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“Sterbehilfe ist ein westlicher Begriff”

Anlaessich eines politischen Vorstosses fuer aktive Sterbehilfe sprach das Hamburger Abendblatt mit Bernd Schmelz vom Hamburger Museum für Völkerkunde. Schmelz erzaehlt von “Sterbehilfe” bei den Inuit und afrikanischen Koenigstuemern, kommt dennoch zum Schluss:

Daß man töten muß, um jemanden vom Leiden zu erlösen, ist mir von den Traditionen anderer Kulturen her nicht bekannt. Sterbehilfe scheint mir ein westlich geprägter Begriff zu sein.

>> weiter im Hamburger Abendblatt

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Anlaessich eines politischen Vorstosses fuer aktive Sterbehilfe sprach das Hamburger Abendblatt mit Bernd Schmelz vom Hamburger Museum für Völkerkunde. Schmelz erzaehlt von "Sterbehilfe" bei den Inuit und afrikanischen Koenigstuemern, kommt dennoch zum Schluss:

Daß man töten muß, um jemanden vom…

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ZEIT nicht beeindruckt ueber “Projekt Migration”

Nur wenige Texte wie der von Sabine Hess über »Au-pair«-Kräfte aus Osteuropa lösen den hohen Anspruch des Projekts ein, eine andere Perspektive auf Migration zu erarbeiten, urteilt die ZEIT in einer Besprechung des 869 Seiten starken Werkes Projekt Migration, in dem 50 Jahre Migration erforscht werden.

Beteiligt sind das Kölner Dokumentationszentrum über die Migration in Deutschland, das Institut für europäische Ethnologie der Universität Frankfurt, der Kölner Kunstverein und die Züricher Hochschule für Gestaltung und Kunst.

>> weiter in der ZEIT

SIEHE AUCH:

Ausstellung “Projekt Migration”im Kölnischen Kunstverein

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Einwanderung, Stadtentwicklung und die Produktion von “Kulturkonflikten”

Die Frankfurter Rundschau berichtet ueber eine Tagung in Frankfurt zum Thema Einwanderung und Stadtentwicklung.

Ethnologe Werner Schiffauer nannte als einen der Gründe für mangelhafte Integration von Einwanderern den Wandel der SPD und der Gewerkschaften. Diese haetten ihre Kraft als “Integrationsmaschinen” verloren. Diese Luecke haetten islamische Gemeinden wie Milli Görüs gefuellt, die “der Straße etwas entgegensetzen”, nicht zuletzt mit “einer Anreizstruktur” für Jugendliche und mit Familienberatung samt Hotline.

Interessant auch Aussagen des Geografen Andreas Pott. Anwohner fuehlten sich durch die Gebetsrufe eines Muezzins gestört – eigentlich ein gewoehnlicher staedtischer Konflikt (vergleichbar mit lauter Musik der Nachbarn etc). Eine Dramatisierung entstand erst durch eine Ethnisierung der Auseinandersetzung, bei der Deutsche unterschiedslos als Christen und Türken als Muslime klassifiziert wurden.

>> weiter in der Frankfurter Rundschau

Schiffauer sagte vor kurzem in einem Interview mit dem Deutschlandfunk Islamunterricht an deutschen Schulen sei ueberfallig.

Die Frankfurter Rundschau berichtet ueber eine Tagung in Frankfurt zum Thema Einwanderung und Stadtentwicklung.

Ethnologe Werner Schiffauer nannte als einen der Gründe für mangelhafte Integration von Einwanderern den Wandel der SPD und der Gewerkschaften. Diese haetten ihre Kraft als "Integrationsmaschinen" verloren.…

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Ausstellung: Werte und Normen über alte Menschen ethnographisch aufspüren

Manches Kind hat keine Vorstellung vom Leben aelterer Leute. Der Kontakt zwischen Jung und Alt fehlt naemlich. Das ist einer der Erkenntnisse des Ausstellungsprojektes im Marburger Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft. Die Ausstellung „Das Bild des Alters – das Alter im Bild“ ist noch bis zum 30. Juni zu sehen, meldet die Oberrheinische Presse.

Manches Kind hat keine Vorstellung vom Leben aelterer Leute. Der Kontakt zwischen Jung und Alt fehlt naemlich. Das ist einer der Erkenntnisse des Ausstellungsprojektes im Marburger Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft. Die Ausstellung „Das Bild des Alters – das Alter im…

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Dissertation: Wie entwickelt sich eine Stammeskultur in der Stadt?

(via lightning.antville.org) Eine sehr schön geschriebene Geschichte in der taz über eine Ethnologin, die fuer ihre Doktorarbeit die Stammeskultur in Berliner Clubs erforscht. Das Thema: “alternative Technoszene”.

Anna Schöne steht allein an der Bar. Sie trägt eine modische Achtzigerjahrefrisur und ein ärmelloses, neonrosa Top mit russischen Sportabzeichen. Ihr Blick wandert langsam durch den Raum und streift jeden der Anwesenden. “Ich arbeite wie eine Kamera”, erklärt sie. “Ich versuche, erst einmal alles aufzunehmen.”

Anna Schöne ist Ethnologin.

Sie untersucht grundlegende Fragen zum Leben in der Stadt:

“Inwieweit lässt eine Stadt eine bestimmte Szene zu? Und inwieweit nimmt eine Szene die Gegebenheiten einer Stadt auf und entwickelt auch aus dem Ideellen, das wir mit einer Stadt verbinden, einen bestimmten Stil? Die Analyse der Szene als urbaner Akteur stellt bisher ein soziologisches Defizit dar.” Viel zu lange, glaubt sie, ist Subkultur als bloße Gegenkultur verstanden worden. “Das Spezifische an der Subkultur ist, dass sie das, was unsere Kultur ausmacht, bewusst macht, ausdrückt und in Begriffe und einen Stil bringt.”

taz-Autor Matthias Andreae beschreibt auch sehr schoen wie die Ethnologin – wie es sich gehoert – teilnehmend beobachtet. Zusehr? Sogar den Leitspruch “Don#t fuck the natives” fordert sie heraus.

Auch Schöne ist von den anderen Szenegängern auf der Tanzfläche kaum zu unterscheiden. Die langen dunkelbraunen Haare fallen ihr ins Gesicht. Sie reckt die geballte Faust in die Höhe und hüpft im Takt der Musik auf und ab. Mehr und mehr scheint sie selbst Teil dieser Welt zu werden.

Interessant ihre Einschaetzung von Ethnologen. Laesst sich das so verallgemeinern?

“Alle Ethnologen sind Ersatzabweichler. Sie fühlen sich zu exotischen Milieus hingezogen, ihnen fehlt aber der Mut, selbst einen solchen Lebensentwurf zu verwirklichen. Deshalb unternehmen sie nur Ausflüge mit Rückfahrkarte.”

>> zum Bericht in der taz: Die Argonauten des östlichen Berlins

PS: Erst als ich den Beitrag fertiggeschrieben hatte, bemerkt, dass der Text nicht gestern (27.1.), sondern bereits am 27.12.03 veroeffntlicht wurde. Ueber Anna Schöne ist merkwuerdigerweise seitdem nix im Netz erschienen

(via lightning.antville.org) Eine sehr schön geschriebene Geschichte in der taz über eine Ethnologin, die fuer ihre Doktorarbeit die Stammeskultur in Berliner Clubs erforscht. Das Thema: "alternative Technoszene".

Anna Schöne steht allein an der Bar. Sie trägt eine modische Achtzigerjahrefrisur…

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