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Die virtuelle Fachbibliothek Südasien (Savifa)

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In der Ethnologie haben wir Evifa, fuer Suedasien speziell gibt es Savifa – eine virtuelle Fachbibliothek, ein Wegweiser durch die fachlich relevanten Ressurcen im Internet. Savifa ist interdisziplinaer und wird von der Uni Heidelberg betrieben(Südasien-Institut – UB Heidelberg).

Wie suedasien.info meldet, ist soeben das erste Themenportal fertig geworden und im Netz. Es heisst Varanasi Displayed und präsentiert (An-)sichten der Stadt Varansi am Ganges, die auch Benares oder Kashi genannt wird. Das Themenportal beinhaltet eine virtuelle Fotogalerie mit Bildern des Fotografen Thomas Effinger, zwei historische Reisebeschreibungen und eine Bibliographie , die aus dem Varanasi Research Project am Südasien-Institut der Universität Heidelberg hervorgegangen ist.

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In der Ethnologie haben wir Evifa, fuer Suedasien speziell gibt es Savifa - eine virtuelle Fachbibliothek, ein Wegweiser durch die fachlich relevanten Ressurcen im Internet. Savifa ist interdisziplinaer und wird von der Uni Heidelberg betrieben(Südasien-Institut - UB Heidelberg). …

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Für eine subjektivere Ethnologie: David Signer aktuell mit ethnologischem Roman

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“Journalismus, Ethnologie und Literatur sind bei mir immer nebeneinander gelaufen”, sagt der Ethnologe David Signer in einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt. der soeben einen ethnologischen Roman veröffentlicht hat. In «Keine Chance in Mori» schickt er einen Schweizer Kulturschaffenden in die Wüste.

Das Buch basiert auf seinen Feldforschungserfahrungen in Afrika:

Praktisch alle Details im Roman sind so passiert, sogar die Krankheiten habe ich am eigenen Leib erfahren. Mein Buch ist ein Traum – oder ein Albtraum. Mit dem Schreiben habe ich Situationen, die mich verfolgt haben, eine Gestalt gegeben, sie vielleicht gebannt. Es geht um die Darstellung der Grunderfahrung des Sichverlierens in einer fremden Welt.

Signer fordert mehr Subjektivität in der Ethnologie. Eine literarische Sprache kann vieles besser ausdrücken als die nüchtern wissenschaftliche:

Ich war mit einem Stipendium des Nationalfonds drei Jahre in Afrika, um die Habilitation zu schreiben. Ich habe mich aber damals schon schwer getan mit dem akademischen Korsett, das Hexereibuch ist prompt durchgefallen. Die Wissenschafter haben es wohl als zu wenig analytisch empfunden. Meiner Meinung nach hätte es noch subjektiver sein können, man sollte das Subjektive in den Dienst des Objektiven stellen. Die Hexerei kann man, wie vieles andere auch, nur von innen heraus verstehen, wenn man sich persönlich verwickeln lässt.

Heute tendiert man zu einer soziologischen, messbaren, überprüfbaren Ethnologie. Der Roman ist aber ethnologisch im Sinn einer Erforschung. Ich versuche, einer Erfahrung gerecht zu werden – und dafür ist die literarische Sprache geeigneter als die wissenschaftliche.

>> zum Interview im St.Galler Tagblatt

SIEHE AUCH:

The Secret of Good Ethnographies – Thomas Hylland Eriksen’s Engaging Anthropology

“Grüezi”: David Signers neue Buch über die Exotik des Schweizer Alltags

David Signer: Hexerei und warum Afrika nicht vom Fleck kommt

David Signer: Was haben afrikanische und appenzellische Heiler gemeinsam?

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"Journalismus, Ethnologie und Literatur sind bei mir immer nebeneinander gelaufen", sagt der Ethnologe David Signer in einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt. der soeben einen ethnologischen Roman veröffentlicht hat. In «Keine Chance in Mori» schickt er einen Schweizer Kulturschaffenden…

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Ethnologie- und Kunststudierende stellen riechende Strassen aus

Das Ausstellungsprojekt “Sensing the street” erforscht die Sinnlichkeit von Straßen. Studierende der Ethnologie und Kunst zeigen, wie die Ackerstraße riecht, die Adalbertstraße tönt und die Karl-Marx-Straße sich anfühlt, schreibt die taz:

“Sensing the street” heißt das interdisziplinäre studentische Ausstellungsprojekt, das drei Straßen unter die sinnliche Lupe nimmt. Drei Semester lang haben Studierende des Instituts für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität (HU) und des Instituts für Klangkunst der Universität der Künste (UdK) zusammen geforscht und experimentiert: Wie fühlt sich Berlin an? Diese Frage wollen sie anhand der Ackerstraße, der Kreuzberger Adalbertstraße und der Neuköllner Karl-Marx-Straße beantworten.

Die drei Straßen stehen exemplarisch für typische Berliner Erfahrungen: Teilung, Wiedervereinigung, wirtschaftlicher Niedergang. “Künstlerisch-ethnologische Verdichtung” nennt der Ethnologie-Professor Rolf Lindner die Methode, mittels derer seine Studierenden die besondere Stimmung einer Straße wiedergeben.

>> weiter in der taz

>> Webseite der Ausstellug

UPDATE: Der Tagesspiegel berichtet ueber die Ausstellung: So schmeckt die Großstadt

Das Ausstellungsprojekt "Sensing the street" erforscht die Sinnlichkeit von Straßen. Studierende der Ethnologie und Kunst zeigen, wie die Ackerstraße riecht, die Adalbertstraße tönt und die Karl-Marx-Straße sich anfühlt, schreibt die taz:

"Sensing the street" heißt das interdisziplinäre studentische Ausstellungsprojekt, das drei…

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Ethnologischer Ethnozentrismus: Neugestaltete Ethnologik im Netz

Die ersten Artikel der neuen Ausgabe der von Münchner Ethnologiestudenten gestalteten Zeitschrift Ethnologik sind im Netz. Neu kann man die Texte auch kommentieren! Die Ethnologik hat nun endlich den Weg ins Netz gefunden. Eine gute Nachricht!

Inhaltlich habe ich weiterhin Probleme mit dem Blatt. Bereits in zwei Texten kam der Ethnozentrismus vorangegangener Ausgaben wieder zum Vorschein. Die Autoren reden von “Uns” (weisse Mitteleuropaer) und den (exotischen, evtl problematischen) “Anderen”.

Im obskuren Text Warum „betrügen“ Chinesen? z.B. schlägt Stefan Mittermeier mit zweifelhaften Generalisierungen um sich. Er schreibt z.B:

List wird von uns Europäern intuitiv als etwas Schlechtes empfunden.

(…)

Nun unterscheidet sich die chinesische Vorstellung von der Welt extrem von der unseren. Die Chinesen haben sich niemals in dem Maße für die „Wahrheit“ interessiert wie das die griechischen Philosophen taten.

(…)

Wir Europäer wissen ganz genau wie sich ein Chef seinen Untergebenen gegenüber verhalten muss. Ist der Untergebene aber ein persönlicher Freund, sollte dieser nicht genauso behandelt werden, da Konflikte unweigerlich die Folge sind. „Privates und Berufliches sollte man am Besten trennen“, sagt der Volksmund trefflich.

Wer sind diese Europaer und wer sind die Chinesen? Ist das Ethnologie?

Ein anderes Beispiel ist der Text Menschenrechte. Jens Zickgraf geht der Frage nach ob sich universale Menschenrechte als Grundlage einer globalen Rechtsordnung legitimieren lassen?

Zickgrafs Text wimmelt auch von klischeehaftem Ethnozentrismus, der gerade in diesen islamophoben Zeiten politisch korrekt geworden ist. Sollte man nicht von Ethnologen einen differenzierten Blick erwarten? Hier eine Kostprobe:

Allerdings ist es fraglich, ob die Idee der Menschenrechte, die ihrerseits tief in der europäischen Geschichte wurzelt und mit ihrer Konzentration auf das Individuum vielfach im Konflikt mit anderen Welt- und Menschenbildern steht, wirklich geeignet ist, um als ethisches Leitbild einer „Weltgemeinschaft“ Bestand zu haben.

Oder hier:

So besteht ein großer Unterschied darin, ob die „Würde des Menschen“ wie im säkularisierten Europa von seiner Vernunftbegabung abgeleitet wird oder, wie beispielsweise in vielen islamischen Regionen, vom Dasein als Geschöpf Gottes.

Menschenrechte etwas europäisches? Europa säkularisiert? Wie kommt Zickgraf darauf?

Im Netz sind auch noch ein paar interessante Buchbesprechungen. Vermutlich werden weitere Texte folgen.

>> zur neuen Ethnologik-Ausgabe 2/2007

AKTUALISIERUNG: Neuer Beitrag zur neuen Ausgabe: Neue Ethnologik: Kluge Worte zum Studium und zur “Anwendbarkeit” von Ethnologie

SIEHE AUCH:

Ethnologik und Ethmundo: Vermitteln Ethnozentrismus und ein ueberholtes Bild von der Ethnologie?

David Graeber: There never was a West! Democracy as Interstitial Cosmopolitanism

PS: Am Rande: Zur Stellung von Demokratie in Deutschland, siehe Eintrag bei Kulturwissenschaftliche Technikforschung

Die ersten Artikel der neuen Ausgabe der von Münchner Ethnologiestudenten gestalteten Zeitschrift Ethnologik sind im Netz. Neu kann man die Texte auch kommentieren! Die Ethnologik hat nun endlich den Weg ins Netz gefunden. Eine gute Nachricht!

Inhaltlich habe ich weiterhin Probleme…

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Nun auch Live-Blogging vom der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde

Nach dem Live-Blogging bei der Volkskunde-Tagung Bilder Bücher Bytes wird es nun auch Live-Blogging bei der Ethnologen-Tagung geben. Die Volkskundler haben innerhalb nur weniger Tage eine imponierende Sammlung an Texten, Podcasts und Bildern zusammengestellt.

Am morgigen Montag startet die…

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