verändern,” sagt sie.

Die Forschung ist Teil eines Tandemprojektes zwischen der Uni Freiburg und der Gadjah-Mada-Universität im indonesischen Yogyakarta, über das ich früher schon einmal geschrieben habe.

Darin geht es u.a. darum das “schwere Erbe” der Ethnologie zu überwinden, wie Projektleiterin Judith Schlehe dem Spiegel gegenüber erklärt. Denn immer noch ist es oft so, dass Deutsche Indonesier erforschen, selten ist es umgekehrt. Und warum nicht zusammen forschen!

>> weiter im Spiegel

Übrigens: Der Spiegel-Artikel ist eine Kurzversion eines bereits ein Monat alten Artikels in der Jakarta Post, verfasst von derselben Autorin, Anett Keller.

Der kenianische Ethnologe Mwenda Ntarangwi hat das Fortwirken dieses Erbes in der amerikanischen Ethnologie in einem neuen Buch dokumentiert, das obligatorische Lektüre werden sollte, siehe früherer Beitrag How racist is American anthropology?

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Schöne Geschichte im Spiegel über Ethnologiestudierende aus Indonesien, die in Deutschland forschen.

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Updated overview over anthropology blogs and their newest posts

Nearly every hour an anthropologist somewhere on this planet publishes a blog post in English. The antropologi.info overviews over the newest blog posts in English are now updated with several new blogs. I’ve also removed some blogs that haven’t been updated for a while and tried to fix some bugs.

It’s not the edited overview with hand picked posts that Greg Downey at Neuroanthropology is looking for, though (and I hope will be realised somehow in the near future as well). I haven’t included all anthropology blogs, though, so there was some editing.

I’m sure I’ve missed some blogs, so please let me know if there are anthropology blogs that should be part of the overviews:

  • Overview over anthropology blogs and their latest posts: http://www.antropologi.info/blog/

  • Overview over the latest anthropology blog posts including blog search http://antropologi.info/feeds/anthropology/

Nearly every hour an anthropologist somewhere on this planet publishes a blog post in English. The antropologi.info overviews over the newest blog posts in English are now updated with several new blogs. I’ve also removed some blogs that haven’t been…

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Horrorfilm-Premiere bei Ethnologischem Filmfestival in Leipzig

Kölner, die sich in ihrer Freizeit als Fremde verkleiden, verdrängte Kolonialgeschichte, Punkrock und Oper in China, ein Horrorfilm aus Tansania: Anfang Dezember starten Ethnologiestudierende und “Ausstudierte” zum dritten Mal ein Filmfestival in Leipzig: An/Ver-Wandungen 2011.


Aus Tansania: Shumileta – Queen of Devil

“Die Ethnologie hat in Leipzig eine lange Geschichte und verlässt doch selten den akademischen Rahmen”, schreiben sie in ihrer Pressemitteilung (pdf). “Das Festival möchte einen Blick durch die Kamera auf Themen der sogenannten Wissenschaft vom kulturell Fremden bieten und diese auf der Agenda des Leipziger Kulturprogramms fest etablieren”.

Ich habe kurz via email beim Festivalteam nachgehakt:

Wer seid Ihr, die das Festival organisieren?

– Wir sind Ethnologiestudierende bzw. „Ausstudierte“ aus Leipzig und Halle/ Saale, die sich für Film im Allgemeinen und für audiovisuelle Anthropologie im Besonderen begeistern. Vor drei Jahren hatten Theresa und Susie die Idee zum Festival: sie wollten Werke, die sie auf anderen Festivals besonders beeindruckt hatten, nach Leipzig holen. Aber damit standen sie auch vor einer grundlegenderen Aufgabe; nämlich ein heterogenes Publikum mit ethnologischen Themen und Filmen außerhalb des akademischen Rahmens vertraut zu machen.

Wie bekommt Ihr das hin, so ein Festival auf die Bühne zu stellen?

– Wir sind keine Profis: weder im Filmbereich, noch in der Festivalorganisation. Aber wir haben An/Ver-Wandlungen von Anfang sehr ernst genommen und auch dementsprechend viel Arbeit investiert. Davon ausgehend, was für ein Festival wir uns wünschen würden, lernen wir seither immer mehr dazu.

– Es gibt außerdem viele Menschen und Kooperationspartner, ohne die An/Ver-Wandlungen nicht stattfinden könnte und denen wir danken möchten; insbesondere den Filmschaffenden, die uns ihre Filme so bereitwillig zur Verfügung stellen. Die finanzielle Unterstützung ist – wie so oft – eher gering und wir müssen deshalb ein Low-Budget-Festival auf die Beine stellen. Ein Problem dabei ist, dass wir nicht jede Arbeit von Beteiligten gerecht entlohnen und Filme oft nur als DVD-Kopie zeigen können. Das würden wir in Zukunft gern ändern.


Die Stämme von Köln: Fremdheit als Hobby

Wie war die Resonanz bei den ersten beiden Festivals?

– Sowohl die Reaktionen der Gäste nach den Filmen, als auch die Presseberichterstattung waren ausnahmslos positiv. Auch die (wenigen) Filmschaffenden, die wir bisher einladen konnten, waren sehr erfreut ihre Werke in diesem Rahmen zeigen zu können. Aber natürlich gab es auch Kritik, die einige Details in der Organisation betraf. Aber das ist ja genau, worauf wir auch angewiesen sind: eben weil wir keine Expert_innen sind und sein wollen, freuen wir uns mit dem Publikum zusammen das Festival jedes Jahr aufs Neue „an/ver-wandeln“ zu lassen.

Wie viele Leute könnt Ihr zu den Filmen locken? Sitzt nur eine Gruppe besonders interessierter im Kinosaal?

– Ein Hauptanliegen von An/Ver-Wandlungen war ja immer, sowohl Ethnologiebegeisterte als auch Cineast_innen oder Neugierige anzusprechen. Deshalb haben wir unseren Filmblöcken immer sehr offene Themenschwerpunkte – wie bspw. „Wahnsinn“ oder „Erinnern“ – zugeordnet. Auch die Gestaltung unsrer Flyer und die Pressearbeit insgesamt war uns aus diesem Grund wichtig. Schließlich setzen wir uns für eine offene Interpretation von Film als Text ein: heraus aus dem Elfenbeinturm der universitären Lehre hinein in den Kinosaal und die Köpfe der Filmschauenden!

– Nach den letzten beiden Jahren können wir sagen, dass unsere Strategie Erfolg hat. Es waren zwar vornehmlich Ethnologiestudierende in den Vorführungen, aber durchaus auch andere Interessierte.

– Das LuRu-Kino mit seinen 60 Sitzplätzen war zu den Eröffnungs- und Abschlussfilmen (trotz Schneesturm 2010) jeweils voll besetzt. Auch zu den anderen Vorführungen kamen nicht wenige Gäste.

Zum Abschluss drei Filme aus dem Programm, die man Eurer Meinung nach unbedingt gesehen haben sollte ?

– Eine schwierige Frage. Denn wir haben ja nur Filme im Programm, die wir als besonders empfehlenswert erachten.

– Aber gut: Colonel Bunny von Miranda Pennell ist – nicht zuletzt aufgrund seines beeindruckenden Umgangs mit Bild und Ton – sicher ein Highlight des Festivals.

– Am Montag, dem 05. Dezember, zeigen wir den Kurzfilm Shahor shakuf (Transparent Black), der durch einen empathischen Zugang zu seinen Protagonist_innen das schwierige Thema der israelischen Asylpolitik differenziert beleuchtet.

– Und schließlich hoffen wir auf einen krönenden Festivalabschluss mit Shumileta – Queen of Devil. Der tansanische Horrorfilm von Mussa Banzi bekommt extra für An/Ver-Wandlungen deutsche Untertitel und feiert mit uns seine Europapremiere.

An/Ver-Wandlungen wird organisiert in Kooperation mit den Filmtagen im GRASSI, dem Leipziger Völkerkundemuseum.

>> Pressemitteilung (pdf)

>> Vollständiges Programm

Nur wenig Zeit später findet übrigens das Münchner Ethnofilmfest statt.

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Neue Blicke auf “das Fremde”: Sozialanthropologie-Studentinnen geben Buch heraus

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Aus Tansania: Shumileta – Queen of…

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Antropolog kritiserer “pressens selvsensur overfor kongehuset”

Det norske kongehusets makt er større enn vi tror. Men pressen unnlater å granske den. Det er på tide å ta et oppgjør med pressens selvsensur overfor kongehuset, skriver sosialantropolog Thorgeir Kolshus i et innlegg i Dagens Næringsliv.

Ikke minst på grunn av denne selvsensuren tror mange nordmenn at de kongelige ikke har noe makt og ikke bruker deres særstilling til noe. Det er liksom ikke så farlig med de kongelige. Derfor forstår mange nordmenn heller ikke innvendingene til utlendinger som påpeker paradokset i at nordmenn “tilskriver en familie status og privilegier i kraft av hvem deres forfedre var, at det ligger fjernt fra de verdiene nordmenn ellers liker å fremheve som sine og anbefaler resten av verden å følge”:

Det norske monarkiet fremstår som en tefloninstitusjon: Ingen ting hefter ved det. Selv ikke en kommende dronnings utagerende festing eller en ektefødt prinsesses utagerende åndelighet har svekket dets omdømme. Alle familier har en overspirituell datter og en guttegæren niese. Det gjør dem bare enda mer lik oss.

Men da tar de feil.

Kolshus nevner et eksempel på kongemakt: I 2008 begikk kongehuset “på det nærmeste statskupp”. Dette skjedde i forbindelse med foreslåtte grunnlovsendringer av kongefamiliens forhold til Den norske kirke i 2008: Norges konge bør ikke lenger bekjenne seg til en utvalgt religion:

Til tross for at regjeringen og et enstemmig Storting var enige om å la fremtidige monarker selv bestemme hvilket trossamfunn de skulle være medlem av, gjorde kong Harald det så klart overfor daværende kirkeminister Trond Giske at han ville nekte å underskrive den nye loven, at punktet om kongens bekjennelsesplikt ble gjeninnført. Regjeringens og Stortingets vilje måtte vike vei for Kongens.

Men kongehusets maktbruk fikk passere uten kommentar i norsk presse, påpeker antropologen. Eneste unntak var Marie Simonsen i Dagbladet som skrev “Hva kongen skal tro på, har ikke kongen noe med.”

“At kommentatorer som er vant til å se uformell makt bak hver busk lar den gå ubemerket hen når den utøves i åpent landskap, er et uttrykk for sløvhet som kler standen dårlig”, kommenterer Kolshus:

Pressens selvsensur overfor kongehuset er en overlevning fra nasjonsbyggingstiden, der det var viktigere å sitte stille i båten enn å peke på skjær i sjøen. Nå som vi ikke lenger skal bygge landet, kun pleie det, må pressen ta også denne delen av sitt samfunnsansvar på alvor. Reaksjonene på Bomann-Larsens avsløringer [om kongehuset] viser at tiden er inne. Kongehuset er modent. Folket likeså.

>>Les hele saken på nettsiden til Sosialantropologisk institutt ved UiO

Kolhus’ innlegg om teflonkongehuset ble forbigått i stillhet. Jeg fant ingen reaksjoner på nettet bortsett fra en utvidet engelsk oppsummering på Views and News from Norway: Media blamed for ‘Teflon monarchy’

Kolshus har tidligere bl.a. skrevet kritiske innlegg om filmen Avatar (se [Antropolog om Avatar: Antropolog om Avatar: "Bekrefter forestillingen om den hvite manns fortreffelighet" og våre etnosentriske forestillinger om modernitet

SE OGSÅ:

– Antropologi må være maktkritikk

Det norske kongehusets makt er større enn vi tror. Men pressen unnlater å granske den. Det er på tide å ta et oppgjør med pressens selvsensur overfor kongehuset, skriver sosialantropolog Thorgeir Kolshus i et innlegg i Dagens Næringsliv.

Ikke minst på…

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