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– Dårlige fritidsklubber blir forbryterskoler

En dårlig drevet fritidsklubb kan rekruttere til kriminalitet. Kun langsiktig satsning får ungdom ut av gjengene, og bare de gode klubbtilbudene virker forebyggende. Dette skriver antropologene Viggo Vestel og Ingrid Smette i Tidsskrift for Ungdomsforskning ifølge Dagsavisen.

Det har vært en del debatt i det siste om ungdomsklubbene virkelig er så forebyggende som det ofte hevdes. Men nå har altså de to antropologene gjennomført “den hittil lengste og grundigste gjennomgangen av fritidsklubber i gjengbelastede områder”. Resultatet: Det dreier seg om politikk. Politikerne må satse for fullt på klubbene, eller la være:

En klubb med stadige utskiftninger i personalet og budsjettene skaper ikke tillit. Og en klubb der personalet ikke har tillit blant ungdommene, blir en klubb uten kontroll. En slik klubb kan bli en arena der kriminelle ungdomsgjenger får status og nye medlemmer.

– En klubb ute av kontroll åpner for rekruttering til kriminelle miljøer. Men når fritidsklubben fungerer som den skal, har den en klart forebyggende effekt, forklarer sosialantropolog Viggo Vestel.

>> les hele saken i Dagsavisen.

Antropologenes tekst Fritidsklubben som forebyggende arena – har den “gått ut på dato”? fins kun på papir. Tidsskriftet har ennå ikke tatt steget inn i data-alderen. Hjemmesiden er ikke særlig brukbar.

SE OGSÅ:

Viggo Vestel vil demonstrere for flere fritidsklubber

– Ungdommen håndterer kulturforskjeller ved å vektlegge det de har felles. Viggo Vestels doktoravhandling om ungdomsklubb

En dårlig drevet fritidsklubb kan rekruttere til kriminalitet. Kun langsiktig satsning får ungdom ut av gjengene, og bare de gode klubbtilbudene virker forebyggende. Dette skriver antropologene Viggo Vestel og Ingrid Smette i Tidsskrift for Ungdomsforskning ifølge Dagsavisen.

Det har vært en…

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Off to Paris

I’m off to a one week holiday in Paris. As I’ll attend two conference right afterwards, there won’t be any updates here for around 10 days.

Happy Easter! Enjoy spring (or autumn, I should add as well)!

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Happy Easter! Enjoy spring (or autumn, I should add as well)!

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Nackte Nagas, Nationalsozialismus und Ethnologie

(LINKS AKTUALISIERT 23.9.2020) Die österreichische Sozialwissenschafterin Hilde Schäffler setzt sich in ihrem Buch “Begehrte Köpfe” mit den Forschungen des Wiener Ethnologen Christoph Fürer-Haimendorf (1909-1995) in Indien auseinander, mit verschiedenen Facetten der Kopfjagd, den nationalsozialistischen Verstrickungen des Forschers, ethnologischer Praxis sowie mit der Kolonialismuskritik, meldet der Standard:

Auch wenn Fürer-Haimendorf bei seiner Feldforschung in den dreißiger Jahren darum bemüht war, die “edlen” Züge der Naga herauszustreichen, so kommen in seinen Arbeiten auch die Wildheit und barbarischen Eigenschaften zum Ausdruck. Nur so sei das gewaltsame Durchgreifen der britischen Kolonialmacht im Rahmen von Strafaktionen zu rechtfertigen gewesen, analysiert Schäffler.

Mit diesen Zeilen im Kopf ist es erstaunlich wie wenig kritisch und eher lobend die Texte ueber diesen Ethnologen auf anderen Webseiten sind, z.B. bei der Minnesota State University oder Archives Hub britischer Unis (nicht mehr online). Vielleicht sollte man sich das Interview mit Christoph Fürer-Haimendorf anschauen und seine Notizbücher durchsehen?

Mehr dazu gibt es bei den Wiener Ethnologen, u.a:

Der weiße Kopfjäger. Fürer-Haimendorf und der Nationalsozialismus (pdf)

Zu Christoph von Fürer-Haimendorf, „Die Stellung der Naturvölker in Indien und Südostasien“ (pdf)

Völkerkunde studieren unter Hitler (pdf)

Selbstkritisch formuliert ist auch die Geschichte des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie in Wien.

SIEHE AUCH:

In Berlin: Protest gegen Fortwirken des Kolonialismus in der Ethnologie

Ethnologe Leo Frobenius und der koloniale Blick auf Afrika

Kolonialismus ist ueberall – erste deutschsprachige Einführung in postkoloniale Theorie

Christoph Seidler: »Opfer ihrer Erregungen«: Die deutsche Ethnologie und der Kolonialismus

Völkerkunde unter Hitler: Lehren für die Gegenwart

Anthropology, photography and racism

Racism: The Five Major Challenges for Anthropology

Anthropologists condemn the use of terms of “stone age” and “primitive”

(LINKS AKTUALISIERT 23.9.2020) Die österreichische Sozialwissenschafterin Hilde Schäffler setzt sich in ihrem Buch "Begehrte Köpfe" mit den Forschungen des Wiener Ethnologen Christoph Fürer-Haimendorf (1909-1995) in Indien auseinander, mit verschiedenen Facetten der Kopfjagd, den nationalsozialistischen Verstrickungen des Forschers, ethnologischer Praxis sowie…

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Wünscht sich ethnologisch gebildete Mathe-Lehrer

In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse wünscht sich Anette Rein, Direktorin des Frankfurter Museums der Weltkulturen, “dass die Ethnologie als Wissenslieferant für alle Bereiche angenommen würde: als Allgemeinbildung in positivem Sinn”.

Auch als Schulfach, ähnlich wie Drama und Theater in Hessen? fragt das Blatt. Die Ethnologin antwortet:

Nein. Mir schwebt eher vor, dass ein ethnologisch gebildeter Mathe-Lehrer seinen Schülern erklären kann, dass die „Null“ keine bloße Abstraktion ist, sondern ge- oder erfunden werden musste, als bestimmte Menschen die Notwendigkeit entwickelten, damit zu arbeiten. Oder das Fach Werken, das es kaum noch gibt, so dass manche Kinder in unseren Kursen nicht mal ein Muster mit der Schere ausschneiden können. Dabei ist die Verbindung Hand–Auge so wichtig für die vernetzten Verschaltungen im Gehirn!

>> zum Interview

In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse wünscht sich Anette Rein, Direktorin des Frankfurter Museums der Weltkulturen, "dass die Ethnologie als Wissenslieferant für alle Bereiche angenommen würde: als Allgemeinbildung in positivem Sinn".

Auch als Schulfach, ähnlich wie Drama und Theater…

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