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Hilfe für ein indisches Fischerdorf – ein Projekt von deutschen Ethnologen

ZDF

Auf einer Anhöhe in der Nähe des südindischen Dorfes Chinna Mudaliar Charadisteht das Haus der deutschen Ethnologin Hilde Link. Nur wenige Meter vor ihrem Garten kam die Flutwelle zum Stehen. Dass sie Glück hatte, ist nun auch für das Dorf ein Glücksfall. Denn Hilde Link es hat sich zur Aufgabe gemacht, so viel zu helfen, wie sie nur kann. Damit diese langfristige Hilfe geleistet werden kann, ist ihr Ehemann, Matthias Samuel Laubscher, nach Deutschland zurückgekehrt und hat ein Spendenkonto für ihr Hilfsprojekt eröffnet.

Indische Fischer, wissen sie, sind über Hochzeiten mit Nachbardörfern traditionell verbunden, und diese Ehen garantieren gegenseitige Hilfe. Ein Prinzip, auf das sie gezielt setzen, so Laubscher:

“Man kann nicht mit der Hilfsaktion 60 Kilometer Küste auf einmal erreichen. Da würde sich das Geld sofort wie beim Gieskannenprinzip uneffektiv verteilen. Man kann aber einem Dorf auf die Beine helfen, damit es wieder ökonomisch in Betrieb gelangt. Wenn die Menschen so weit sind, dann haben sie die Verpflichtung – und das werden sie auch tun – anzufangen und beim Aufbau die Nachbardörfer mitzuziehen. Und das gibt dann eine Kettenreaktion innerhalb dieser Verwandtschaftsverbände.” >> weiter

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Artikel dazu in der Sueddeutschen Zeitung (ethno::log)

Webseite des Hilfsprojekts

ZDF

Auf einer Anhöhe in der Nähe des südindischen Dorfes Chinna Mudaliar Charadisteht das Haus der deutschen Ethnologin Hilde Link. Nur wenige Meter vor ihrem Garten kam die Flutwelle zum Stehen. Dass sie Glück hatte, ist nun auch für das Dorf…

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Mit indigenem Wissen ein Seebeben-Frühwarnsystem entwickeln?

Interview mit Ulrich Delius, Gesellschaft für bedrohte Völker im Deutschlandfunk

Nun gibt es diese wunderbar klingende Erzählung über einen Stamm von Ureinwohnern vor der Küste Thailands, die sich durch die Warnung ihres Ältesten vor der Katastrophe retten konnten, und das, obwohl diese Seenomaden weder einen Zeitbegriff haben noch jemals eine Tsunami erlebten.

Deutschlandfunk: Ist dieses ursprüngliche Leben mit der Natur im Fall einer Katastrophe unserem technisierten Wissen deutlich überlegen oder geht es hier nicht auch, um ein sozusagen volkskundlich bemäntelten Exotismus?

Delius: Ich denke, in diesem Fall ist es kein Exotismus. Es ist sehr spannend, dass gerade in so Gesellschaften wie Thailand und Indien, die bislang Ureinwohner sehr gering schätzen, jetzt kritische Fragen kommen: Haben wir diese Menschen nicht vielleicht zu lange als Wilde angesehen? Auf den Andamanen konnten sich fünf zurückgezogen lebende Völker retten, weil sie die Zeichen des Meeres interpretieren konnten. Daraufhin sagen jetzt Ethnologen in Indien, das sollten wir studieren und vielleicht können wir es auch nutzen für ein großes Frühwarnsystem, was sehr viel preisgünstiger ist als das, was die Industrie entwickeln will. >> weiter

Interview mit Ulrich Delius, Gesellschaft für bedrohte Völker im Deutschlandfunk

Nun gibt es diese wunderbar klingende Erzählung über einen Stamm von Ureinwohnern vor der Küste Thailands, die sich durch die Warnung ihres Ältesten vor der Katastrophe retten konnten, und das, obwohl…

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Wie Ureinwohner die Flut ahnten

Die Welt

Viele Ureinwohner des Archipels haben die Flut besser überstanden als die Neusiedler vom indischen Mutterland. “Auf den Andamanen scheinen die indigenen Völker weitestgehend überlebt zu haben, von den Nikobaren fehlen uns jedoch noch die Informationen”, erklärt der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius.

Das winzige Volk der Schompen dagegen hat das Glück, auf der gebirgigen Großen Nikobarinsel zu leben. Hier hatten die Stammesführer die Anzeichen der nahenden Flut zu lesen gewußt und ihr Volk im höhergelegenen Wald in Sicherheit gebracht. >> weiter

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Tsunami could be the final blow to already endangered tribes

Die Welt

Viele Ureinwohner des Archipels haben die Flut besser überstanden als die Neusiedler vom indischen Mutterland. "Auf den Andamanen scheinen die indigenen Völker weitestgehend überlebt zu haben, von den Nikobaren fehlen uns jedoch noch die Informationen", erklärt der Asienreferent der…

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Ethnologieprofessor organisiert Hilfe für Seebebenopfer

ethno:log

Der Lehrstuhlinhaber für Ethnologie an der LMU München, Prof. Dr. Matthias Samuel Laubscher, hat die Auswirkungen des Seebebens in Südindien selbst miterlebt und organisiert zusammen mit seiner Frau Direkthilfe, die von 30jähriger Erfahrung und Mitleben an diesem Küstenabschnitt Tamil Nadus informiert ist. Nachfolgend Herrn Laubschers Bericht und Spendenaufruf. >> weiter

ethno:log

Der Lehrstuhlinhaber für Ethnologie an der LMU München, Prof. Dr. Matthias Samuel Laubscher, hat die Auswirkungen des Seebebens in Südindien selbst miterlebt und organisiert zusammen mit seiner Frau Direkthilfe, die von 30jähriger Erfahrung und Mitleben an diesem Küstenabschnitt Tamil Nadus…

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FC St. Pauli – Zur Ethnographie eines Vereines

LINKS AKTUALISIERT 5.1.20

Die Welt

Was Ethnologin Brigitta Schmidt-Lauber aus ihren Interviews und Beobachtungen zu berichten hatte (“FC St. Pauli – Zur Ethnographie eines Vereines”; Lit-Verlag), korrigierte entschieden das Bild eines urwüchsigen und stadtteilverbundenen Fußballvereins, den allein auszeichnet, daß er sich treu geblieben ist.

Sehr schlüssig zeigte sie auf, wie im Gegenteil der FC St. Pauli seit gut 20 Jahren als geschmeidige Identitätsmaschine funktioniert, die ihre Fans mit dem Lebenselixier des Rebellischen und Gradlinigen versorgt. Weniger um Fußball im Sinne von Sport und Erfolg geht es am Ende, denn um die fortlaufende Konstruktion eines Lebensgefühls mittels der ordnungsgemäßen St. Pauli-Kleidung und der richtigen Biermarke (“Was dagegen?”). >> weiter

SIEHE AUCH
Die Kultur der Pauli-Fans. Junge Wissenschaftler erforschen die Fans und das Image des Kiez-Clubs (Hamburger Abendblatt)

LINKS AKTUALISIERT 5.1.20

Die Welt

Was Ethnologin Brigitta Schmidt-Lauber aus ihren Interviews und Beobachtungen zu berichten hatte ("FC St. Pauli - Zur Ethnographie eines Vereines"; Lit-Verlag), korrigierte entschieden das Bild eines urwüchsigen und stadtteilverbundenen Fußballvereins, den allein auszeichnet, daß er sich treu…

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