search expand

Dänen, Sorben, Rastafaris: Deutsche Minderheitenpolitik

Ivo Bozic, Jungle World

Insgesamt gibt es vier anerkannte »nationale Minderheiten« in Deutschland: Dänen, Friesen, Sinti und Roma sowie Sorben. Die rund 50 000 Dänen sind die einzigen, die mit dem Südschleswigschen Wählerverband eine eigene Partei haben. Während man den Sorben und Friesen zweisprachige Ortsschilder in die Landschaft stellt, wird von der 50 Mal größeren türkischen oder der polnischen Minderheit, aber auch von den Sinti und Roma eine zügige und möglichst vollständige Assimilation verlangt. Für Türken Deutschkurse, für Sorben sorbische Schulen.

Was macht die sorbische oder friesische Kultur so schützenswert? Minderheiten unterscheiden sich von der Mehrheit angeblich durch eine eigene kulturelle Identität. Doch ein kiffender Rastafari aus Neukölln hat sicher weniger kulturelle Gemeinsamkeiten mit dem Mainstream als eine keusche sorbische Kindergärtnerin in Cottbus. Wenn es wirklich um kulturelle Vielfalt geht, wo sind dann die Staatsgelder für Rastafaris, Punks, Skins, Veganer, Opernfreunde, Bayern-München-Fans? >> weiter

(via Abdel Kader im Gaestebuch meiner privaten Homepage)

Ivo Bozic, Jungle World

Insgesamt gibt es vier anerkannte »nationale Minderheiten« in Deutschland: Dänen, Friesen, Sinti und Roma sowie Sorben. Die rund 50 000 Dänen sind die einzigen, die mit dem Südschleswigschen Wählerverband eine eigene Partei haben. Während man den Sorben…

Read more

Er suchte nach den Gemeinsamkeiten der Völker

taz

Alle Kulturen haben gemeinsame Wurzeln. Aber durch den Kontakt mit Fremden entwickeln sich einige schneller als andere. Davon war Adolf Bastian überzeugt, der im Jahr 1873 das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin gründete.
25 Jahre reiste Adolf Bastian durch die Welt: Kein Ethnologe besuchte mehr Völker und sammelte mehr Zeugnisse ihrer Kulturen. Doch die Expeditionen des Begründers des Völkerkunde-Museums wurden vergessen. 100 Jahre nach seinem Tod zeigt eine Ausstellung Bastians Wirken >> weiter

SIEHE AUCH
Schock des Kulturkontakts: Ethnologisches Museum erinnert an Adolf Bastian

taz

Alle Kulturen haben gemeinsame Wurzeln. Aber durch den Kontakt mit Fremden entwickeln sich einige schneller als andere. Davon war Adolf Bastian überzeugt, der im Jahr 1873 das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin gründete.
25 Jahre reiste Adolf Bastian durch die…

Read more

Buchbesprechung: “Psyche. Annäherung an die Geisteskranken in Afrika”

N24 / Netzeitung

Die Bilder Leonore Maus halten so das moderne, “entfremdete” Afrika fest, das einerseits längst Anteil an westlicher Technologie hat, andererseits aber an seinen eigenen Denkweisen, Riten und religiösen Systemen festhält, die seit jeher das Interesse der Europäer entfacht haben. Hubert Fichte hat den Fotografien seiner langjährigen Lebensgefährtin Gedanken, Aufzeichnungen und Interviews gegenüber gestellt. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weisen mit der Psyche der Afrikaner. >> weiter

SIEHE AUCH
Xango – Lebende Götter. Fotografien von Leonore Mau mit Texten von Hubert Fichte (tsantsa, Magazin der Kulturen, Leipzig)

N24 / Netzeitung

Die Bilder Leonore Maus halten so das moderne, "entfremdete" Afrika fest, das einerseits längst Anteil an westlicher Technologie hat, andererseits aber an seinen eigenen Denkweisen, Riten und religiösen Systemen festhält, die seit jeher das Interesse der Europäer entfacht…

Read more

Die letzte Generation?

National Geographic

Vom Sambesi bis zum Kap der Guten Hoffnung, vom Atlantik bis zum Indischen Ozean erstreckte sich einst das Reich der Buschleute in Afrika. Europäische Kolonisten, die vor 350 Jahren an Südafrikas Küsten landeten, hielten die Buschleute für eine Bedrohung ihrer Viehherden. Man behandelte sie wie Ungeziefer und tötete unzählige von ihnen. Bald siechten die Buschleute an den Rändern der Gesellschaft dahin. >> weiter

SIEHE AUCH:
San community is ‘fast losing hope’ (Mail and Guardian, 9.3.05)
Botswana bushmen in legal fight
Eating Christmas in the Kalahari

National Geographic

Vom Sambesi bis zum Kap der Guten Hoffnung, vom Atlantik bis zum Indischen Ozean erstreckte sich einst das Reich der Buschleute in Afrika. Europäische Kolonisten, die vor 350 Jahren an Südafrikas Küsten landeten, hielten die Buschleute für eine Bedrohung…

Read more

Ehrenmorde: Ist Kultur ein mildernder Umstand?

Mark Siemons, FAZ

Seit dem 7. Februar, als die 23 Jahre alte Hatun Sürücü an einer Bushaltestelle in Berlin-Tempelhof erschossen wurde, weiß jeder, was ein „Ehrenmord” ist: ein Mord in der Familie, der sich auf Traditionen und Kultur beruft. Was bedeutet die „Kultur” als Motiv für eine Tat? Ist die Kultur, wie manche das bisher annahmen, ein mildernder Umstand? Oder macht sie das Übel nicht noch größer?

Ethnologe Werner Schiffauer meint, daß die Morde in deutschen Großstädten nicht auf archaische Stammestraditionen zurückgefürt werden könnten. Für die gewalttätige Eskalation macht er die Abgrenzungsbedürfnisse einer neuen „ethnischen Unterklasse” verantwortlich. Dies aber scheint, nimmt man den Bericht aus der kurdischen Innenwelt ernst, nicht zu stimmen. >> weiter

SIEHE AUCH:
Ethnologe Werner Schiffauer über Hintergründe von Verbrechen im Namen der Ehre

Mark Siemons, FAZ

Seit dem 7. Februar, als die 23 Jahre alte Hatun Sürücü an einer Bushaltestelle in Berlin-Tempelhof erschossen wurde, weiß jeder, was ein „Ehrenmord” ist: ein Mord in der Familie, der sich auf Traditionen und Kultur beruft. Was bedeutet…

Read more