(via ethno::log) “Die universitäre Bildung ist durch PowerPoint-Denken und infantilisierende Veranschaulichung gefährdet”, schreibt die Sueddeutsche in ihrem Text ueber den neuen dtv-Atlas Ethnologie.

Die Sueddeutsche geht nicht gnaedig mit dem Buch um:
Man muss kein platonischer Bilderhasser sein, um in der Art und Weise, wie hier Theorien und Methoden des Faches in Was-ist-was-Bildchen umgesetzt werden, eine groteske Verhöhnung der Studierfähigkeit der vorgestellten Zielgruppe zu sehen.

Nachdem ich die beiden Abbildungen aus dem Buch in der Sueddeutschen gesehen habe, war mein erster Gedanke: Stammt das Buch aus dem 19. Jahrhundert? Soll Kolonialbeamten mit geringer Schulbildung das Verhalten der “Wilden” naehergebracht werden? Doch man soll ein Buch nicht beurteilen, ohne es gelesen zu haben. Vielleicht sind die anderen Illustrationen gluecklicher gewaehlt. Und vielleicht ist der Text ja annehmbar (deutsche Ethnologie-Lehrbuecher sind in der Regel schlecht und veraltet). Das Inhaltsverzeichnis sind z.T vielversprechend aus. Hervorzuheben ist die Behandlung nationaler Fachtraditionen (Frankreich, Russland, Brasilien, Japan, Indien, Native Anthropology etc). Im Vorwort wird viel Wert auf eine interdisziplinaere Perspektive gelegt.
Skeptisch macht einem jedoch das Titelblatt – in Zeiten wo Ethnologen ihre Feldarbeit in Shoppingzentren, Computerfirmen und Fussfallvereinen machen, ziert dennoch einer jener “edlen Wilden” das Cover.
>> zur Besprechung des Buches in der Sueddeutschen
Der Autor – Dieter Haller – hat uebrigens eine eigene Homepage mit nuetzlicher Linksammlung

(via ethno::log) "Die universitäre Bildung ist durch PowerPoint-Denken und infantilisierende Veranschaulichung gefährdet", schreibt die Sueddeutsche in ihrem Text ueber den neuen dtv-Atlas Ethnologie.
Die Sueddeutsche geht nicht gnaedig mit dem Buch um:
Man muss kein platonischer Bilderhasser sein, um in der Art…
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