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Hvorfor er barnløshet et tabu?

Det er ikke mange antropologistudenter i Norden som blogger om faglige ting. Assad Nasir er en av dem, og i det siste innlegget kommenterer han Knut Olav Åmås’ spennende kronikk De frivillig barnfrie.

Det er et av de største tabu i vårt samfunn i dag å tenke: Jeg ønsker meg ikke barn. Assad Nasir peker på at Norge ikke bare har et av de høyeste andel fødende kvinner blant befolkningen. Norge ligger også på verdenstoppen i adopsjon. Han mener frivillig barnløshet har blitt mer tabubelagt fordi det ikke lenger finnet en “legitim” grunn for ikke å ha barn eller å ikke ville ha barn:

Bioteknologien har gjort det mulig for en kvinne som naturlig ikke kan få barn nettopp å kunne få barn, og velferdsordninger som fødselspermisjon, barnehage osv. har gjort det mulig for kvinner å ha barn samtdig som å ha karriere.

Skal en trekke det litt langt, og jeg velger å gjøre det her, så kan en påstå at kvinnefrigjørerne, som i all hovedsak har bestått av kvinner selv, har tapt kampen for sine egne kjønnsfeller. Kvinnen har frigjort seg økonomisk, til en viss grad, men parolen om å bestemme over egen kropp virker i denne sammenhengen totalt mislykket. Det normative kravet om å ønske seg barn og få barn kan sees på som overstyrende “sjølråderett over egen kropp” når de frivillig barnfrie fremstilles som “unormale” av majoriteten, eller de barnekjære kvinners hegemoni.

>> les hele saken på Assad Nasirs blogg

Antropolog Malin Noem Ravn har kommet til en lignende konklusjon, se – Mindre rom for å velge bort barn enn noensinne

Det er ikke mange antropologistudenter i Norden som blogger om faglige ting. Assad Nasir er en av dem, og i det siste innlegget kommenterer han Knut Olav Åmås' spennende kronikk De frivillig barnfrie.

Det er et av de største tabu i…

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Hvordan måle effekten av alternativ behandling?

Slikt kan det gå: Du skriver en avhandling om et tema som kun få er interessert i. Men så skjer det et eller annet og plutselig blir du etterspurt som ekspert. Slikt gikk det med antropolog Helle Johannessen som i mange år har forsket på alternativ medisin.

Idag er hun professor på Syddansk Universitet og har netopp fått en bevilgning på mer enn ti millioner kroner for å utvikle tverrrfaglige metoder for å evaluere effekten av alternative behandlingsformer.

>> les hele saken i Fyens Stiftstidende

OPPDATERING Kristeligt Dagblad (2.1.09) skriver mer om denne saken:

Forskning i eksistens og samfund Kræftpatienter, som bruger alternativ behandling, føler sig friskere og mere funktionsdygtige, viser nyt forskningsprojekt, men lægerne er stadigt skeptiske over for effekten på sygdommen

>> les hele saken

SE OGSÅ:

Antropologer undersøker alternativ kreftbehandling

Forsket på hvorfor markedet for healing vokser

Forsker på synske dansker

For en kultursensitiv psykiatri: “Hør på syke mennesker!”

Hansen, Kenneth (2006): A better life in a better world. The search for community and well-being among spiritualists in contemporary London

Slikt kan det gå: Du skriver en avhandling om et tema som kun få er interessert i. Men så skjer det et eller annet og plutselig blir du etterspurt som ekspert. Slikt gikk det med antropolog Helle Johannessen som i…

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Ethnologe Christoph Antweiler: Wie universell sind die Menschenrechte?

Heute wurde das 60jährige Jubiläum der Menschenrechtserklärung gefeiert. Das Deutschlandradio unterhält sich aus diesem Anlass mit dem Ethnologen Christoph Antweiler über die Universalität der Menschenrechte: Sind denn die Menschen überhaupt universell genug für universelle Rechte?

Antweiler hat letztes Jahr das Buch geschrieben Was ist den Menschen gemeinsam?: Über Kultur und Kulturen (siehe auch mein Interview mit ihm hier auf antropologi.info).

Im Gegensatz zu seinen amerikanischen Kollegen, die vor 60 Jahren sich gegen die Universalität aussprachen, hält Antweiler die Vorstellung, dass es einen Katalog von Rechten geben kann, der für alle Gegenden der Welt gilt, für eine “sehr gute” und “wichtige” Idee. Jedoch gebe es lokale Varianten der Rechte. Nicht alles liesse sich 1-1 übertragen. “Das Wichtigste ist”, sagt er, “dass man Universales und Relatives, Kulturrelatives, nicht gegeneinander ausspielt.”

Weiter sagt Antweiler:

Bestimmte Kernbestände der Moral gibt es durchaus kulturübergreifend. Aber erst mal muss man dagegen argumentieren gegen diese These, dass es in allen anderen Kulturen einfach völlig andere Moral gebe. Es ist erst mal so, die Idee der Menschenrechte ist vorwiegend im Westen geäußert worden. Sie ist aber absolut nicht rein westlich, schon 1948 in den Gremien saßen Vertreter nichtwestlicher Kulturen.

Zweitens, die Idee der Menschenrechte musste sich im Westen selber erst gegen extreme Widerstände langsam mit vielen Konflikten durchsetzen, was übrigens auch die Kirchen betrifft, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg langsam das wirklich anerkannt haben.

Andererseits, wenn man in andere Kulturen geht, zum Beispiel aktuell jetzt nach China, wo immer gesagt wird, dort gebe es nur so Kommunalorientierung gegen den Individualismus, das stimmt großenteils, aber auch nicht nur. Alle Traditionen, alle großen Traditionen und Religionen haben auch Gegenrichtungen, abweichende Richtungen. So gibt es zum Beispiel durchaus in chinesischen Traditionen, das kann man heute nachweisen, die Idee der individuellen Freiheit

>> zum Interview im Deutschlandradio

In der dänischen Wochenzeitung Weekendavisen (so etwas wie die Weltwoche oder Zeit) erschien vergangenen Freitag ein sehr spannender Text, der mit der weitverbreiteten Auffassung, die Menschenrechtserklärung widerspiegele “westliche Werte”, aufräumt. Als die Erklärung vor 60 Jahren unterschrieben wurde, waren die Menschenrechte alles andere als “westlich”, klärt das eher konservative Blatt auf. Mit den grössten Widerstand gegen die Erklärung kam von den westlichen Ländern, besonders von den USA.

So waren z.B. “muslimische Länder” (leider nicht näher spezifiziert) mehr interessiert daran, soziale Rechte (Recht auf Arbeit, Wohnung, Bildung, Gesundheit etc, Artikel 22-26) in die Erklärung einzubringen als die USA. Diese sozialen Rechte harmonierten mit der Soziallehre des Koran, kollidierten jedoch mit USAs kapitalistischem Ethos. Die Einführung dieser Rechte versuchte die USA zu bremsen. USA meinte, die Menschenrechte sollten sich auf Freiheitsrechte beschränken. Unterstützung bekamen die muslimischen Länder u.a. von sozialistischen Delegierten aus Lateinamerika und von der Sowjetunion.

USA war auch gegen den Artikel 16, wonach Frauen und Männer das Recht haben “ohne Beschränkung aufgrund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion” zu heiraten und eine Familie zu gründen. Dies war in den wenigsten Staaten der USA erlaubt, vor allem nicht in Süden. Erst ab 1967 durften Weisse und Schwarze überall in den USA heiraten. USA allierte sich in dieser Frage mit dem Apartheidstaat Südafrika.

Wenn die Erklärung nicht nur um Männer handelt, haben wir dies Weekendavisen zufolge nicht westlichen Feministen zu verdanken, sondern Frauen aus Lateinamerika und Asien (besonders aus Indien / Pakistan). Diese Frauen sorgten dafür, dass es nicht heisst “all men are created equal”, sondern “all human beings are created equal”.

Interessanterweise gab es auch viel Protest von Ethnologen gegen die Universalität der Menschenrechte. Sie verstanden die Erklärung als “westlichen Imperialismus”. In einem Protestschreiben argumentierte die American Anthropological Association dafür dass weltumspannende Standards auf dem Prinzip basieren sollten, dass der Mensch frei sei, wenn er so lebe wie seine Gesellschaft Freiheit definiere. Hier kann man sich fragen, wer Freiheit definiert: Herrscher, die Frauen steinigen oder die Demokratievorkämpfer im Land, die das Steinigen als Menschenrechtsverletzung ansehen.

Schliesslich sah keiner der UNO-Representanten, die die Erklärung formulierten (Delegierte aus Libanon und China waren entscheidend darin beteiligt), die Rechte als etwas Westliches an. Der Chinese Peng Chen Chang meinte z.B. dass der Konfuzianismus das eigentliche Fundament der Erklärung darstelle.

>> zum Text in Weekendavisen von Jesper Vind Jensen und Klaus Wivel (auf Dänisch)

Zum Thema “universelle Moral” habe ich mich mit dem norwegischen Philosophen Odin Lysaker unterhalten, siehe Does the answer exist in human nature?

SIEHE AUCH:

Mehr Fokus auf die Gemeinsamkeiten der Menschen! – Interview mit Christoph Antweiler

Ethnologen, raus aus der Kulturfalle!

Jack Goody: “The West has never been superior”

David Graeber: There never was a West! Democracy as Interstitial Cosmopolitanism

What holds humanity together? Keith Hart and Thomas Hylland Eriksen: This is 21st century anthropology

Heute wurde das 60jährige Jubiläum der Menschenrechtserklärung gefeiert. Das Deutschlandradio unterhält sich aus diesem Anlass mit dem Ethnologen Christoph Antweiler über die Universalität der Menschenrechte: Sind denn die Menschen überhaupt universell genug für universelle Rechte?

Antweiler hat letztes Jahr…

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Eine “grossartige” Ethnographie über die Dinge in unseren Wohnungen

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Der Anthropologe Daniel Miller hat 30 Bewohner einer Londoner Strasse besucht. Das Resultat ist das Buch “The Comfort of Things”. Die Sueddeutsche ist ganz begeistert:

Dieses literarisch und menschlich in den Bann ziehende Sachbuch führt vor, wie heutige Menschen über die Objekte in ihren Häusern und Wohnungen zu sich selbst und zu anderen finden; wie ihr Menschsein jedenfalls ohne ihre intensive oder auch nur sporadische und nonchalante Beziehung zu den sie umgebenden Gegenständen nicht verstanden werden kann.

Und Daniel Millers Buch zeigt einleuchtend, dass der Wert solcher Beziehungen keineswegs von der Einzigartigkeit und “Persönlichkeit” von Produkten abhängt – sondern dass im Gegenteil auch die billigsten, kitschigsten Dinge aus der Massenproduktion für die Menschen das stiften können, was Ute Guzzoni das “Sinngewebe” von Subjekten und Objekten nennt.

Das Buch des Professors und Material World-Bloggers besteht aus 30 Einzelporträts:

Da ist der homosexuelle Platten- und Gefühlesammler, der 15 000 Schallplatten und 2000 CDs als “Repertoire der Emotionen” nutzt und das Wachsen solcher Besitztümer als ganz natürliches Wachsen auch der Person empfindet. Da ist das Pub-Besitzer-Paar im Ruhestand, das alle seine Wände mit Memorabilien aus der Zeit der Kneipengeselligkeit vollnagelt und nach und nach diejenigen, die nur noch in entfernterer Erinnerung sind, von konkreten Freunden in typisierte Anekdoten-Träger verwandelt: “Weißt Du noch, wie James und Mary . . .”

Da ist der Abkomme australischer Ureinwohner, dessen eigentliches Zuhause sein Laptop ist, mit dem er nicht nur seine Kontakte pflegt, sondern auch sich selbst archiviert, alles Private permanent in Ordnern ordnet, bereinigt und beschriftet. Da ist die gefühlvolle Griechin, die in einer “Welt des magischen Realismus” lebt, die über Schmuck, Möbel und Kleidung mit den toten Verwandten kommuniziert, die die Dinge einst benutzt haben. Der eine möbliert ständig um, der andere lässt alles stehen, bis es ihm beinahe unsichtbar erscheint.

>> weiter in der Sueddeutschen

Weitere Besprechungen des Buches sind zu finden im Independent und New Statesman. Siehe auch Daniel Millers Ankuendigung.

SIEHE AUCH:

“Study how and why people wear denim around the world!”

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Der Anthropologe Daniel Miller hat 30 Bewohner einer Londoner Strasse besucht. Das Resultat ist das Buch "The Comfort of Things". Die Sueddeutsche ist ganz begeistert:

Dieses literarisch und menschlich in den Bann ziehende Sachbuch führt vor, wie heutige Menschen über die…

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Open access to all doctoral dissertations at Temple University

(via Open Access News) Temple University has decided to provide open access to all its doctoral dissertations, starting with those completed August 2008 as Steven Bell, Associate University Librarian announced only a few days ago.

You can browse and search the archive on the Temple University Electronic Dissertations website. A quick search revealed that there are already two anthropology dissertations available:

Carolyn P. Merritt (2008): Locating the Tango: Place and the Nuevo Social Dance Community [link removed upon request by author]

Jay F. Gabriel (2008): Objectivity and Autonomy in the Newsroom: A Field Approach

Bell explains:

Many other leading research universities have created similar “open-access” electronic dissertation repositories and have found that cutting-edge doctoral research is more frequently read and cited as a result of making dissertations globally available in an open-access repository. For example, the University of Nebraska-Lincoln recently reported their open-access dissertations are downloaded sixty times more frequently than are restricted versions offered through the institutional subscription to Digital Dissertations.

He writes that the Libraries will no longer add paper copies of Temple dissertations to the Library stacks nor will it collect dissertations on microfilm.

>> see the official announcement by Temple University

“I hope that all universities will consider an Open Access mandate for electronic theses and dissertations”, comments Peter Suber from Open Access News. Furthermore, Temple should consider an Open Access mandate for peer-reviewed journal articles by faculty, for example, like the Harvard policy.

SEE ALSO:

Anthopology and open access to scholarship. New alliances threaten the American Anthropological Association

2006 – The Year of Open Access Anthropology?

ScientificCommons.org – The Open Access Search Engine

essays.se: Open access to Swedish university papers

A year ago, I wrote Already lots of publications in the open access anthropology repository Mana’o but it seems that the project is dead as the website has been down for several weeks now.

(via Open Access News) Temple University has decided to provide open access to all its doctoral dissertations, starting with those completed August 2008 as Steven Bell, Associate University Librarian announced only a few days ago.

You can browse and search…

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