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Warum helfen sie illegalisierten Flüchtlingen?

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Warum gibt es Menschen, für die es selbstverständlich ist, zu helfen, obwohl sie dabei Gesetze brechen? Diese Frage untersucht Ina Boesch in ihrem neuen Buch “Grenzfälle. Von Flucht und Hilfe. Fünf Geschichten aus Europa”.

Boesch studierte Ethnologie, Geschichte und Publizistik an der Uni Zürich. Viele Jahre hat sie als Kulturredaktorin bei Schweizer Radio DRS2 gearbeitet.

>> Besprechung im Tagesspiegel

>> Rezension in der WoZ

Boesch hat auch eine interessante Webseite: http://www.inaboesch.ch

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Warum gibt es Menschen, für die es selbstverständlich ist, zu helfen, obwohl sie dabei Gesetze brechen? Diese Frage untersucht Ina Boesch in ihrem neuen Buch "Grenzfälle. Von Flucht und Hilfe. Fünf Geschichten aus Europa".

Boesch studierte Ethnologie, Geschichte und Publizistik…

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Eine “grossartige” Ethnographie über die Dinge in unseren Wohnungen

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Der Anthropologe Daniel Miller hat 30 Bewohner einer Londoner Strasse besucht. Das Resultat ist das Buch “The Comfort of Things”. Die Sueddeutsche ist ganz begeistert:

Dieses literarisch und menschlich in den Bann ziehende Sachbuch führt vor, wie heutige Menschen über die Objekte in ihren Häusern und Wohnungen zu sich selbst und zu anderen finden; wie ihr Menschsein jedenfalls ohne ihre intensive oder auch nur sporadische und nonchalante Beziehung zu den sie umgebenden Gegenständen nicht verstanden werden kann.

Und Daniel Millers Buch zeigt einleuchtend, dass der Wert solcher Beziehungen keineswegs von der Einzigartigkeit und “Persönlichkeit” von Produkten abhängt – sondern dass im Gegenteil auch die billigsten, kitschigsten Dinge aus der Massenproduktion für die Menschen das stiften können, was Ute Guzzoni das “Sinngewebe” von Subjekten und Objekten nennt.

Das Buch des Professors und Material World-Bloggers besteht aus 30 Einzelporträts:

Da ist der homosexuelle Platten- und Gefühlesammler, der 15 000 Schallplatten und 2000 CDs als “Repertoire der Emotionen” nutzt und das Wachsen solcher Besitztümer als ganz natürliches Wachsen auch der Person empfindet. Da ist das Pub-Besitzer-Paar im Ruhestand, das alle seine Wände mit Memorabilien aus der Zeit der Kneipengeselligkeit vollnagelt und nach und nach diejenigen, die nur noch in entfernterer Erinnerung sind, von konkreten Freunden in typisierte Anekdoten-Träger verwandelt: “Weißt Du noch, wie James und Mary . . .”

Da ist der Abkomme australischer Ureinwohner, dessen eigentliches Zuhause sein Laptop ist, mit dem er nicht nur seine Kontakte pflegt, sondern auch sich selbst archiviert, alles Private permanent in Ordnern ordnet, bereinigt und beschriftet. Da ist die gefühlvolle Griechin, die in einer “Welt des magischen Realismus” lebt, die über Schmuck, Möbel und Kleidung mit den toten Verwandten kommuniziert, die die Dinge einst benutzt haben. Der eine möbliert ständig um, der andere lässt alles stehen, bis es ihm beinahe unsichtbar erscheint.

>> weiter in der Sueddeutschen

Weitere Besprechungen des Buches sind zu finden im Independent und New Statesman. Siehe auch Daniel Millers Ankuendigung.

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“Study how and why people wear denim around the world!”

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Der Anthropologe Daniel Miller hat 30 Bewohner einer Londoner Strasse besucht. Das Resultat ist das Buch "The Comfort of Things". Die Sueddeutsche ist ganz begeistert:

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Neue Blicke auf “das Fremde”: Sozialanthropologie-Studentinnen geben Buch heraus

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Seminararbeiten verstauben oft in Schubladen. Wiener Sozialanthropologie-Studentinnen dagegen haben aus den Arbeiten ein Buch gemacht. Es hat den Titel “Das Fremde: Konstruktionen und Dekonstruktionen eines Spuks“.

Ich habe mich mit den beiden Redakteurinnen Stephanie Krawinkler und Susanne Oberpeilsteiner, Studierende der Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien, kurz per email unterhalten

antropologi.info: Wieso (noch) ein Buch ueber Fremde?

Stephanie Krawinkler und Susanne Oberpeilsteiner: Unser Sammelband umfasst 6 Beiträge, die in verschiedenen interdisziplinären Feldern angesiedelt sind: Philosophie, Psychologie, Wirtschaft, Politik, Geschichte – immer kombiniert mit einer kultur- und sozialanthropologischen Perspektive. Diese Interdisziplinarität ist eher ungewöhnlich und bietet daher einen neuen Zugang zum Thema. Uns war es ein Anliegen aufzuzeigen, welchen Beitrag Kultur- und SozialanthropologInnen in diesen Feldern leisten können.

Die Auseinandersetzung mit dem, was fremd ist, führt unweigerlich zur Frage nach Grenzen und der Überschreitung dieser Grenzen – was unserer Meinung nach auch für die Wissenschaften gelten sollte. Durch die interdisziplinären Beiträge möchten wir zeigen, dass besonders junge WissenschafterInnen ein Interesse haben über die Disziplingrenzen hinaus zu arbeiten und dabei den anthropologischen Fokus vertreten können.

Ueber welche Fremden schreibt Ihr und warum redet Ihr von einem Spuk?

DAS Fremde gibt es nicht. Es steht immer im Kontrast zum Eigenen und daher ist das Fremde auch für jede Person anders definiert. Den Texten liegt keine gemeinsame Definition des Fremden zu Grunde. Ein Spuk ist etwas, das man sich rational nicht erklären kann. Auf unseren Untertitel übertragen meint Spuk weniger genaues Wissen, als vielmehr eine Ahnung bzw. eine Annahme.

Dies trifft unserer Meinung gerade auf das Thema “Das Fremde” zu. Ein Stammtischthema, zu dem viele meinen, sie müssten mitreden – ohne sich mit “dem Fremden” direkt auseinanderzusetzen, ohne zu definieren, was damit gemeint ist. Jeder spricht über etwas anderes. Durch konkretes Hinschauen auf “Das Fremde” kann der Spuk dekonstruiert werden.

So zeigen etwa der Beitrag über Kritische Diskursanalyse und jener über die Begegnung zwischen Afrikanern und ÖsterreicherInnen in der Nachkriegszeit auf, wie diffuse Vorstellungen vom Fremden den Umgang mit ihnen im Alltag bestimmen. Mithilfe eines psychoanalytischen Zugangs macht die Autorin des Beitrags über einen Fanta-Werbespot deutlich, wie verdrängte Bedürfnisse dem Fremden zugeschrieben werden: Bamboocha, ein an sich inhaltsleerer Begriff, wird in Verbindung mit den Tugenden der Bevölkerung Hawaiis gebracht und im Rahmen des Werbespots auch mit Fanta gleichgesetzt. Durch den Kauf von Fanta können KonsumentInnen jene Bedürfnisse befriedigen, die sie in der westlichen, von Kapitalismus und Wettbewerb geprägten Gesellschaft verdrängen mussten.

In allen drei Beiträgen werden durch die Thematisierung der Fremdzuschreibungen die in den Köpfen der Menschen herumspukenden Vorstellungen vom Fremden dekonstruiert.

Hat das Buch eine Hauptaussage? Bietet ihr “Loesungen” oder alternative Perspektiven auf “die Fremden” an?

Das Buch bietet keine direkten Lösungen an. Einige Beiträge zeigen Dekonstruktionsmöglichkeiten auf, manche schlagen vor, die verwendeten Begriffe zu überdenken, – etwa zu hinterfragen, was man unter „Kultur“ tatsächlich versteht – eine isolierte Einheit, zu der man dazugehört oder nicht, oder einen Sinn- und Deutungshorizont, der allen offen steht; je nach Definition ergeben sich unterschiedliche Konsequenzen für Konzepte des Multikulturalismus.

Wieder andere Beiträge verweisen auf die Vorteile, die Vielfalt mit sich bringt und wie diese auch im Unternehmen sichtbarer gemacht und gefördert werden kann. Im Sinne der Kritischen Diskursanalyse machen alle Beiträge auf die Konstruiertheit „des Fremden“ aufmerksam, und darauf, dass man – je nach Perspektive – auch selbst der/die Fremde sein kann. Nur wenn man weiß, was man selbst und die Gesprächspartner unter diesem Begriff verstehen, kann man sich sinnvoll damit auseinandersetzen.

Habt Ihr schon mal ein Buch herausgegeben? Es ist, nehme ich an, nicht gerade alltaeglich, dass Studenten ein Buch herausgeben? Wie habt Ihr das auf die Reihe gekriegt? Ein langer muehsamer Prozess oder einfacher als man denkt?

Wir hatten keine Herausgeberinnenerfahrung als wir mit dem Projekt begannen. Dass Studierende ein Buch herausgeben ist nicht sonderlich alltäglich. So gab es zu Beginn auch etliche Unkenrufe, dass wir keinen Verlag und keine Förderer finden würden.

Doch die Skeptiker behielten nicht recht, unser Optimismus war überzeugend: Der LIT-Verlag hatte Interesse an unserem Manuskript und die Stadt Wien, das Land Vorarlberg, die Österreichische HochschülerInnenschaft und die Institutsgruppe Kultur- und Sozialanthropologie förderten unser Publikationsprojekt.

Von der Idee bis zur Verwirklichung sind beinahe 1,5 Jahre vergangen. In dieser Zeit wurden die Texte von den AutorInnen intensiv überarbeitet, der Verlag gesucht, die Finanzierungsanträge geschrieben, das Buch lektoriert und gelayoutet. Der Verein fokus_irrt hat uns über diesen Zeitraum hinweg unterstützt und uns viele Tipps zum Thema Veröffentlichung gegeben. Es war ein langer, arbeitsintensiver Weg – aber wir finden es hat sich gelohnt!

Besteht das Buch aus Seminararbeiten oder wurden die Texte extra fuer das Buch geschrieben?

Die Basis für die Beiträge wurde im Sommersemester 2006 im Rahmen eines Seminars erarbeitet. Begeistert von der Vielfalt der thematischen Inhalte und der intensiven Auseinandersetzung, wollten wir die Texte nicht nach der Benotung in der Lade bzw. in den PCs ‘verstauben’ lassen.

Als sich unsere Idee der Veröffentlichung konkretisierte, wurden die besten Seminararbeiten vom Seminarleiter Herrn Mag. Karall ausgewählt. Wir konnten dann die AutorInnen für unser Projekt begeistern.

Die Texte wurden zu einem Artikelentwurf umgearbeitet. In weitere Folge kontaktierten die AutorInnen erfahrene WissenschafterInnen und ersuchten Sie um eine Art review. Daraufhin wurden die Texte überarbeitet. Im Frühjahr 2008 folgte ein weiterer Qualitätskontrollschritt: KollegInnen vom Verein fokus_irrt haben die Texte nochmals lektoriert (reviewed). Nach einem weiteren Überarbeitungsschritt folgte eine letzte Kontrolle der Einarbeitungen bevor es ans Layouten ging.

An wen wendet sich das Buch? Ist es ein Fachbuch oder ist es allgemeinverstaendlich geschrieben?

Das Buch richtet sich an Studierende und Interessierte mit unterschiedlichstem fachlichen Hintergrund, die einen außergewöhnlichen Querschnitt zum Thema “Das Fremde” lesen möchten. Sprachlich richten sich die Texte nicht an ein rein ethnologisches Publikum – so haben wir auch darauf geachtet, kultur- und sozialanthropologische Fachbegriffe zu erklären. Der Sammelband ist vor allem für all jene interessant, die sich über die Grenzen ihrer Disziplin hinaus mit dem Thema beschäftigen wollen.

Hier ist das Inhaltsverzeichnisses des Buches, das vor ein paar Tagen im Lit-Verlag erschienen ist:

  • Peter H. Karall: Vorwort
  • Stephanie A. Krawinkler & Susanne Oberpeilsteiner: Einleitung
  • Caroline Purps: Die Kritische Diskursanalyse
  • Aleksandra Kolodziejczyk: _wien ist eine weltoffene stadt_
  • Susanne Oberpeilsteiner: Konzepte von Multikulturalität und Multikulturalismus
  • Stefan Weghuber: Begegnungen zwischen Afrikanern und ÖsterreicherInnen um 1945, am Beispiel Vorarlbergs
  • Stephanie A. Krawinkler: Diversity Management
  • Hanna M. Klien: Was ist Bamboocha?

AKTUALISIERUNG: Siehe auch meine Rezension des Buches: Buchbesprechung: Unser merkwürdiger Umgang mit "Fremdem"

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Seminararbeiten verstauben oft in Schubladen. Wiener Sozialanthropologie-Studentinnen dagegen haben aus den Arbeiten ein Buch gemacht. Es hat den Titel "Das Fremde: Konstruktionen und Dekonstruktionen eines Spuks“.

Ich habe mich mit den beiden Redakteurinnen Stephanie Krawinkler und Susanne Oberpeilsteiner, Studierende…

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Ethnologen, raus aus der Kulturfalle!

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Haben Türken türkische Kultur und Deutsche deutsche Kultur? Endlich ist ein Buch auf Deutsch herausgekommen, dass mit der Vorstellung aufräumt, die Welt sei in abgrenzbare Kulturen eingeteilt, und auf die fatalen Konsequenzen dieses Denkens hinweist – dazu noch leichtverständlich:

Maxikulti heisst das Buch, geschrieben von zwei Ethnologen, die wir vom Blog CultureMatters kennen: Joana Breidenbach und Pál Nyíri.

Ausgangspunkt des Buches ist ein Problem, das auf diesem Blog viel kritisiert wurde: die Kulturalisierung von Problemen: “Kopftuchdebatte, Karikaturenstreit, EU-Osterweiterung: Kulturelle Unterschiede halten immer stärker her als Erklärung für gesellschaftliche Konflikte”, so die Autoren. Der Glaube an die Unversöhnlichkeit von Kulturen boome. Unser Kulturbegriff, so die Ethnologen, sei falsch und gefährlich, führe zu schlechter Politik, humanitären Katastrophen zu Vorurteilen und Intoleranz.

Eines ihrer Beispiele handelt von Atsushi, einem japanischen Studenten, der an einer australischen Universität einen Linguistikkurs belegte, in dem es um kulturelle Aspekte von Sprache ging. (Quelle: weltbild.de):

Eines Tages forderte der Dozent ihn auf, den anderen Seminarteilnehmern zu zeigen, “wie Japaner sich begrüßen”. Atsushi hob seine Hand, wedelte mit den Fingern und sagte “Hello”.

Der Dozent war unzufrieden: “Ich meine, wie begrüßt du Menschen in eher formellen Situationen?”

Atsushi zuckte mit den Schultern und wiederholte seine Geste.

Nun wurde der Dozent – der von Atsushi erwartet hatte, dass er eine Verbeugung vorführt – langsam ärgerlich und fragte: “Was machst Du bitte schön, wenn Du dem Kaiser vorgestellt wirst?”

Atsushi, der sich inzwischen unangenehm bedrängt fühlte, erwiderte, er wolle den Kaiser lieber nicht kennen lernen.

Schlussendlich führte der Dozent selbst eine “typische japanische Begrüßung” vor, während Atsushi noch Wochen später empört von diesem Vorfall erzählte.

In der Berliner Gazette erklärt Joana Breidenbach:

In Maxikulti argumentieren Pal Nyiri und ich gegen eine Perspektive, die die Welt als Mosaik wechselseitig von einander abgegrenzter Kulturen sieht. Stattdessen beschreiben wir die enorme kulturelle Ausdifferenzierung weltweit, die es mit sich bringt, dass zwar immer weniger Menschen vor Ort ein gemeinsames kulturelles Inventar miteinander teilen, zugleich aber viele Brücken zu weit entfernt lebenden Menschen begehen können.

Immer mehr Menschen entwickeln ein kulturvergleichendes Bewusstsein: ihr Repertoire möglicher Verhaltensweisen und Normen erweitert sich im Kontakt mit anderen Kulturen. Diese Erweiterung der Wahlmöglichkeiten ist für die menschliche Entwicklung an sich unverzichtbar.

(…)

Ich möchte ein Bewusstsein dafür wecken, dass Kulturen von globalen Einflüssen nicht notwendigerweise zerstört werden, sondern Menschen Fremdes oft nutzen, um mehr sie selbst zu werden. Da heute so viele Menschen mit der gleichen Waren- und Ideenwelt konfrontiert sind, stellt sich die Frage nach den Gemeinsamkeiten neu.

Natürlich, schreiben die Ethnologen, seien in manchen Situationen Kenntnisse über kulturell unterschiedliche Werte und Verhaltensweisen notwendig. Doch es sei “wichtiger, Behauptungen kritisch zu hinterfragen, die im Namen von Kultur aufgestellt werden, und die dahinter versteckten Machtmechanismen zu verstehen.”

Das Buch steht als pdf zum Download bereit und ich werde im Laufe der nächsten Wochen vermutlich mehr darüber schreiben.

Ich hatte mich mit diesem Thema in meiner Lizenziatsarbeit Wessen Kultur bewahren? auseinandergesetzt und auch darauf hingewiesen, dass auch in der Ethnologie teils ein sehr zweifelhaftes Kulturverständnis aufzufinden ist. In einem führenden deutschsprachigen ethnologischen Wörterbuch fand ich folgende Definition von Kultur:

Kultur = die Summe der von einem Volk hervorgebrachten und tradierten geistigen, religiösen und künstlerischen Werte sowie seiner Kenntnisse und Handfertigkeiten, Verhaltensweisen, Sitten und Wertungen, Einrichtungen und Organisationen, die in ihrer strukturellen Verbundenheit als eine Art gewachsener Organismus den Lebensinhalt eines Volkes in einem bestimmten Zeitraum repräsentieren. Kultur kann aber auch kurz als Gruppenerscheinung einer völkischen Einheit angesprochen werden.

Dieses von der Nationalromantik geprägte Bild von Kultur ist besonders in der deutschsprachigen Ethnologie verbreitet, siehe u.a. Ethnologie-Einführungen und die Sonderstellung der deutschen Ethnologie.

UPDATE 1: >> Interview mit Joana Breidenbach im Dom-Radio

UPDATE 2: (via religionswissenschaft.info) Die Faz bespricht das Buch, siehe Die Irrtümer des Kulturalismus

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Wie nützlich ist der Begriff “Kultur” in der Zuwanderungsdebatte?

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Kindesmissbrauch bei den Aborigines: Kultur als Vorwand

Rassismus: Kultur als Deckmantel

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Mehr Fokus auf die Gemeinsamkeiten der Menschen! – Interview mit Christoph Antweiler

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Haben Türken türkische Kultur und Deutsche deutsche Kultur? Endlich ist ein Buch auf Deutsch herausgekommen, dass mit der Vorstellung aufräumt, die Welt sei in abgrenzbare Kulturen eingeteilt, und auf die fatalen Konsequenzen dieses Denkens hinweist - dazu noch leichtverständlich:

Maxikulti…

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“Verständlich schreibende Akademiker” – ZEIT lobt Afghanistan-Buch

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(via netbib) Wer hätts gedacht. “Das wohl genaueste Wissen, das sich in deutscher Sprache über Afghanistan auftreiben lässt” sammelt das Buch, das Soldaten, die in Afghanistan ihren Dienst verrichten mit auf den Weg bekommen”, lesen wir im ZEIT-Blog.

“Die Autoren sind sämtlich Akademiker und Asienkenner von Rang, sie schreiben frei von politisch korrekter Zielsetzung, und sie schreiben auch noch verständlich”, so ZEIT- Autor Jochen Bittner.

Das Buch, so Bittner weiter, sei kein „Hurra“-rufender Armee-Reiseführer. Je länger man liest, desto größer werden die Zweifel am Afghanistan-Projekt der Bundeswehr und anderer Armeen.

>> weiter bei der ZEIT

Unter den Autoren befindet sich u.a. der Ethnologe Erwin Orywal, den ich letzten Sommer interviewt hatte.

Das Buch gibt es gratis für alle im Netz.

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Immer mehr Ethnologinnen bei der Bundeswehr

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