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Nackte Buschmaenner in Erfurt: Noch eine Art von “African Village”?

Fuer viel Wirbel und Protest sorgte das African Village im Tiergarten Augsburg. Die Proteste gegen in vieler Augen rassistische Ausstellungen nimmt kein Ende. In einer Ausstellung ueber “African Wildlife” sind auf der Erfurter Gartenbauausstellung auch nackte Buschmaenner der San zu sehen (keine echten jedoch, nur Puppen), meldet Indymedia:

“Die zur Schau gestellte Gruppe der San – auf Schautafeln als “Buschleute” bezeichnet – wird in der Ausstellung aus einem zoologischen Blickwinkel heraus betrachtet. Die Tafel neben den Menschenfiguren weist auf angebliche äußere Merkmale der San hin und operiert auch mit dem Begriff der Rasse.”

Ob der Vergleich zu den “Völkerschauen” legitim ist, der auf Indymedia gezogen wird, ist fraglich. Eine Erinnerung daran, wie lebendig die ueberholte Vorstellung ist, es gebe verschiedene eindeutig voneinander abgrenzbare Menschenrassen (=Grundlage von Rassismus), ist diese Ausstellung allemal.

>> zum Bericht auf Indymedia

buschmaenner
Bild: Indymedia

buschmaenner

Fuer viel Wirbel und Protest sorgte das African Village im Tiergarten Augsburg. Die Proteste gegen in vieler Augen rassistische Ausstellungen nimmt kein Ende. In einer Ausstellung ueber "African Wildlife" sind auf der Erfurter Gartenbauausstellung auch nackte Buschmaenner der San zu…

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Sommerpause im Juli – Umstellung auf b2evolution oder wordpress

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Es gibt weniger Neuigkeiten auf antropologi.info im Juli. Dafuer kommt antropologi.info in einer (hoffentlich) verbesserten Version im August. Wahrscheinlich werde ich auf b2evolution als Blog-Software umsteigen.

SCHOENEN SOMMER!

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Es gibt weniger Neuigkeiten auf antropologi.info im Juli. Dafuer kommt antropologi.info in einer (hoffentlich) verbesserten Version im August. Wahrscheinlich werde ich auf b2evolution als Blog-Software umsteigen.

SCHOENEN SOMMER!

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Integration als Herzensangelegenheit: Radioprojekt überwindet im Balkan Grenzen

NZZ

Jugend- und Alternativradios aus allen Ecken des ehemaligen Jugoslawien haben sich zu einem innovativen Radioprojekt namens Crossradio zusammengeschlossen. Es demonstriert, was in den Gesellschaften Südosteuropas noch ferne Zukunftsmusik ist: die Lust auf neue Horizonte und die Überschreitung eigener Grenzen.

Der einst so kreative und rege Austausch zwischen den Städten im alten Jugoslawien wurde vom Krieg völlig zerstört. «Diese kulturelle und mediale Blockade, die in der Nachkriegszeit vorherrschte, wollten wir unbedingt durchbrechen», meint der diplomierte Ethnologe und Journalist Dejan Ubovic rückblickend. So sollen für junge Menschen, die in den von Stereotypen geprägten Nachkriegsgesellschaften aufwachsen, neue Horizonte und kulturelle Austauschmöglichkeiten eröffnet werden.

Europäische Integration ist für Dejan Ubovic daher ein Gefühl, das von innen kommen muss und nicht von den Politikern von oben herab indoktriniert werden kann. Für ihn muss diese Annäherung zuerst vor Ort und in den Herzen der Menschen geschehen, bevor das Projekt Europa in Angriff genommen werden kann. >> weiter

SIEHE AUCH:
Webseite von Cross Radio (englisch)

NZZ

Jugend- und Alternativradios aus allen Ecken des ehemaligen Jugoslawien haben sich zu einem innovativen Radioprojekt namens Crossradio zusammengeschlossen. Es demonstriert, was in den Gesellschaften Südosteuropas noch ferne Zukunftsmusik ist: die Lust auf neue Horizonte und die Überschreitung eigener Grenzen.

Der einst…

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Open Access Konferenz in Wien: Wissenschaftler für freien Zugang zu Wissen

“Seit einigen Jahren propagiert die internationale “Open-Access”-Bewegung den freien, kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln – abseits kostenpflichtiger Wissenschafts-Journale”, schreibt die Wiener Zeitung in einem Bericht über eine Konferenz, die kuerzlich in Wien stattgefunden hat.

Viele unter uns haben sich geärgert über inhaltslose Seiten von Instituten und über Loginboxen von wissenschaftlichen Zeitschriften, deren Abonnement sich immer weniger Institute und Bibliotheken leisten können. Warum wird das Netz nicht dazu genutzt wozu es da ist – zur Verbreitung von Information? Niemals zuvor war dies so einfach wie jetzt.

Die Wiener Zeitung zitiert Kognitionswissenschaftler Stevan Harnard. Ihm zufolge werden nur 15 Prozent der insgesamt 2,5 Mill. Artikel von den Wissenschaftern selbst archiviert und öffentlich ins Netz gestellt – und das, obwohl 92 Prozent der Zeitschriften nichts gegen dieses “self-archiving” haben. Jeder publizierte Artikel sollte “kostenlos, sofort, dauerhaft und im Volltext online jedermann im Internet zur Verfügung gestellt werden”. Das seit das Ziel der “Open Access”-Bewegung.

Wieso sind die Wissenschaftler so zögerlich? Harnard vermutet ein Elfenbeinturm-Denken: “Wissenschafter sind Mönche. Sie arbeiten an einem Problem und wenn sie die Lösung haben, verschwinden die Unterlagen im Schreibtisch und sie wenden sich der nächsten Fragestellung zu”.

Daher scheint die Forscher auch nicht zu beeindrucken, dass
sie weder gelesen noch zitiert werden. Im Artikel wird eine Studie erwähnt. Die Zitierraten von Artikeln, die von den Forschern selbst online gestellt wurden, seien zwischen 50 und 300 Prozent höher als vergleichbare Arbeiten, die ausschließlich in Zeitschriften erschienen waren. “Das ist astronomisch, wenn man bedenkt, dass die meisten Artikel, rund 55 Prozent, überhaupt nicht zitiert werden”, so Harnard. >> zum Artikel in der Wiener Zeitung

Erfreulicherweise ist die Open Access Bewegung am Wachsen, wozu sicher auch die steigende Anzahl von bloggenden Ethnologen beiträgt

SIEHE AUCH:

Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (pdf)

Open Access Nachrichten auf netbib.de – weblog

Kerim Friedman: Open Source Anthropology: Concerns over the ethnical dilemmas involved in producing knowledge about the “other” have radically changed how anthropologists conduct research and write ethnographies. Unfortunately, they have not changed how we publish

Alex Golub: Making The Electronic Text Cannonical: Fragments Towards An Open Source Anthropology

Marshall Sahlins wants to make the Internet the new medium for traditional pamphleteering (Creative Commons)

Anthropologists have the opportunity to take part in shaping a new culture of sustainable access to scholarly information (Anthropology News October 2004)

weitere Links im mehrsprachigen antropologi.info Spezial: Open Access Anthropology

"Seit einigen Jahren propagiert die internationale "Open-Access"-Bewegung den freien, kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln - abseits kostenpflichtiger Wissenschafts-Journale", schreibt die Wiener Zeitung in einem Bericht über eine Konferenz, die kuerzlich in Wien stattgefunden hat.

Viele unter uns haben sich geärgert über…

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Protestblog und Bilder: Kollaps des Instituts für Sozialanthropologie in Wien

Toent bekannt. Die Entwicklung ist offenbar ueberall die gleiche. In vielen Laendern geht es besonders den Sozial- und Kulturwissenschaften an den Kragen. Ethnologiestudentin Andrea Ben Lassoued weist auf eine Protestaktion am Wiener Institut der Kultur- & Sozialanthropologie hin, die morgen statt finden soll. Und wie es sich gehoert, haben die Aktivisten einen Blog eingerichtet mit dem prosaischen Namen Kollaps.

Anlass der Aktion sind “die für alle Mitglieder des Institutes unzumutbaren strukturellen Mängel in Lehre und Forschung. Es wird befürchtet, dass der bereits in den letzten Semestern nur aufgrund des außerordentlichen Engagements der Institutsmitglieder provisorisch am Laufen gehaltene Lehr- & Forschungsbetrieb in naher Zukunft zusammenbrechen könnte. >> weiter

UPDATE: Bilder vom Protest

Toent bekannt. Die Entwicklung ist offenbar ueberall die gleiche. In vielen Laendern geht es besonders den Sozial- und Kulturwissenschaften an den Kragen. Ethnologiestudentin Andrea Ben Lassoued weist auf eine Protestaktion am Wiener Institut der Kultur- & Sozialanthropologie hin, die…

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