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NZZ etwas zu einseitig: Stimmen aus der Arktis immer noch rar?

Die NZZ gibt einen Ueberblick ueber Literatur ueber und aus der Arktis. Die Konklusion:

Ein Blick auf die heute in deutscher Sprache vorliegende Literatur erweist, dass authentische Stimmen aus dem hohen Norden nach wie vor rar sind.

Schade, dass nicht englischsprachige Texte mit einbezogen wurden – oder auch Literatur in lokalen Sprachen. Dann waere der Autor Martin Zähringer sicher fuendig geworden. Die Saamen haben viele Autoren hervorgebracht, dasselbe laesst sich sicher ueber die kanadischen Inuit sagen. Der Text konzentriert sich zu sehr auf Grønland. Zur Arktis gehøren jedoch auch noerdliche Gebiete Kanadas, Alaskas und Sibiriens, eventuell auch Teile Nordskandinaviens.

>> zum Text in der NZZ

Die NZZ gibt einen Ueberblick ueber Literatur ueber und aus der Arktis. Die Konklusion:

Ein Blick auf die heute in deutscher Sprache vorliegende Literatur erweist, dass authentische Stimmen aus dem hohen Norden nach wie vor rar sind.

Schade, dass nicht englischsprachige Texte…

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Book review: Who owns native culture – A book with an excellent website

Very interesting review by David Trigger in the August-edition of The Australian Journal of Anthropology. Michael F. Brown’s book “Who Owns Native Culture?” discusses Indigenous assertions of ownership of cultural information. These can be in tension with the claims of non-Indigenous people who may wish to access particular sites and land areas, discuss certain areas of Indigenous knowledge without being censored etc. According to David Trigger, Michael Brown seeks a balance between ‘the interests of indigenous groups and the requirements of liberal democracy’.

Michael Brown shows how this conflict is more complex than it might seem at first glance. Early in the book, he asks why the incorporation of native cultural forms should be defined as theft, when native peoples themselves (as with all societies) have selectively appropriated Christian and other symbols and religious practices. How does the ownership claim over usage of Indigenous cultural ideas and designs sit with the creative mixing of cultures often termed ‘hybridity’ or ‘creolisation’ by scholars? Are New Age adherents, for example, really guilty of ‘blasphemy and cultural aggression’, when embracing their own versions of such rituals as sweat-lodges (derived from certain North American Indian cultures)?

>> continue (Link updated with copy)

The book has its own website with lots of news, articles, reviews and links related to the book! Excellent!!!!!!!!!

READ ALSO Indigenousness and the Politics of Spirituality where anthropologist Sabina Magliocco argues against cultural ownership: “Taken to its logical extreme, it leads directly to essentialization and racism”

Very interesting review by David Trigger in the August-edition of The Australian Journal of Anthropology. Michael F. Brown's book "Who Owns Native Culture?" discusses Indigenous assertions of ownership of cultural information. These can be in tension with the claims…

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«Angry Monk» – neuer Film des Zürcher Ethnologen Luc Schaedler

Till Brockmann von der NZZ ist ganz begeistert ueber den neuen Tibet-Film “Angry Monk” des Zürcher Filmemachers und Ethnologen Luc Schaedler. Denn dieser Film faellt nichts ins uebliche Muster – “entweder einseitige Lobpreisungen des tibetischen Buddhismus, des Landes als spirituelles Kleinod, der traditionellen Medizin oder der uralten Kultur der Nomadenvölker oder die Folgen der brutalen chinesischen Unterdrückung zu dokumentieren.”

Dagegen wird ein rebellischer Monch portraetiert, der die eigene Kultur hinterfragt. Gendun Choephel (1903-1951), eine im Westen weitgehend unbekannte, doch für viele Tibeter heute wieder aktuelle Figur aus der Vergangenheit. «In Tibet ist alles, was alt und traditionell ist, ein Werk Buddhas. Alles Neue hingegen ein Werk des Teufels. Das ist die traurige Tradition meines Landes», schrieb er in einer seiner Gedichte. >> zum Text in der NZZ / Kopie

>> zur Webseite des Films “Angry Monk”

Interview mit dem Filmemacher auf students.ch

SIEHE AUCH:

Made in Hong Kong – ueber Luc Schaedlers Lizenziatsarbeit in Visuelle Anthropologie
Gendun Choephel: Vier Gedichte

Till Brockmann von der NZZ ist ganz begeistert ueber den neuen Tibet-Film "Angry Monk" des Zürcher Filmemachers und Ethnologen Luc Schaedler. Denn dieser Film faellt nichts ins uebliche Muster - "entweder einseitige Lobpreisungen des tibetischen Buddhismus, des Landes als spirituelles…

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Ethnologen: Sizilien ist mehr als Mafia

Die Wissenschaftsredaktion vom ORF fasst einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Current Anthropology” zusammen! Jane Schneider (City University of New York) und Peter Schneider (Fordham University) gehts um ein differenzierteres Bild Siziliens. Ihr Text handelt von der Konstruktion des Mythos Sizilien, an der auch Ethnologen ihren Anteil hatten.

Die Autoren betonen das widerständige Potenzial Siziliens, dessen Wurzeln sich in der Kultur der Handwerker finden lassen. In den Werkstätten der Handwerker haetten sich schon sehr früh so etwas wie Gegenöffentlichkeiten gebildet. >> zum Artikel beim ORF

>> zum Originaltext “Mafia, Antimafia, and the Plural Cultures of Sicily” in Current Anthropology (fuer kurze Zeit in voller Laenge online verfuegbar – allerdings nur uebers Inhaltsverzeichnis, nicht direkt verlinkbar)

Die Wissenschaftsredaktion vom ORF fasst einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Current Anthropology" zusammen! Jane Schneider (City University of New York) und Peter Schneider (Fordham University) gehts um ein differenzierteres Bild Siziliens. Ihr Text handelt von…

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Ägypter über ethnologische Feldforschung: “Warum wollen die Deutschen so viel über uns wissen?”

(via ethno::log) Interessante Details ueber eine studentische Feldforschung in Aegypten sind im Spiegel zu lesen. Sarah Hartmann lebte fünf Monate lang in Kairo. Im Rahmen einer Exkursion des Instituts für Ethnologie der Freien Universität Berlin forschte sie dort gemeinsam mit sieben anderen Berliner Studenten über die Jugend in der ägyptischen Hauptstadt. Sie wollte etwas über die Bildungschancen junger Ägypter erfahren und hatte vor sie in der Schule zu besuchen.

Doch dort waren die Forscher keine gerne gesehenen Gaeste. Skeptisch fragten einige ägyptische Studenten: “Warum wollen die Deutschen so viel über uns wissen?” Bei quantitativen Erhebungen muss jede einzelne Frage vom Jugendministerium abgesegnet werden. Erschwerend kommt hinzu dass es Ausländern nicht erlaubt ist, staatliche Schulen zu betreten. Als sie doch einmal gemeinsam mit ihrer Übersetzerin eine Schule besuchte, erregte sie Aufsehen und musste flüchten.

Was macht man in solch einer Situation? Man pfeift auf die Buerokratie und holt sich halt Informationen ausserhalb der Schule. >> zur Geschichte im Spiegel

(via ethno::log) Interessante Details ueber eine studentische Feldforschung in Aegypten sind im Spiegel zu lesen. Sarah Hartmann lebte fünf Monate lang in Kairo. Im Rahmen einer Exkursion des Instituts für Ethnologie der Freien Universität Berlin forschte sie dort gemeinsam mit…

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