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The resurrection of anthropology: ”North Africa in anthropological debates”

Morocco Times

Prologues, the North African review of books, chose to dedicate its winter issue to anthropology in North Africa. Coordinated by anthropologist Hassan Rachik, this number focuses on the evolution of this discipline in both North Africa and Spain. After decades of isolation due its being associated with colonisation and ethnic divisions, anthropology is slowly making its way back into universities.

Now that North African countries no longer focus on the protection of their newly acquired Nation States – which led them to cast aside anything outside their common Arab heritage – it is up to the very descendants of the populations examined by Gellner, Geertz or Berque to make this discipline theirs. >> continue

Morocco Times

Prologues, the North African review of books, chose to dedicate its winter issue to anthropology in North Africa. Coordinated by anthropologist Hassan Rachik, this number focuses on the evolution of this discipline in both North Africa and Spain. After…

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Rise of armchair anthropology? More and more scientists do online research

Some days ago, anthropologist Kerim Friedman wrote about Armchair Anthropology in the Cyber Age?: “I predict that we will slowly see the return of the “armchair anthropologists” Malinowski so famously dethroned.” The reason: “The web offers a tremendous, and ever growing database of lived experience.”

The newspaper Age (Australia) writes more about the ongoing trend to gather research data online:

“Researchers around the world are tapping into the global reach of the internet as never before, seeking answers to a wide variety of topics, including: humour at the office, drug abuse, religious beliefs, parenting styles, mother-daughter relationships, human mate selection, extramarital affairs, fascination with celebrity and sexual boredom.

Anthropologist Daniel Fessler knows how to spice up the titles for his studies to lure web surfers. Last year, he posted a study on physical attractiveness online with the alluring title Are They Hot or Not? buried among others with titles such as Development of Gender Concepts in Infancy.

Praising online surveys over face-to-face Fessler says: “We don’t need people to engage in a lot of attempts to make a good impression, we need them to provide us with honest responses.”

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(Fessler’s answer doens’t sound convincing. It’s not that easy. The rules are the same in the online- and the offline-world. Without a good relationship to your informants you can’t write a good ethnography)

SEE ALSO:
Armchair Anthropology in the Cyber Age?

Some days ago, anthropologist Kerim Friedman wrote about Armchair Anthropology in the Cyber Age?: "I predict that we will slowly see the return of the “armchair anthropologists” Malinowski so famously dethroned." The reason: "The web offers a tremendous, and ever…

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“Nähe zu Völkerschauen”: Tagesspiegel kritisiert “afrikanisches Dorf” im Zoo

Wie bereits berichtet werden im Augsburger Zoo demnaechst Afrikaner ausgestellt. Christiane Reichart vom Berliner Tagesspiegel akzeptiert nicht die Erklärung der Zoodirektorin Barbara Jantschke und enthüllt Parallelen zu den berüchtigten früheren Völkerschauen.

Auszug aus Artikel:

“Darf man Menschen im Zoo präsentieren? Kritiker sehen in der geplanten Veranstaltung eine gefährliche Nähe zu den Völkerschauen, die Ende des 19. Jahrhunderts als Unterhaltung für die nach Exotik süchtigen Großstädter in Mode kamen. Auf Jahrmärkten und im Zirkus sah man mit wohligem Schauer wilde Tiere an der Kette oder Menschen mit seltenen Missbildungen und erfreute sich der eigenen Normalität.

Sicher, sagt Zoodirektorin Barbara Jantschke, Parallelen zu den Völkerschauen seien vorhanden. Allerdings sei die Veranstaltung in Augsburg mit einem völlig gegensätzlichen Anspruch verbunden. Man wolle für Toleranz und Völkerverständigung werben.

Wie stand es 1897 in der Ausstellungsbroschüre zur Transvaal-Ausstellung auf dem Kurfürstendamm geschrieben? Sie soll „dem Publikum Gelegenheit bieten, sich durch eigene Anschauung mit dem Leben und Treiben fremder Völker und Menschenrassen, mit den Gewerbethätigkeiten, den Culturverhältnissen, den industriellen und Agrar-Verhältnissen, der landwirtschaftlichen Szenerie, der Pflanzen- und Thierwelt vertraut machen.“

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SIEHE AUCH:
Bewusster oder unbewusster Rassismus? Proteste gegen “African Village” im Zoo (Kommentar und Linksammlung)

Wie bereits berichtet werden im Augsburger Zoo demnaechst Afrikaner ausgestellt. Christiane Reichart vom Berliner Tagesspiegel akzeptiert nicht die Erklärung der Zoodirektorin Barbara Jantschke und enthüllt Parallelen zu den berüchtigten früheren Völkerschauen.

Auszug aus Artikel:

"Darf man Menschen im Zoo präsentieren? Kritiker sehen…

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Ethnologin untersucht “Grisi Siknes” – kollektiver Wahnsinn in Schüben

Der Standard

Seit Jahrhunderten befällt die “Grisi Siknes”, ein kollektiver Wahnsinn in Schüben, die indigene Bevölkerung Nicaraguas. Bisher konnte sich die Wissenschaft keinen Reim auf das Phänomen machen. Gerhild Trübswasser, freischaffende Ethnologin aus Wien und von einer dortigen Uni zu Feldforschungen über den Wahnsinn eingeladen, ist mit nicaraguanischen Kollegen nun drauf und dran, der “Grisi Siknes” Rätsel zu lösen: Auslöser dürften äußere soziale Faktoren sein. Die Ursachen des Leidens hingegen reichten weit in die Kolonialzeit zurück. >> weiter

Der Standard

Seit Jahrhunderten befällt die "Grisi Siknes", ein kollektiver Wahnsinn in Schüben, die indigene Bevölkerung Nicaraguas. Bisher konnte sich die Wissenschaft keinen Reim auf das Phänomen machen. Gerhild Trübswasser, freischaffende Ethnologin aus Wien und von einer dortigen Uni zu Feldforschungen…

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Bewusster oder unbewusster Rassismus? Proteste gegen “African Village” im Zoo

“Ein Zoobesuch mit Überraschung: Für vier Tage entsteht im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter.”

So preist der Augsburger Zoo die Veranstaltung “African Village”, meldet die Frankfurter Rundschau.

Vom 9. bis zum 12. Juni zwischen Pavian- und Zebragehege. Wissenschaftler aus dem In- und Ausland sowie Initiativen von Menschen dunkler Hautfarbe haben in Aufrufen und Protestbriefen die Zoodirektion aufgefordert, das “African Village” abzusagen. Der Zoo sei ein Tierpark; Afrikaner dort einem europäischen Publikum vorzuführen, bedeute, sie als primitive Wesen zu stigmatisieren und eher der Natur als der Kultur zuzuschreiben. >> weiter

ANMERKUNG:
Rassismus tritt oft nur indirekt in Erscheinung. Dies ist eines von vielen Beispielen. Diese Art von Rassismus ist gefaehrlicher als jener, der offen artikuliert wird. Wie weit verwurzelt rassistische Vorstellungen sind, wurde in letzter Zeit besonders in der Berichterstattung ueber Urbevoelkerungen auf den Andaman-Inseln in Verbindung mit der Tsunami-Katastrophe deutlich. Aehnliches wird ausgedrueckt in der Darstellung von Indianern als Kannibalen in einem neuen Disney-Film und im Computer-Spiel Civilisation IV.

UPDATE 20.6.05:
Radio interview on African Village/ “Germans & Japanese less sensitive about race”

UPDATE 13.6.: African Festival im Zoo in Detroit, African Nights im Londoner Zoo

UPDATE 10.6.05
African Village eröffnet, afrikanische Aussteller zeigen kein Verständnis für Kritik

UPDATE 6.6.05:

Strafanzeige gegen die Augsburger Zoodirektorin

UPDATE 2.6.:

Presserklärung von Augsburgs OB: “Zoo ein adäquater Veranstaltungsort”

Neues Deutschland schreibt: Sollten die Veranstalter an dem Veranstaltungsort Zoo festhalten, wollen die Kritiker zu Aktionen vor Ort aufrufen.

Die WELT zeigt wenig Verstaendnis fuer Kritik an der Veranstaltung und zitiert mehrere Afrikaner, die “Verbindung von Exotik mit Afrikanern und afrikanischer Kultur als geradezu trefflich” ansehen.

UPDATE (1.6.05):

Unbedarftheit gegenueber kolonialer Vergangenheit”: taz berichtet ueber African Village

Jungle World: Neuzugänge im Zoo

German Foreign Policy schreibt heute: “Wie die Augsburger Zooverwaltung bestätigt, werden vor den weißen Besuchern Schwarze auftreten, die sich neben Affenkäfigen darbieten dürfen”

UPDATE (29.5.05): “Nähe zu Völkerschauen”: Tagesspiegel kritisiert “afrikanisches Dorf” im Zoo

UPDATE (31.5.05)
Nun wird dazu auch eifrig diskutiert auf politikforen.de und im Nigeria-Forum. sowie in einem gewissen Forum im erotischen Sekretariat. Gewachsen ist der Eintrag Voelkerschau in der Wikipedia und Madame Martin verbreitet die Nachricht im franzoesischsprachigen Teil des Netzes.

MEHR DAZU:

An African village in the Zoo: International protest against racist exhibition

Diskussion auf Ethno::log zum Thema

Völkerschau im Augsburger Zoo – Protestschreiben mit Antwort der Museumsdirektorin

Afrikaner im Zoo / Wir protestieren! (ISD Online – Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland)

Protestbrief von Joe Otim Dramiga, Voice of the Voiceless International Uganda e.V. (VOVI ) Köln

Neue Völkerschauen in Europa? Reinhold Messner will “interaktiv” lebende Menschen ausstellen – Proteste gegen “afrikanisches Pygmäendorf” in Belgien (Tourism Watch, Oktober 2002)

INFO UEBER VOELKERSCHAUEN

Kurt Jonassohn, On A Neglected Aspect Of Western Racism: From the beginning of the 1870s to the end of the 1930s – the exposition of so-called exotic peoples in zoological gardens attracted a huge public (Montreal Institute for Genocide and Human Rights Studies)

“Das Fremde hautnah – Völkerschauen” (Museum für Völkerkunde Hamburg – auffallend unkritisch geschrieben!)

11.3.1874: Hagenbecks Exotenschau: Neben dem Affenkäfig eine Gruppe Afrikaner. Die Menschen im Zoo gaffen (Kalenderblatt Deutsche Welle) (via Weblog Menschenrechte)

Völkerschau – mit vielen Originalzitaten. Ein Kapitel aus Stefan Nagel: “Die Schaubude”. Beispiel: “Interessant sind auch die vier Buschmänner, in der nebenstehenden Bude, seltsame den Affen ähnelnde Menschenrace, auf der untersten Stufe der Cultur. Doch scheinen sie sehr guthmütig zu sein, wie sie denn auch jede halbe Stunde vor den Zuschauern bereitwillig ihre Sprünge und Tänze wiederholen.” (Der Courier an der Weser 1854)

"Ein Zoobesuch mit Überraschung: Für vier Tage entsteht im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf. Um eine einmalige afrikanische Steppenlandschaft gruppieren sich Kunsthandwerker, Silberschmiede, Korbflechter, Zöpfchenflechter."

So preist der Augsburger Zoo die Veranstaltung "African Village", meldet die Frankfurter Rundschau.

Vom 9. bis zum…

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