search expand

Tote Links im Journal Ethnologie

Journal Ethnologie, eine der wenigen Ethnologiezeitschriften, die an die breite Öffentlichkeit gerichtet ist, hat seine Webseite neugestaltet und dabei vergessen an seine Leser zu denken. Bisherige Links funktionieren nicht mehr.

Wie so oft, wenn Webseiten aufgepeppt werden oder eine neue Publikationsloesung gewählt wird, ändern sich die URLs, die Webseitenadressen der Artikel. Viele Webmaster vergessen, dass Webseiten keine Inseln sind, sondern Teil eines weltweit verbundenen Netzes. Wir alle bookmarken Webseiten, linken zu ihnen, wenn wir über sie bloggen, darüber diskutieren oder in wissenschaftlichen Arbeiten sie als Quelle angeben.

Zum Beispiel führen nun alle Links in einer meiner letzten Beiträge über Journal Ethnologie nicht mehr zu den jeweiligen Artikeln, sondern, da sich die Adresse geaendert hat, auf die Vorderseite des Magazins. Viel Spass beim Suchen der Texte!

Was hätten die Webmaster von Journal Ethnologie tun sollen? Eine Weiterleitung einrichten! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, solche Weiterleitungen einzurichten (Beispiel).

Tote Links sind ein grosses Problem in Netz. Zum Beispiel sind meine Einführungstexte zur Wirtschaftsethnologie und den Inuit (geschrieben vor meiner Abschlusspruefung in 2001) unbrauchbar geworden, da die meisten Links ins Leere führen. Auch viele Texte, über die ich auf antropologi.info gebloggt habe, sind nicht mehr auffindbar.

Journal Ethnologie, eine der wenigen Ethnologiezeitschriften, die an die breite Öffentlichkeit gerichtet ist, hat seine Webseite neugestaltet und dabei vergessen an seine Leser zu denken. Bisherige Links funktionieren nicht mehr.

Wie so oft, wenn Webseiten aufgepeppt werden oder eine neue Publikationsloesung…

Read more

Volkskunde-Studenten entwickeln Wiki über bayrische Bräuche

Zum 1. Mai soll es online gehen: In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege entwickeln Augsburger Studenten ein Brauch-Wiki, ein Online-Lexikon, an dem zukünftig jeder mitschreiben kann, schreibt die Welt am Sonntag.

Ethnologin Margaretha Schweiger-Wilhelm, die das Projekt leitet, meint mithilfe dieses Wikis könne eine Datenbank entstehen, wie sie mit den herkömmlichen Methoden der Feldforschung niemals möglich wäre. Sie hofft, dass so ein möglichst wirklichkeitsnahes Bild der Brauchtumslandschaft entstehen kann.

Denn der Wissenschaft, ebenso bestehenden Brauchtumslexika im Internet, fehle oft der Bezug zur Gegenwart, die Beschreibungen seien “sehr reproduktiv”, sagt Michael Richter vom Heimatverein für Landespflege. “Bräuche sind aber nichts Statisches, sie verändern sich permanent, das soll das Projekt deutlich machen.”

“Es gibt so viele Leute, die im Internet schreiben”, sagt Seminarteilnehmerin Luisa Berger. “Das wird auch für die Bräuche funktionieren.”

Die Studenten im Volkskunde-Seminar schreiben gleichzeitig wissenschaftliche Artikel über bayerische Bräuche – auch neueren Datums.

>> weiter in der Welt am Sonntag

SIEHE AUCH:

Musikethnologie des Alphorns – neue Multimedia-Webseite

“Mediterranean Voices” – Ethnologen mit neuer Multimedia-Datenbank im Netz

Interview with anthropologist Michael Wesch: How collaborative technologies change scholarship

Another way of doing fieldwork: Developing websites with your informants!

Online: New book on the cultural significance of Free Software

Zum 1. Mai soll es online gehen: In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege entwickeln Augsburger Studenten ein Brauch-Wiki, ein Online-Lexikon, an dem zukünftig jeder mitschreiben kann, schreibt die Welt am Sonntag.

Ethnologin Margaretha Schweiger-Wilhelm, die das Projekt leitet, meint…

Read more

“Projekt Migrationsgeschichte”: Kulturwissenschaftler in Container in Innenstadt

Die Geschichten von Migranten ist selten Thema in Museen. Im Rahmen der Heimattage startet ein Projekt zur Migrationsgeschichte in Reutlingen: In Ab dem 14. März werden Ethnologen, Volkskundler und andere Kulturwissenschaftler in einem “Geschichtsbüro auf Zeit” in der Innenstadt Reutlingens zu finden sein, um mit Migranten zu reden, meldet der Alb-Bote.

Projektleiterin Claudia Eisenrieder und drei Mitarbeiter werden in dem Container an der Nikolaikirche bis Mitte Mai nicht nur Interviews führen mit den so genannten Gastarbeitern, die Reutlingen als neue Heimat im Wirtschaftswunderland auserkoren haben, sowie mit den Spätaussiedlern, Flüchtlingen und den Asylbewerbern, die ab den 90er Jahren an den Fuß der Achalm umgesiedelt sind. Sie werden auch “Erinnerungsgegenstände” entgegennehmen.

Zur Zeit nehmen die Forscher Kontakt mit Migranten auf. “Wir möchten einen Aktionskreis mit Vertretern unterschiedlicher Migrantengruppen aufzubauen”, erklärt Eisenrieder.
 
Die Arbeit soll in eine Ausstellung im Heimatmuseum im Frühjahr 2010 münden, sowie in ein Buch oder eine andere Dokumentation.

>> weiter im Albbote

>> mehr Information im Schwäbischen Tagblatt

SIEHE AUCH:

Ethnologe schreibt Migrationsgeschichte – Interview mit Erwin Orywal

ZEIT nicht beeindruckt ueber “Projekt Migration” in Köln

Die Geschichten von Migranten ist selten Thema in Museen. Im Rahmen der Heimattage startet ein Projekt zur Migrationsgeschichte in Reutlingen: In Ab dem 14. März werden Ethnologen, Volkskundler und andere Kulturwissenschaftler in einem "Geschichtsbüro auf Zeit" in der Innenstadt…

Read more

Warum helfen sie illegalisierten Flüchtlingen?

cover

Warum gibt es Menschen, für die es selbstverständlich ist, zu helfen, obwohl sie dabei Gesetze brechen? Diese Frage untersucht Ina Boesch in ihrem neuen Buch “Grenzfälle. Von Flucht und Hilfe. Fünf Geschichten aus Europa”.

Boesch studierte Ethnologie, Geschichte und Publizistik an der Uni Zürich. Viele Jahre hat sie als Kulturredaktorin bei Schweizer Radio DRS2 gearbeitet.

>> Besprechung im Tagesspiegel

>> Rezension in der WoZ

Boesch hat auch eine interessante Webseite: http://www.inaboesch.ch

SIEHE AUCH:

Festung Europa: “Wir wollen die Schicksale hinter den Zahlen aufzeigen”

Erforschte das Leben illegalisierter Migranten

cover

Warum gibt es Menschen, für die es selbstverständlich ist, zu helfen, obwohl sie dabei Gesetze brechen? Diese Frage untersucht Ina Boesch in ihrem neuen Buch "Grenzfälle. Von Flucht und Hilfe. Fünf Geschichten aus Europa".

Boesch studierte Ethnologie, Geschichte und Publizistik…

Read more