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Die Mari in Russland: Die kleinen Leute aus dem Wald

WOZ

Das Volk der Mari in der russischen Wolga-Republik Marij El bezeichnet sich selbst als das «letzte heidnische Volk Europas». Es spricht mit den Geistern des Wassers und der Sonne. Aggressivität, erklärt der Historiker und Ethnologe Nikandr Popow, gelte bei den Mari als Schwäche. Die Mari passten sich an wie ein Halm im Wind. Genau das habe ihrer Kultur und Religion das Überleben ermöglicht.

Heute gibt es in Russland noch etwa 650 000 Mari. Von ihnen lebt aber nur die Hälfte in der Republik Marij El. Die restlichen Mari wohnen verstreut in vielen Gebieten und Republiken des Wolga-Ural-Gebiets. In ihrer eigenen Republik sind sie eine Minderheit: Sie stellen nur etwa 43 Prozent der EinwohnerInnen. 48 Prozent sind RussInnen, der Rest hauptsächlich TatarInnen und TschuwaschInnen.

Der neue Präsident der Republik, Leonid Markelow, ist Russe und gehört der ultranationalistischen Partei von Wladimir Schirinowskij, der LDPR, an. Seit Markelows Amtsantritt im Jahr 2000 fühlen sich die Mari in ihrer eigenen Republik politisch, wirtschaftlich und kulturell mehr und mehr an den Rand gedrängt. >> weiter (Link aktualisiert 2.8.2020)

WOZ

Das Volk der Mari in der russischen Wolga-Republik Marij El bezeichnet sich selbst als das «letzte heidnische Volk Europas». Es spricht mit den Geistern des Wassers und der Sonne. Aggressivität, erklärt der Historiker und Ethnologe Nikandr Popow, gelte bei den…

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Ethnologie in Hamburg: Wird gestrichen weil unrentabel?

Hamburger Abendblatt

Geisteswissenschaftler befürchten die Halbierung der Professorenstellen und das Sterben ganzer Fächer an der Uni Hamburg. Um die Details wird hinter den Kulissen mit der Behörde hart verhandelt.

So soll nach Drägers aktuellem Entwurf die Zahl der derzeit 152 Professorenstellen in den vier Fachbereichen bis 2012 auf 77,5 fast halbiert werden. Die Folge: Fächer wie Volkskunde, Archäologie, Ethnologie müssten gestrichen werden.

Studentin Kerstin Fremder-Sauerbeck, Sprecherin der Fachschaftsrätekonferenz Kulturgeschichte, meint: “Wissenschaftssenator Jörg Dräger hält die meisten der 50 Studiengänge in den Sprach-, Geistes- und Kulturwissenschaften für unrentabel und überflüssig. Sein Ziel ist die Umstrukturierung zu einem Ausbildungsdienstleister für den Wirtschaftsstandort.” >>weiter

Hamburger Abendblatt

Geisteswissenschaftler befürchten die Halbierung der Professorenstellen und das Sterben ganzer Fächer an der Uni Hamburg. Um die Details wird hinter den Kulissen mit der Behörde hart verhandelt.

So soll nach Drägers aktuellem Entwurf die Zahl der derzeit 152 Professorenstellen in…

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Ethno-Dokumentation “Elsewhere – Anderswo”: Spektakulär weil puristisch

taz

Nikolaus Geyrhalter reiste im Jahr 2000 jeden Monat in ein anderes ländliches Gebiet der Welt, von Namibia bis Grönland. Aus 12 Geschichten machte er den Episodenfilm “Elsewhere”. Der Ethnologe Michael Rösler, der an der Uni München ein Seminar über die Dokumentation leitete, über die undogmatische Annäherung an andere Kulturen:

“Die Art, wie diese jungen Tuareg-Frauen dort auf dem Esel sitzen, zurückschauen in Richtung Kamera und kichern, das ist so ein kleiner Hinweis, dass hier Einverständnis besteht: Okay, der filmt uns. Diese Szene vermittelt Authentizität: Die Leute wirken echt.”

taz: So stellt er sie nicht als isoliert dar, sondern lässt sie sich in der Welt verorten.

“Das ist das Spannende. Es sind alles Menschen, die wir unter die Kategorie Stammesgesellschaften, indigene Völker oder nationale Minderheiten fassen würden. Aber der Film zeigt diese Menschen nicht in ihrem vermeintlich traditionellen Lebensmilieu.” >>weiter

taz

Nikolaus Geyrhalter reiste im Jahr 2000 jeden Monat in ein anderes ländliches Gebiet der Welt, von Namibia bis Grönland. Aus 12 Geschichten machte er den Episodenfilm "Elsewhere". Der Ethnologe Michael Rösler, der an der Uni München ein Seminar über die…

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In Basel: Ohne Deutschkurs kein Aufenthalt

Swissinfo

Die beiden Basel projektieren ein neues Integrationsgesetz: Keine Aufenthaltsbewilligungen für Nicht-EU-Bürger ohne Sprachkurse und Abschlusstest. Die Ausländer sollen die Kurse auch weiterhin selber bezahlen.

“Grundsätzlich ist es nötig, die Sprache des Ortes zu lernen, in dem man lebt”, sagt Beat Meiner, Generalsekretär der Schweizer Flüchtlingshilfe und Beobachter bei der eidgenössischen Ausländerkommission. Der Ethnologe betont, die Sprache sei das hauptsächliche Kommunikationsmittel, ohne das man von vielem ausgeschlossen bleibe. >>weiter

Swissinfo

Die beiden Basel projektieren ein neues Integrationsgesetz: Keine Aufenthaltsbewilligungen für Nicht-EU-Bürger ohne Sprachkurse und Abschlusstest. Die Ausländer sollen die Kurse auch weiterhin selber bezahlen.

"Grundsätzlich ist es nötig, die Sprache des Ortes zu lernen, in dem man lebt", sagt Beat Meiner,…

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Ausstellung zur Geschichte Deutsch-Südwest Afrikas in Köln

Deutsche Welle

Erst langsam taucht die Geschichte von Deutsch-Südwest Afrika, dem heutigen Namibia, wieder aus dem Nebel des historischen Vergessens auf. Jetzt nimmt sich einen Ausstellung in Köln des Themas an.

Michael Bollig ist Professor für Völkerkunde an der Kölner Universität. Seit fünf Jahren leitet er ein Sonderforschungsprojekt, das die Geschichte Namibias untersucht. Er glaubt, dass die deutsche Kolonialgeschichte unter den beherrschenden Fragestellungen von Nationalsozialismus und Holocausts lange zu wenig beachtet wurde. “Ich stelle das auch in unserer Fakultät fest: Da gibt es Fachleute, die detailiert die politischen Strukturen des Kaiserreiches bearbeiten – die ehemaligen Kolonien und deren Geschichte werden jedoch selten mitbetrachtet.”

Am 12. Januar 1904 erhoben sich die Afrikaner gegen die deutsche Kolonialmacht im ehemaligen Deutsch-Südwest. Tausende von Kindern, Frauen und Männer wurden damals massakriert, in so genannten Konzentrationslagern gefangen genommen und dem Tod durch Hunger und Zwangsarbeit ausgeliefert. Historiker bewerten diesen Krieg deshalb als Vorspiel der nationalsozialistischen Genozids. >>weiter

SIEHE AUCH:
Germany admits Namibia genocide (BBC, 14.8.04)

Deutsche Welle

Erst langsam taucht die Geschichte von Deutsch-Südwest Afrika, dem heutigen Namibia, wieder aus dem Nebel des historischen Vergessens auf. Jetzt nimmt sich einen Ausstellung in Köln des Themas an.

Michael Bollig ist Professor für Völkerkunde an der Kölner Universität. Seit…

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