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– Elever fra muslimske friskoler klarer seg best

“Muslimske friskoler sender flest i gymnasiet”, skriver Jyllands-Posten. 41 prosent av eleverne fortsetter på videregående – mot landsgjennomsnittet ligger på 26 prosent. “Elever og forældre føler sig ofte bedre tilpas i privatskolerne end i folkeskoler, fordi de ikke skal kæmpe for deres identitet, hvilket skaber større fokus på det faglige”, sier antropolog Annette Haaber Ihle fra Københavns Universitet som har vært på feltarbeid på flere muslimske friskoler.

>> les hele saken i Jyllands-Posten

Men antropologen oppdaget også etter hennes oppfatning kritikkverdige forhold i undervisningen ved Danmarks muslimske friskoler, spesielt når det gjelder kreative fag og “innholdet og de autoritære metodene i religion og morsmål”. Dessuten får ikke barna såkalte “medborger-færdigheder”, sa Annette Haaber Ihle til Danmarks ifjor:

– Forældrene er meget bogligt orienterede og autoritære i deres forståelse af dannelsesidealet. Folkeskolen opererer med et andet dannelsesideal, der betyder, at læreren ikke kan nøjes med envejs-kommunikation. Udenadslære giver ikke pote, når man skal ud på arbejdsmarkedet.

>> les hele saken i Danmarks Radio

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"Muslimske friskoler sender flest i gymnasiet", skriver Jyllands-Posten. 41 prosent av eleverne fortsetter på videregående - mot landsgjennomsnittet ligger på 26 prosent. "Elever og forældre føler sig ofte bedre tilpas i privatskolerne end i folkeskoler, fordi de ikke skal…

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Das Wissen der Bauern: Ethnologen und Bodenforscher im selben Team

Bauern koennen das lokale Wetter durchaus besser vorhersagen als Meteorologen in der fernen Hauptstadt. Und ihr Wissen ueber die Beschaffenheit des Bodens ist “nach wie vor unersetzlich”. Das Wissen von Landwirten ist Gegenstand einer interdisziplinaeren Arbeitsgruppe an der Wiener Universität für Bodenkultur, meldet der Standard.

Die Arbeitsgruppe “Wissenssysteme und Innovationen” fügt wissenschaftlich zusammen, was Fachbereichsgrenzen trennen: So gehören diesem Team neben anderen Forschern verschiedenster Disziplinen auch Hemma Burger-Scheidlin und Anja Christanell vom Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität Wien an, lesen wir:

Um herauszufinden, was Bauern über ihr Klima und ihren Boden wissen, verbrachten die beiden Forscherinnen jeweils 15 Monate im Großen Walsertal in Vorarlberg bzw. in der Weststeiermark, wo sie neben zahlreichen strukturierten Interviews auch viele informelle Gespräche mit Landwirten führten.

Wie sich dabei herausstellte, spielt das lokale Wetterwissen in Zeiten von Satellitenbildern nicht mehr die Rolle, die es früher hatte. Es wird allerdings – vor allem von den älteren Leuten – sehr wohl noch verwendet, um die Wettervorhersagen auf die eigenen kleinräumigen Verhältnisse abzustimmen: So brach ein 70-jähriger Bauer nach dem Interview mit Burger-Scheidlin trotz schwarzer Wolken ostentativ zu einem Spaziergang mit seinem Enkel auf – und tatsächlich blieb der angesagte Regen aus.

>> weiter im Standard

Gleichzeitig informierte Texas University in einer Pressemeldung Protecting Ecology Means Understanding People Too:

Talking to a biologist about one’s feelings could produce the same reaction as, say, telling a sociologist about molecules. Yet if the problems confronting conservation of the world’s biodiversity are to be tackled and fixed, then science and people must mix.

So say Dr. Lee Fitzgerald, a conservation biologist who has traveled through Latin America for 20 years studying reptiles, and Dr. Amanda Stronza, a cultural anthropologist who has for 15 years studied ecotourism and indigenous peoples in the Amazon.

Fitzgerald and Stronza now will lead 20 other professors at Texas A&M University on a $3 million National Science Foundation grant aimed at cutting down barriers between biological and social science in order to help conserve the world’s rich biodiversity.

“When we were developing this project, we realized that there are many biological scientists working in conservation who lack training and skills in how to deal with all the social science issues,” Fitzgerald said.

The same was true in Stronza’s field.

“I can tell you what people are saying and doing in their environment – ‘I hunt this often, or I fish this often, or we protected this forest,'” she said. “But I am not trained to go out in the world and see what effect those actions are having on the wildlife or the forest.”

>> zur Pressemeldung

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Der Tagesspiegel zum “Dilemma ethnologischer Museen”

“Darf man die Kontexte weglassen oder herunterspielen, sollten auch Objekte außereuropäischer Kulturen als rein ästhetische Schaustücke ins Rampenlicht gerückt werden? Oder müssen die Entstehungszusammenhänge stets mitgeliefert werden?” In Berlin-Dahlem werden solche Fragen derzeit lebhaft diskutiert, meldet der Tagesspiegel.

Das dortige Ethnologische Museum bereitet seinen Umzug ins Humboldt-Forum, in das wiederzuerrichtende Schloss, vor und man erwartet “eine Neupräsentation der ethnologischen Sammlungen”. Und wie das aussehen soll, darüber gehen die Meinungen auch im Haus offenbar noch auseinander. Die soeben eröffnete Sonderausstellung „Welt der Schatten – Kunst der Südsee“ kann man als Statement in der Museumsdebatte lesen, so der Tagesspiegel.

>> weiter im Tagesspiegel

>> Webseite der Ausstellung (inkl Kurzfilmen)

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"Darf man die Kontexte weglassen oder herunterspielen, sollten auch Objekte außereuropäischer Kulturen als rein ästhetische Schaustücke ins Rampenlicht gerückt werden? Oder müssen die Entstehungszusammenhänge stets mitgeliefert werden?" In Berlin-Dahlem werden solche Fragen derzeit lebhaft diskutiert, meldet der Tagesspiegel.

Das dortige…

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Kriminalisierung kritischer Forscher in Deutschland?

(via Kulturwissenschaftliche Technikforschung) “Wissenschaftlich arbeiten ist wieder gefährlich und wird, ehe man sich versieht, mit Freiheitsentzug bestraft”, schreibt Harald Jähner in der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung. Der Berliner Soziologe Andrej Holm ist verhaftet worden, weil er verdächtigt wird, eine “terroristische Vereinigung” namens “Militante Gruppe” unterstützt zu haben, die in Berlin und Brandenburg zahlreiche Autos angezündet haben soll.

Viele Wissenschaftler sind alarmiert, weil sich die Indizien hauptsächlich auf seine wissenschaftliche Arbeit beziehen. In den wissenschaftlichen Texten des promovierten Soziologen fänden sich laut Bundesanwaltschaft “Schlagwörter und Phrasen”, die in den Texten der “militanten Gruppe” gleichfalls verwendet würden, darunter der in der Stadtforschung gebräuchliche Begriff der “Gentrification“:

Andrej H. veröffentlichte zuletzt das Buch “Die Restrukturierung des Raumes – Machtverhältnisse in der Stadterneuerung im Ostberlin der 90er-Jahre.” Er arbeitet intensiv an einem europäischen Netzwerk von Stadtforschern namens “The urban experience”. Die Wissenschaftler der Humboldt-Universität vermuten besorgt, dass ihn gerade diese Tätigkeit in den Augen der Bundesanwaltschaft verdächtig macht. Deren Ermittler argumentieren nämlich, Andrej H. stünden “als Mitarbeiter eines Forschungszentrums Bibliotheken zur Verfügung, die er unauffällig nutzen kann, um die zur Erstellung der militanten Gruppe erforderlichen Recherchen durchzuführen”.

Verdächtig mache ihn auch seine Intelligenz. Er verfüge über die “intellektuellen und sachlichen Voraussetzungen, die für das Verfassen der vergleichsweise anspruchsvollen Texte der militanten Gruppe erforderlich sind”. Vielleicht ist es wirklich sicherer, doof zu sein.

>> weiter in der Berliner Zeitung

In einem Interview mit Telepolis warnt Soziologe Rainer Rilling, vor den Konsequenzen falls nun die Anklagebehörde mit diesen Beschuldigungen Erfolg hat:

Dann würde jede Wissenschaft unter einem Anfangsverdacht stehen, militanten Aktivitäten zuzuarbeiten. Dann würden es sich Wissenschafter überlegen, ob sie bestimmte Begriffe wie beispielsweise Gentrifikation für eine Umstrukturierung eines Stadtteils noch weiter verwenden. Dieser Begriff, der den niederen englischen Adel bezeichnete und zur Kennzeichnung der Aufwertung von Stadtteilen in die internationale Wissenschaftssprache Einzug gefunden hat, würde dann unter Verdacht stehen.

>> weiter in Telepolis

Wie die taz schreibt gehoert zu den Verhafteten auch ein Politologe, der sich wie der Soziologe mit der Stadtentwicklung vor allem in Prenzlauer Berg auseinandersetzte. Anlass waren die geplante Umwandlung eines Hauses zum Hotel und die von der Bundesregierung geplanten Mieterhöhungen für Ostberlin. Aus diesen Aktivitäten gründete sich 1991 die Gruppe “Wir bleiben alle”, der sowohl H. als auch der Politologe angehörten. Aufsehen erregte auch eine Studie, die der beschuldigte Politologe 1997 verfasst hatte. Darin kam er zum Ergebnis, dass aufgrund Gentrifizierung über die Hälfte der 140.000 Bewohner den Prenzlauer Berg verlassen hatten.

Nur einen knappen Monat vor seiner Verhaftung wurde Andrej Holm von der Bundeszentrale fuer politische Bildung interviewt zu Stadtentwicklungsprozessen im Globalisierungszeitalter.

Es gab bereits viele Solidaritaetsaktionen fuer die Festgenommenen. Mit Slogans wie “Ich bin Promotionsstudent und daher verdächtig” demonstrierten 100 Menschen vor der Justizvollzugsanstalt Moabit. Natuerlich gibt es eine Soli-Webseite und einen Soli-Blog mit mehr Infos zum Fall.

Diese Geschichte reiht sich ein in die gegenwaertige Politisierung der Wissenschaften und Einschraenkung von Meinungs- und Forschungsfreiheit. Die neueste Meldung stammt von heutigen “Inside Higher Education”: Pessimistic Views on Academic Freedom: A greater percentage of social scientists today feel that their academic freedom has been threatened than was the case during the McCarthy era (via Savage Minds)

AKTUALISIERUNG (17.8.07): “Internationaler Wissenschaftler-Kreis sieht in Deutschland die Freiheit der Wissenschaft in Gefahr und fordert die “sofortige Einstellung des 129a-Verfahrens” und die “umgehende Freilassung der Inhaftierten”. Nun ist der Protest international geworden, erfahren wir auf dem Blog Kulturwissenschaftliche Technikforschung

AKTUALISIERUNG (15.8.07): (via Kommentar von Orange): Noch mehr Aktionen gegen kritische Forscher, die auf Demonstationen gehen und sich für eine gerechtere Globalisierung einsetzen: Studierende unter Generalverdacht. Bundeskriminalamt beschlagnahmt Seminarlisten meldet die AStA der Uni Bremen:

Am 09.05.07 fand an der Universität Bremen im Rahmen einer bundesweiten Aktion der Bundesanwaltschaft eine Hausdurchsuchung statt. Diese richtete sich gegen den Lehrbeauftragten Dr. Fritz Storim, welchem nach $129a die “Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Verhinderung des G8-Gipfels” vorgeworfen wird. Die Bundesanwaltschaft kommentierte Ihr Handeln mit den Worten: “Die heutigen Untersuchungen sollten Aufschluss bringen über die Strukturen und die personelle Zusammensetzung von diesen Gruppierungen, und dienten nicht in erster Linie zur Verhinderung von konkreten Anschlägen. Dafür gab es keine Anhaltspunkte”.

Bei der zeitgleichen Durchsuchung von Privaträumen Dr. Fritz Storims stellte das Bundeskriminalamt (BKA) unter anderem sämtliche TeilnehmerInnenlisten sowie Arbeitsmaterialien der von ihm in den letzten Jahren an der Universität Bremen angebotenen Seminare sicher. Damit sind auch Kommilitoninnen und Kommilitonen der Uni Bremen ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten. Ihre Daten liegen den deutschen Strafverfolgungsbehörden nun in Verbindung mit dem Vorwurf des Terrorismus vor. Es muss davon ausgegangen werden, dass alle SeminarteilnehmerInnen Dr. Fritz Storims von der Polizei und dem Staatsschutz überprüft und die gewonnenen Erkenntnisse sowie die Verbindung zu einem potenziellen Terroristen (ihrem Dozenten) in den entsprechenden Datenbanken gespeichert werden.

Siehe auch:

Bush, “war of terror” and the erosion of free academic speech: Challenges for anthropology

Blogging and Public Anthropology: When free speech costs a career

Fired from Yale, anarchist professor points to politics

USA: Censorship threatens fieldwork – A call for resistance

The dangerous militarisation of anthropology

Protests against British research council: “Recruits anthropologists for spying on muslims”

San Jose: American Anthropologists Stand Up Against Torture and the Occupation of Iraq

Zur gleichen Zeit bekommt Ethnologe Erwin Orywal nun Morddrohungen wegen Dialogs mit Muslimen

(via Kulturwissenschaftliche Technikforschung) "Wissenschaftlich arbeiten ist wieder gefährlich und wird, ehe man sich versieht, mit Freiheitsentzug bestraft", schreibt Harald Jähner in der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung. Der Berliner Soziologe Andrej Holm ist verhaftet worden, weil er verdächtigt wird, eine…

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Get Out of the Library and Into the Streets – new book by David Graeber

book cover

Popular anarchist anthropologist David Graeber is one of the editors of a new book on the relationship between academics and social action called Constituent Imagination: Militant Investigations, Collective Theorization:

According to libcom.org:

The book opens with the editors’ provocative history of the academy’s inherent limitations and possibilities. The essays that follow cover a broad range: embedded intellectuals in increasingly corporatized universities, research projects in which factory workers and academics work side by side, revolutionary ethnographies of the global justice movement, meditations on technology from the branches of a Scottish tree-sit. What links them all is a collective and expansive reimagining of engaged intellectual work in the service of social change. In a cultural climate in where right-wing watchdog groups seem to have radical academics on the run, this unapologetic anthology is a breath of fresh air.

As Matt Wasserman in The Indypendent claims, there are only few academics with ties to social movements – despite denouncements of “tenured radicals” by commentators on the right:

Plenty of academics write articles for obscure journals on transgression or “interrogate” race, gender and class, but almost none are found in the streets. This is the classic bargain of academia: you can think subversive thoughts as long as you don’t act upon them. Case in point: the firing of Constituent Imagination co-editor David Graeber from Yale University’s anthropology department.
(…)
The writers who contributed to Constituent Imagination want to tear down the barrier set up within the academy between theory and practice. In an occasionally jargon-ridden, often brilliant and generally provocative set of essays, they theorize and research about the globaljustice movement from within the movement.
(…)
The authors, rather than seeing their role as diagnosing the “objective” nature of the system and on this basis prescribing the correct strategy for social movements to follow, instead attempt to work out what it means to perform engaged intellectual work alongside, in service to and within social movements themselves.

>> read the whole review in The Indypendent

UPDATE: Parts of the book are available online at http://www.constituentimagination.net/

Graeber agrees in that there are “very few anarchist professors” but “a good number of grad students and a very large number of undergrads” according to an interview in The Ready Stock Book where he also explains what he thinks about anarchism. We also get to know that he is working on a history of the idea of debt and on a book developing an anarchist version of world-systems analysis with his friend Andrej Grubacic.

Graeber will by the way begin teaching at Goldsmiths College, University of London, in September 2007.

SEE ALSO:

David Graeber: There never was a West! Democracy as Interstitial Cosmopolitanism

Review of Graeber’s book: Fragments of an Anarchist Anthropology / download the whole book

Protests at Yale: When Walmart’s management principles run an anthropology department

“Discuss politics!” – How anthropologists in Indonesia engage with the public

More and more anthropologists, but they’re absent from public debates – “Engaging Anthropology” (1)

Too engaged anthropology? The Lumpenproletariat on the US-Mexican Border

Chronicles Women’s Social Movements in India

book cover

Popular anarchist anthropologist David Graeber is one of the editors of a new book on the relationship between academics and social action called Constituent Imagination: Militant Investigations, Collective Theorization:

According to libcom.org:

The book opens with the editors’ provocative history of the…

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