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Ehre und Scham: Ist das die Rolle von Ethnologen?

Haben Deutsche keine Ehre? Ist Denken und Handeln in Ehre- und Schamkategorien etwas Vormodernes, das man nur bei Einwanderern findet? Diesen Eindruck hinterlässt jedenfalls die Lektüre der neue Ausgabe von Journal Ethnologie zum Thema Ehre und Scham.

Die Texte handeln nämlich nicht um weisse Männer, die aus verletztem Ehrgefühl Ehefrau und Kinder umbringen oder Politiker und Manager, die Selbstmord begehen oder Dorfbewohner auf der Schwäbischen Alb, die darauf aufpassen, dass immer die Fassade stimmt und man als ehrenhafter Bürger aufgefasst wird.

Die Texte handeln dagegen um Georgien oder Albanien – und um Ehrenmorde, die von Einwanderern begehen werden. Es wimmelt von Generalisierungen. Und Ehre und Scham als ein Prinzip dargestellt, das eigentlich durch “Modernisierung” überwunden sein sollte, aber in unseren Breitengraden “im Zusammenhang mit der Lebensgestaltung von Migranten im urbanen modernen Europa plötzlich wieder auftaucht”.

Bringt uns diese Perspektive weiter? Stimmt sie mit der Wirklichkeit überein? Welches Bild wird von den sogenannten “anderen” vermittelt? Was wird indirekt über die Mehrheitsgesellschaft in nördlicheren Breitengraden ausgesagt?

Vielleicht bin ich wieder zu kritisch, doch die Texte scheinen mir ein Grundproblem deutscher Ethnologie zu illustrieren, das ich schon mehrmals thematisiert habe, siehe Ethnologie-Einführungen und die Sonderstellung der deutschen Ethnologie und Vermitteln Ethnozentrismus und ein ueberholtes Bild von der Ethnologie? sowie Ethnologen, raus aus der Kulturfalle!

Haben Deutsche keine Ehre? Ist Denken und Handeln in Ehre- und Schamkategorien etwas Vormodernes, das man nur bei Einwanderern findet? Diesen Eindruck hinterlässt jedenfalls die Lektüre der neue Ausgabe von Journal Ethnologie zum Thema Ehre und Scham.

Die Texte handeln nämlich…

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Ethnologen in die Volkswirtschaft!

Die sogenannte Finanzkrise zeigt, dass die Wirtschaftswissenschaften versagt haben. Die Wirtschaftspolitik braucht mehr Input von Soziologen und Ethnologen, meint Soziologe Alexander Dill, “Der große Raubzug“, ein Buch über die Finanzkriese, veröffentlicht hat.

Volkswirtschaftler gehen von religiösen Grundsätzen aus, die nie hinterfragt werden, sagt er in einem Interview mit Telepolis:

Die Volkswirtschaft hat diese fast religiösen Paradigmen vertreten – dass es also im Markt nach Angebot und Nachfrage eine Selbstregelung gibt; dass wir durch die Globalisierung in einem Wettbewerb stehen, dem wir uns anpassen müssen; und dass der Mensch immer nur nach Eigennutz handelt. Solche Paradigmen, die nie in Frage gestellt wurden, sind in der Wachstumsphase nie hinterfragt worden und jetzt, wo das Ganze kaputt geht, muss man sie hinterfragen. Und deshalb ist die Disziplin insgesamt in Frage zu stellen.
(…)
(Volkswirtschaftsprofessoren) müssten (…) eigentlich eine Art Hearing machen, wo diskutiert wird, was die sozialwissenschaftlichen und humanistischen Voraussetzungen für diese Disziplin sind. Das heißt: Was soll denn die Volkswirtschaftslehre überhaupt in einem Staat wie Deutschland leisten? Und diese Grundsatzfrage kann natürlich nicht von den Volkswirten selbst gestellt werden, sondern da müssten natürlich Leute ran, die den Blick von außen darauf werfen können.

In seinem Buch spricht er von fünf Irrlehren der Volkswirtschaftslehre:

Irrlehre heißt eigentlich, dass man das Ganze von hinten aufzieht. Man schaut sich also nicht das Verhalten der Menschen an, was ja in einer Sozialwissenschaft normal ist – also zum Beispiel: Wie handeln die Menschen innerhalb eines Wirtschaftssystems miteinander? Wie gehen sie miteinander um? Verlässt sich einer auf den anderen? In den Wirtschaftswissenschaften ist das umgekehrt: Ich habe ein Theorem oder ein Paradigma, und sage: “Alle Menschen denken zuerst an sich selbst.”

Daraus leite ich eine so genannte politische Ökonomie ab. Das bedeutet: Die Politiker müssen sich ein einer Demokratie immer danach richten, dem Wähler Geschenke zu machen, sonst werden sie nicht gewählt. Und da beginnt eigentlich die Irrlehre. Wenn ich von so einem Paradigma ausgehend die Politik berate, wie es unsere Volkswirte ja machen, dann wird das schwierig, weil dieses Postulat des Eigennutzes oder das Postulat des Wettbewerbes gar nicht mehr hinterfragt wird. Deshalb ist das quasi religiös. Das ist so, wie wenn jemand zu Ihnen sagt: Glauben Sie erst einmal an den auferstandenen Christus, dann reden wir weiter. So ist es ja in der Religion.

>> zum Interview in Telepolis

Wer antropologi.info’s englische Seiten verfolgt hat, weiss, dass Ethnologen sehr praesent waren in den Debatten ueber die Finanzkriese:

Financial crisis: Anthropologists lead mass demonstration against G20 summit

How anthropologists should react to the financial crisis

Anthropologist Explores Wall Street Culture

Die sogenannte Finanzkrise zeigt, dass die Wirtschaftswissenschaften versagt haben. Die Wirtschaftspolitik braucht mehr Input von Soziologen und Ethnologen, meint Soziologe Alexander Dill, "Der große Raubzug", ein Buch über die Finanzkriese, veröffentlicht hat.

Volkswirtschaftler gehen von religiösen Grundsätzen aus, die…

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Buchbesprechung: Unser merkwürdiger Umgang mit “Fremdem”

Im Mittelalter wurde Afrika als Europa ebenbürtig angesehen. Heut ist das anders. Warum? Sozialanthropologiestudentinnen aus Wien gehen in einem Buch dem “Spuk des Fremden” auf den Grund.

Das Fremde

“Das Fremde. Konstruktionen und Dekonstruktionen eines Spuks” ist Resultat eines Seminars an der Uni Wien. Anhand von Beispielen aus der Politik, Werbung und Geschichte zeigen die Autorinnen auf, wie wir das Fremde konstruieren, wie wir Fremde behandeln und wie wir uns eventuell vom “Spuk des Fremden” befreien können.

Ende letzten Jahres hatte ich mich mit den beiden Redakteurinnen Stephanie Krawinkler und Susanne Oberpeilsteiner über das Buch unterhalten. Kurz danach landete das Buch in meinem Briefkasten. Ich habs es nun gelesen.

Es ist ein gutes Buch. Es gibt eine gute Einführung in ein zentrales Thema unseres Faches, in Theorien (oder Ideologien) wie die des Multikulturalismus und in die Diskursanalyse, ein grundlegendes Handwerkzeug für jeden Gesellschaftswissenschaftler. Lediglich sprachlich hapert es gelegentlich: Die teils langen Zitate auf Englisch hemmen de Lesefluss und aufgrund des Fachjargons sollte man ein paar Semester studiert haben, um vom Buch profitieren zu können.

Besonders gut gefällt mir die kritische Einstellung zur populären Gleichsetzung von Nationalität und Kultur. Ob jemand als fremd aufgefasst wird, hängt nicht unbedingt mit der Nationalität zusammen. Auch ohne Migranten existiert in Österreich und anderen Länderm eine Vielfalt von Lebensformen und Werten.

“Ein Fremder”, schreibt Caroline Purps im Einstiegskapitel, “ist nicht einfach fremd, er wird zu dem Fremden gemacht.” Wer zu Fremden gemacht wird und wie diese Fremde behandelt werden, hat nicht unbedingt mit den Eigenschaften der jeweiligen “Fremden” (“ihrer Kultur”) zu tun, sondern mit der politischen Grosswetterlage, mit Machtverhältnissen, Interessen der dominierenden Gesellschaftsschichten.

Um Fremde und Fremdheit zu verstehen, muss man daher die Mehrheitsgesellschaft studieren. Hier ist die Diskursanalyse, die Purps vorstellt, ein nuetzliches Werkzeug:

Überzeichnet gesagt: Wer den Diskurs bestimmt, kann Realität schaffen. Während also die Mehrheitsbevölkerung im Alltagsdiskurs meint, mit zwingenden Tatsachen zu hantieren, stellt die Critical Discourse Analysis das in Frage. Ein Fremder ist nicht einfach fremd, er wird zu dem Fremden gemacht. Und Angehoerige einer bestimmten Minderheit sind nicht einfach anders, sie werden zu den Anderen gemacht.

Dies ist eine wichtige Erkenntnis. Zur Zeit sind Muslime die Fremden. Zu Fremden Nr 1 gemacht durch 9/11 und USAs “Krieg gegen Terror”. Fremdbilder ändern sich. Hier in Norwegen z.B. wurden vor hundert Jahren die Schweden ähnlicher Hetze und Diskriminierung ausgesetzt wie Muslime heutzutage – etwas das sich heute niemand vorstellen kann.

Auch das Bild von Afrika hat sich gewandelt. Aufzeichnungen aus dem Mittelalter zufolge, so Stefan Weghuber in seinem Beitrag, hatten Europäer hohen Respekt vor Afrika. Afrika galt als Europa ebenbürtig. Dies änderte sich mit der europäischen Expansion und den Kreuzzügen. Afrikaner wurden als primitiv dargestellt, um Missionierung und Kolonisierung zu legitimieren. Während des Zweiten Weltkriegs charakterisierten die Nationalsozialisten Marokkaner, die in der französischen Armee Dienst taten, als “Kannibalen”.

Dieses Bild von Afrikanern bekamen jene österreichischischen Frauen zu spüren, die Beziehungen mit marokkanischen Besatzungssoldaten, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges u.a. in Vorarlberg einmarschierten, eingingen. Marokkaner wurden – im Gegensatz zu den französischen Soldaten – als “Naturmenschen” oder “Kulturlose” angesehen. Sich mit “solchen Leuten” zu verheiraten, galt als Unding. “Lassen Sie sich nie mehr in der Kirche blicken”, sagte ein Pfarrer zu einer dieser Frauen, die mit einem Marokkaner ein Kind hatte.

Auch bei dieser Begegnung spielten “die Bewertungen und Interpretationen eines vorkonstruierten Fremden eine entscheidende Rolle”, kommentiert Weghuber.

Fremdbilder werden ständig neu geschaffen – z.B. auch in der Werbung, wenn Fanta mit ihrem Bamboocha-Werbespot aus dem Jahre 2005 (und der begleitenden Kampagne) Klischees aus der “paradisischen Südseewelt” aufgreift, wie dies Hanna M. Klien in ihrem Artikel schildert:

bamboocha

(deutsche Version nicht mehr auf Youtube)

Auch hier sagt der Diskurs über die “Anderen” mehr aus über die Mehrheitsgesellschaft als über die “Fremden”. Mithilfe eines psychoanalytischen Zugangs zeigt Klien, dass die Werbung darauf abzielt, Wünsche, die in unserer (kapitalistischen) Gesellschaft kein Platz haben und daher verdrängt werden, anzusprechen. Spass, Strand und Sonne statt Arbeit! Fanta machts möglich!

Das Resultat ist eine “durch rassistisch und exotisch gepraegte Stereotypen” dargestellte Südseebevölkerung. Die beiden Männer im Werbespot (Jimmy und Little Budda) werden “vor allem durch ihre Naivität, Unbedachtheit und die positive Lebenseinstellung charakterisiert”, so Klien.

Diese Perspektive auf “das Fremde” oder “die Fremden” als Konstrukt ist ein wichtiges Korrektiv zu gegenwärtigen Diskursen, in der Praxisen der Mehrheit selten kritisch analysiert werden. Viele dieser Diskurse basieren auf der Theorie oder Ideologie des Multikulturalismus, welche die Welt als eine Ansammlung verschiedener in sich geschlossener, homogener Kulturen sieht.

Susanne Oberpeilsteiner zeigt auf, dass Multikulturalismus – obwohl es verschiedene Versionen davon gibt – nicht unbedingt eine gute Lösung im Umgang mit “Fremden” ist. Sie zitiert u.a. Frank-Olaf Radtke der meint dass “kulturelle Differenz als Legitimation für den fortbestehenden Sonderstatus der Migranten weiterbenutzt” werde. Multikulturalismus, so Radtke, reproduziere genau die Kategorien, die überwunden werden sollen. Menschen wuerden ausschliesslich mit ihrer “Herkunftskultur” identifiziert. Die “Fremden” bekämen keine Chance, dem “Eigenenen” ähnlich zu werden; sie würden immer “fremd” bleiben.

Sehr verbreitet ist instrumenteller Multikulturalismus: Man anerkennt das Fremde solange es einem selbst nutzt, die Gesellschaft “bereichert” und leicht konsumierbar ist. Wer hat schon etwas gegen indisches Essen oder kubanische Rhythmen? Anders verhält es sich mit dem Hijab, ein komplexes Thema, das nicht auf Anhieb verstanden werden kann und daher gerne abgelehnt wird (Thomas Hylland Eriksen spricht von “diversity versus difference“).

Solche Haltungen hat Aleksandra Kolodziejczyk in der Wahlwerbung der SPÖ für die Wiener Landtagswahlen 2005, das sie für das Buch analysiert hat, entdeckt. Die Sozialdemokraten operieren mit zwei Kategorien von Fremden, den erwünschten und den unerwünschten Fremden (“ZuwanderInnen”).

Die Ethnologin schreibt:

Wünschenswerte Elemente des multikulturellen Erlebnisses sollen hervorgehoben werden, unerwünschte Teile des Fremden assimiliert und bestehende Konflikte und Reibungsflächen ausgeblendet werden.
(…)
Die unerwünschten Fremden sollen ausgegrenzt werden, die Erwünschten, die bereits einen sicheren Aufenthaltsstatus besitzen, sollen sich integrieren und sich konform mit den geltenden Gesetzen und sozialen Normen verhalten. (….) Die Verbesserung des Rechtsstatus und der Bedürfnisse von Zugewandterten mit prekären Aufenthaltsbedingungen werden nicht thematisiert.

Grosses Interesse an “Fremdem” konnte sie nicht entdecken, eher bevormundende und moralisierende Aussagen:

Solidarität zwischen den Menschen wird propagiert, weil “alle Fortschritte (…) niemals blind machen (dürfen) für die Schwächeren, die nicht mitkönnen”. (…) Die Sozialdemokraten zaehlen alle zugewandterten Personen zu den Schwachen und Hilfsbeduerftigen. Anstatt MigrantInnen als handelnde und gleichberechtigte InteraktionspartnerInnen wahrzunehmen, werden sie als KundInnen der SPÖ in eine hierarchisch unterlegene Position gebracht.

Welche Alternativen gibt es?

Weniger paternalistisch und mit mehr Offenheit scheint eine oesterreichische Bank dieses Thema anzugehen. Stephanie A. Krawinkler stellt das sogenannte “Diversity Management” der BA-CA (Bank Austria Creditanstalt) vor. Obwohl auch die Bank etwas stereotyp mit Vorstellungen einer “Nationalkultur” umgeht, berücksichtigt sie auch Vielfalt in Bezug auf Alter, Gesundheitszustand und sogar “Lebensweise” (Familienform, sexuelle Orientierung, “Work-Life-Balance”). Das ist eine ganz andere Haltung zu Vielfalt als ich in meinem ersten “richtigen” Job erfuhr. Schnell merkte ich, dass ich mit meinem Ethnologie-Background nur schlecht in die Gemeindeverwaltung hineinpasste. Als ich meinen Chef fragte, ob es moeglich sei, die Stelle meinen Qualifikationen anzupassen, wurde er wütend. Ich hatte meinen Chef niemals zu wütend gesehen.

Als Alternative zu einem essentialistischen Multikulturalismus schlägt Susanne Oberpeilsteiner Wolfgang Welschs Konzept der “Transkulturalität” vor. Dies trage der “Vernetztheit der Kulturen” Rechnung, schreibt sie. Schön wäre noch ein Durchgang der wachsenden anthropologischen Fachliteratur zum Kosmopolitismus gewesen.

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Interview: Neue Blicke auf “das Fremde” – Sozialanthropologie-Studentinnen geben Buch heraus

Das Fremde

Im Mittelalter wurde Afrika als Europa ebenbürtig angesehen. Heut ist das anders. Warum? Sozialanthropologiestudentinnen aus Wien gehen in einem Buch dem "Spuk des Fremden" auf den Grund.

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Kreationismus: Der “Einzug des Aberglaubens in die Wissenschaft”

In Deutschland lehnen etwa 20 Prozent der Bundesbürger die Evolutionstheorie ab. Anlässlich einer Konferenz zu den Hintergründen des Kreationismus hat sich der Deutschlandfunk mit dem Ethnologen und Leiter der Tagung Christoph Antweiler unterhalten.

“In Universitäten und auch in Schulen macht sich ein Gedankengut breit, was sich wissenschaftlich maskiert und nicht selber als religiös ausgibt, aber de facto religiös ist”, sagt Antweiler. “Ich habe nichts gegen Religion, aber ich glaube, dass Wissenschaft und Religion zwei paar Schuhe sind.”

Er hat beobachtet, dass einige junge Studenten gar nicht mehr korrekt zwischen Wissenschaft, Glauben und Vermutungen unterscheiden können. 


Wir hätten es jedoch nicht nur mit dem Phänomen Religion versus Evolutionstheorie / Darwinismus zu tun, sondern auch mit einer breiten wissenschaftsskeptischen Strömung.

>> weiter im Deutschlandfunk

Kürzlich hat die Sueddeutsche über diesen Trend in Deutschland geschrieben, siehe Kreationismus in der Schule – Bibeltreuer Lehrplan

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Je mehr Wissenschaft, je mehr Okkultismus

Sind die Universitäten auf die »Wiederentdeckung der Religion« vorbereitet?

In Deutschland lehnen etwa 20 Prozent der Bundesbürger die Evolutionstheorie ab. Anlässlich einer Konferenz zu den Hintergründen des Kreationismus hat sich der Deutschlandfunk mit dem Ethnologen und Leiter der Tagung Christoph Antweiler unterhalten.

"In Universitäten und auch in Schulen macht sich…

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Bald 100 Jahre alt: Claude Lévi-Strauss in allen Kanalen (aktualisiert)

“Sein Denken ist aktuell wie nie. Kein anderer hat die zerstörerische Macht unserer Zivilisation so hellsichtig beschrieben wie er.” So leitet Thomas Assheuer seinen Aufsatz in der ZEIT über einen der bekanntesten Ethnologen ein, der am Freitag 100 Jahre alt wird: Claude Lévi-Strauss.

Obwohl es noch ein paar Tage bis zu seinem Geburtstag sind, wimmelt es bereits von teils recht ausführlichen Texten über den Ethnologen, siehe u.a.:

Thomas Haunschmid: Die Wahrheit liegt auf dem Schreibtisch. Claude Lévi-Strauss’ Strukturalismus ist reizvoll wie umstritten (ORF, 22.11.08)

Anita Albus: “Erinnerung ist das Leben selbst” (Die Welt, 23.11.08)

Uwe Justus Wenzel: Der Blick der Katze. Ein Versuch über Claude Lévi-Strauss und das Verhältnis des Anthropologen zur Philosophie (NZZ, 22.11.08)

Der Gruppenblog Savage Minds hat schon eine Weile eine Serie mit Levi-Strauss-Zitaten laufen

NEU:

Frankreich schreibt neuen Claude-Lévi-Strauss-Preis aus (Agenturmeldung, 28.11.08)

Das Vermächtnis des Universalgelehrten (Radiosendung von DRS 2, kann als mp3 runtergeladen werden)

Der Bändiger des unendlich langweiligen Materials (JungleWorld, 27.11.08)

Thomas Reinhardt: Die Zivilisation ist keine zarte Blüte. Claude Lévi-Strauss zwischen magischem Denken und Strukturalismus (Tagesspiegel, 28.11.08)

Mario Erdheim: Lévi-Strauss brachte Licht ins Unbewusste der Kultur (Tages Anzeiger, 28.11.08)

Der Völkerphilosoph. Paris ehrt Claude Levi-Strauss zum hundertsten Geburtstag (Deutschlandfunk 28.11.08)

Ein Ethnologe, der das Reisen hasst: Claude Levi-Strauss entlarvte den Eurozentrismus (ORF, 28.11.08)

Heiß und kalt: Thomas Hauschild zum 100. Geburtstag des großen französischen Anthropologen Claude Lévi-Strauss (Sueddeutsche, 28.11.08)

Der Mann, nicht die Jeans: Claude Lévi-Strauss’ Leitfragen haben nichts von ihrer Aktualität verloren (Frankfurter Rundschau, 28.11.08)

Der umstrittene Ethnologe – Claude Lévi-Strauss erforschte die Beziehungen und Mythen indigener Völker (taz 27.11.08)

Schöpfer des Strukturalismus: Claude Lévi-Strauss wird 100 (Deutsche Welle, 27.11.08)

Claude Lévi-Strauss auf Arte: Der undurchschaubare Ort des Ethnologen (faz 27.11.08)

SIEHE AUCH englischsprachige Medien zu Levi-Strauss’ Geburtstag

"Sein Denken ist aktuell wie nie. Kein anderer hat die zerstörerische Macht unserer Zivilisation so hellsichtig beschrieben wie er." So leitet Thomas Assheuer seinen Aufsatz in der ZEIT über einen der bekanntesten Ethnologen ein, der am Freitag 100 Jahre alt…

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