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Musikethnologin erforscht Jodeln im Harz

Nicht nur in der Schweiz wird gejodelt. Eine der wenigen Jodel-Regionen ausserhalb der Alpen ist der Harz, sagt Musikethnologin Helen Hahmann in der Mitteldeutschen Zeitung.

Sie wird nun über das Jodeln im Harz ihre Doktorarbeit schreiben.

Anhand des Jodels kann man auch neuere deutsche Geschichte zwischen Ost und West schreiben. Nach einer Periode der Annäherung trennt die Jodellandschaft im Harz wieder eine Art Grenze.

>> weiter in der Mitteldeutschen Zeitung

Helen Hahmann ist übrigens verantwortliche Redakteurin des Blogs und Portals TINYA – Musikkulturen der Welt, das sehr spannend ausschaut. Der Blog http://ethnomblogs.blogspot.com/ gibt eine Übersicht über bloggende Musikethnologen.

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Nicht nur in der Schweiz wird gejodelt. Eine der wenigen Jodel-Regionen ausserhalb der Alpen ist der Harz, sagt Musikethnologin Helen Hahmann in der Mitteldeutschen Zeitung.

Sie wird nun über das Jodeln im Harz ihre Doktorarbeit schreiben.

Anhand des Jodels kann man…

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Aus Seminararbeiten werden Wikipedia-Artikel

10 Jahre alt ist Wikipedia geworden. Ethnologe (und Informatiker) Nando Stöcklin hat seit 2003 rund 200 Artikel geschrieben und an über 6000 Artikeln mitgearbeitet, lesen wir in der NZZ.

Während er studierte, konnte er ganze Ferienwochen damit verbringen, seine Seminararbeiten in Wikipedia einzubringen, u.a. über Indianer in Nordamerika. Inzwischen setzt er sich Bildungsinformatiker an der Pädagogischen Hochschule Bern wissenschaftlich mit dem Thema Wikipedia auseinander und ist er vom Autor zum «Administrator» aufgestiegen. Er ist auch Verfasser des Buches Wikipedia clever nutzen – in Schule und Beruf.

Die “Wikipedia-Feindlichkeit vieler Lehrer” hält er für “unangebracht”.

>> weiter in der NZZ

>> Nando Stöcklins Blog

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10 Jahre alt ist Wikipedia geworden. Ethnologe (und Informatiker) Nando Stöcklin hat seit 2003 rund 200 Artikel geschrieben und an über 6000 Artikeln mitgearbeitet, lesen wir in der NZZ.

Während er studierte, konnte er ganze Ferienwochen damit verbringen, seine Seminararbeiten in…

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Schüler + Ethnologen + Künstler = ästhetische Feldforschung

Die taz schreibt von einem interessanten Projekt in Berlin, in dem Schüler selber Feldforscher sein dürfen. Zusammen mit Studierenden der Ethnologie und Künstlern erforschen sie ihr eigenes Umfeld.

Genauer gesagt es geht um sieben Felder, die multimedial verarbeitetet werden: Sammeln und Besitzen, Teilen und Tauschen, Schaffen und Gestalten, Erben und Bewahren, Lieben und Begehren, Glauben und Hoffen, Feiern und Chillen.

Die Ergebnisse werden in Installationen, Fotoserien, Klangcollagen, experimentellen Filmen und Texten präsentiert – vom 13. bis zum 25. 2. im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Die Künstler, mit denen die Berliner Ethnologiestudierenden zusammengearbeitet haben, kommen übrigens von der Initiative “Ästhetische Feldforschung”.

Fast gleichzeitig findet im Bremer Überseemuseum das Symposion “Ästhetische Feldforschung und forschendes Lernen an Museen” statt.

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Die taz schreibt von einem interessanten Projekt in Berlin, in dem Schüler selber Feldforscher sein dürfen. Zusammen mit Studierenden der Ethnologie und Künstlern erforschen sie ihr eigenes Umfeld.

Genauer gesagt es geht um sieben Felder, die multimedial verarbeitetet werden: Sammeln…

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Forscher widerlegen Sarrazin in neuem Report

Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand (pdf) heisst ein neuer Report, in dem ein Team aus Politologen, Sozialwissenschaftlern, einem Islamwissenschaftler und einer Ethnologin die Aussagen von Thilo Sarrazin über Muslime in Deutschland widerlegen.

Den Forschern der Humboldt Universität in Berlin geht es im Report in erster Linie um Fakten und weniger um Sarrazins Weltbild (als alternatives Projekt könnte man evt Sarrazins Nähe zu Hitler aufzeigen).

Sie schreiben u.a. über “Interethnische Partnerschaften”, “Kriminalitätsrate nicht in Abhängigkeit zur Religiosität”, “Sprachkenntnisse bei großer Mehrheit gut”, “Bildungsanstieg bei zweiter Generation” und – sehr interessant “Deutschland droht zum Auswanderungsland zu werden”.

Ob Sarrazins Anhänger sich überzeugen lassen?

Im Report räumen die Forscher selbst ein, dass in der öffentlichen Debatte wissenschaftliche Analysen “dem Bauchgefühl einer meinungsbildenden Mehrheit unterlegen” war. “Gegenläufige Trends und Ergebnisse, die von der Wissenschaft gemessen werden, verschärfen eher das Misstrauen gegenüber der Forschung, als zu einem Stimmungswechsel innerhalb der Gesellschaft zu führen.”

Der Report wird von der Politologin Naika Foroutan herausgegeben. Sie leitet das Forschungsprojekt Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle.

In mehreren Medien wurde der Report besprochen, siehe u.a. Interview mit Naika Foroutan im Deutschland-Radio sowie Berichte im Standard, im ORF und in der Frankfurter Rundschau.

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Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand (pdf) heisst ein neuer Report, in dem ein Team aus Politologen, Sozialwissenschaftlern, einem Islamwissenschaftler und einer Ethnologin die Aussagen von Thilo Sarrazin über Muslime in Deutschland widerlegen.

Den Forschern der Humboldt Universität in Berlin…

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Migrationsboom in Museen: Stadtgeschichte wird Weltgeschichte

Migration ist offenbar ein populäres Thema in deutschen Museen geworden. Im Tagesspiegel schreibt Manuel Gogos von einem regelrechten “Migrationsboom”.

Forscher “mit Migrationshintergrund” sind auch daran beteiligt und schreiben z.B. in Stuttgart Ausstellungskonzepte. Migranten haben sich schon lange für die Dokumentation der Einwanderungsgeschichte Deutschlands engagiert, betont Gogos und verweist auf das Migrationsarchiv Domid (wo er selber auch mitgeschafft hat).

“Die transnationale Gastarbeiterära wird zur nationalen Erinnerung und Migration zum Thema öffentlicher Repräsentation. Das bezeugt eine nachholende Anerkennung von Geschichte und Gegenwart der Migration”, kommentiert der Autor und Ausstellungsmacher. Stadtgeschichte werde Weltgeschichte.

Doch trotz dieses Booms werde der Ruf nach einem zentralen Migrationsmuseum in Deutschland von der deutschen Kulturpolitik nicht erhört. In zahlreichen europäischen Ländern seien solche Museen in der Diskussion. Als erstes bedeutendes Einwanderungsmuseum eröffnete im Oktober 2007 die Pariser Cité Nationale de l’Histoire de l’Immigration.

>> weiter im Tagesspiegel

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Forscher "mit Migrationshintergrund" sind auch daran beteiligt und schreiben z.B. in Stuttgart Ausstellungskonzepte. Migranten haben sich schon lange für die Dokumentation der…

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