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The 10th Biennial Conference of the European Association of Social Anthropologists (EASA)

26th to 30th August in Ljubljana, Slovenia

The 10th conference of the European Association of Social Anthropologists, 26 to 30 August in Ljubljana, Slovenia

Anthropologists have been facing diversity since the beginning of social/cultural anthropology as an academic discipline. The main aim of the conference is to deal with public discourse on diversity, cross-cultural communication and, at the same time, the absence of speaking about underestimated aspects of mutuality, including post-colonial, post-imperial, post-socialist, and post-racial.

Experiencing processes of late (or post-) industrialism and modernity, anthropologist study the present-day situation “in the field” and equally accentuate consideration of constructed and “natural” environments. When speaking of diversity, the conference will not overlook the flip side of the “intercultural dialogue”: new racism, ethnic nationalism, cultural fundamentalism and “soft” modes of exploitation.

Registration fees
Non-members: €180
Members (EASA & WCAA organisations): €130
Students and/or economically disadvanteged: : €90
Registration prices will rise after the beginning of July

More information http://www.easa2008.eu/

26th to 30th August in Ljubljana, Slovenia

The 10th conference of the European Association of Social Anthropologists, 26 to 30 August in Ljubljana, Slovenia

Anthropologists have been facing diversity since the beginning of social/cultural anthropology as an academic discipline. The main aim…

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Native American Tribe Allows Gay Marriage

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Gay marriage is banned in Oregon and the most states in the U.S. But if you are gay and Native American you are lucky: The Coquille Indian Tribe on the southern Oregon coast recently adopted a law that recognizes same-sex marriage.

The law extends to gay and lesbian partners all tribal benefits of marriage – even if a Coquille marries an Italian or Pakistani, The Oregonian and USA Today report.

According to anthropologist Brian Gilley, The Coquilles are probably the first tribe to legalize same-sex marriage. Gilley is author of the book, “Becoming Two-Spirit: Gay Identity and Social Acceptance in Indian Country”.

The interesting thing is that many Native American tribes historically accepted same-sex relationships. But in the colonial era, Europeans tended to change that.

Native Americans not only accepted lesbian and gay people, they also respected them as prophets, hunters or healers, anthropologist Rae Trewartha writes in The New Internationalist.

English and French-Canadian fur trappers were surprised to find that there were significant numbers of men dressed as women among the Native Indians, Scott Bidstrup writes:

What intrigued them the most, however, was the esteem with which these men were held by their fellow tribesmen. These men were considered to be spiritually gifted, a special gift to the tribe by God, men with a particular insight into spiritual matters.

Native Americans with mixed gender identity are called “Two Spirit” (see also a New York Times story about a Two Spirit gathering)

The new law rises interesting legal questions, anthropologist Brian Gilley explains, Because the Coquilles have federal status, a marriage within the tribe would be federally recognized. But that would violate the Defense of Marriage Act, a law that says the federal government “may not treat same-sex relationships as marriages for any purpose.”

“The federal government could challenge the Coquille law as a way of testing the limits of tribal independence”, he says.

>> Gay marriage in Oregon? Tribe says yes (The Oregonian, 20.8.08)

>> Native American tribe to allow same-sex marriages (USA Today, 22.8.08)

SEE ALSO:

Law and multiculturalism: When law crosses borders

A subculture of hefty, hirsute gay men is attracting the attention of academics

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Gay marriage is banned in Oregon and the most states in the U.S. But if you are gay and Native American you are lucky: The Coquille Indian Tribe on the southern Oregon coast recently adopted a law that recognizes same-sex…

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Thomas Bargatzky – ein rechtsradikaler Ethnologe?

Er publiziert in angesehenen wissenschaftlichen Verlagen und hat auch ein Ethnologie-Einführungsbuch geschrieben. Im rechten Wochenblatt Junge Freiheit plädiert er für das Singen der Nationalhymne im Unterricht, wettert gegen den Islam und donnert “Europa muss christlich bleiben”. Thomas Bargatzky – ein rechtsradikaler Ethnologe?

Vorgestern tauchte ein Email in der Inbox auf:

“Dass es nicht nur Ethnologen gibt, die romantisierte Bilder verbreiten, sondern auch solche, die härtere Geschosse auffahren, beweist Thomas Bargatzky. Dieser ist schon länger Autor der rechtskonservativen Zeitschrift “Junge Freiheit”, die viele Schnittstellen und Kontakte mit Rechtsextremen hat.

Beigefügt waren ein paar Links zu Artikeln in der Jungen Freiheit, die ich gerade durchgelesen habe. Ja, der Ethnologe fährt in der Tat mit haerteren Geschossen auf, mit einem Gedankengut, das man bis vor etwa zehn Jahren hauptsächlich in rechtsradikalen Kreisen vorfand, nun aber stubenrein geworden ist.

Bargatzky wettert nicht nur gegen den Islam, sondern auch gegen die 68er-Generation und Homofile. Man kann ihn damit als Vertreter der neuen christlichen Rechte bezeichnen, die für konservative Familienwerte und einen ethnoreligioesen Nationalismus bekannt ist (er hat auch einiges mit anti-westlichen Okzidentalisten gemeinsam).

In Familie als kulturelle Universalie schreibt der an der Uni Bayreuth lehrende Ethnologe:

Die Familie ist ein Bollwerk gegen den Zugriff der Marktkräfte auf die Individuen. Es liegt daher auf der Hand, daß diese Kräfte über ihre Sprachrohre in den Parteien, den Nachrichtenmedien und der Unterhaltungsindustrie bei der Ehe als dem Angelpunkt der Familie in unserer Kultur ansetzen. Mit der Ehe soll zugleich die Familie aufgebrochen werden.

Vor diesem Hintergrund muß auch die Kampagne für die formelle Gleichsetzung “gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften” mit der Institution der Ehe gesehen werden. Die Ehe wird auf eine Ausdrucksform der individuellen “sexuellen Orientierung” reduziert und somit auch aus ihrer demographischen Funktion herausgelöst.
(…)
Wir dürfen nicht zulassen, daß sich – in welcher Partei auch immer – jene Fanatiker durchsetzen, die im Namen einer Totalemanzipation von der Natur uns nicht nur aus dieser, sondern aus der Kulturgemeinschaft mit dem Rest der Welt herauskatapultieren wollen.

Bargatzky liefert in seinen Texten eine akademische Legitimierung für anti-muslimische Aktivitäten. Er schreibt vom “Kampf der Kulturen” (sogar die Proteste der Jugendliche in den Pariser Vororten listet er hierfür als Bespiel auf!), von einem “Europa”, das vom “Islam” bedroht wird. Die Lösung ist christlicher Patriotismus.

In Europa muss christlich bleiben schreibt er:

Um dieser Bedrohung entgegentreten zu können, muß Europa Kraft schöpfen. Das kann jedoch nur gelingen, wenn es sich zuvor auf die Grundlagen seiner Identität besinnt. “Wer sind wir, was sind die anderen?” Bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage stoßen wir unweigerlich auf das Christentum, das fast zweitausend Jahre in Europa identitätsstiftend gewirkt hat.
(…)
Auf christlichem Boden wuchs die Aufklärung empor, in deren Namen ihm Kritiker und Gegner entgegentreten können. (…) Die asiatische Denkweise kreist vor allem um die Idee der Pflichten gegenüber dem Gemeinwesen, in der christlichen Tradition steht dagegen das Individuum im Fokus der Zuwendung Gottes. Nirgendwo sonst, in keiner anderen Religion, wird das Individuum so wichtig genommen. Dies ist gleichsam das Hauptgeschenk des Christentums an die Menschheit.
(…)
Die herausragende Bedeutung des Individuums weist das Christentum im Grunde als die Religion der Moderne aus. Daß gerade individualistisch gesonnene Zeitgenossen heute in exotische Religionen flüchten, die ja gerade die Auslöschung des Individuums lehren, ist eines der großen Mißverständnisse unserer Zeit.
(…)
Europa muß christlich bleiben – oder es wird nicht mehr sein.
(…)
Sorgen wir auch durch eine nationalen Eigeninteressen verpflichtete Einwanderungspolitik dafür, daß nicht eines Tages in Europa nur noch Moscheen errichtet werden!

In Leitkultur oder Patriotismus kritisiert er die “von vielen herbeigeträumte multikulturelle Gesellschaft”. In diesen globalisierten Zeiten sei ein “Bekenntnis zur Nation” wichtiger denn je:

Das Bekenntnis zur Nation ist die Antwort auf die Frage nach der deutschen Identität (…). Nur sie kann die Aufgabe lösen, in einer Zeit des verstärkten Migrationsdrucks den Bewohnern eines bestimmten staatlichen Gebildes, welchen ethnischen Hintergrund auch immer sie haben mögen, gewisse gemeinsame Überzeugungen und Orientierungen näherzubringen, ohne die ein Gemeinwesen nicht bestehen kann. Die Zugewandtheit zur Nation hat einen Namen: Patriotismus.

Er kritisiert die 68er-Generation, die “zum Verfall identitätsstiftender Institutionen” beigetragen habe. Zu diesen zählt er “Sprache, Familie, Kirche, Schulen, Universitäten, Streitkräfte, aber auch Theater, Sinfonieorchester, Opernhäuser”:

Jede dieser Institutionen stellt, für sich genommen, eine Verfallsgeschichte dar, denn seit der unseligen “Revolution” von Achtundsechzig gilt eine anti-institutionalistische Haltung in Deutschland als chic, sie ist geradezu eine Signatur unserer Zeit. Das geistig-moralische Vakuum, das heute den Ruf nach einer Leitkultur in Deutschland laut werden läßt, entstand als Folge jenes Bruchs mit tradierten Institutionen, Symbol- und Wertesystemen.

Patriotismus, schreibt er, muss seinen “Ausdruck in eingängigen Symbolen finden” – und diese müssen gepflegt werden – die USA könnte als Vorbild dienen::

Könnten nicht auch wir in Deutschland von anderen Nationen etwas über die Pflege dieser Symbole – cultura! – lernen und zum Beispiel das Hissen der Flagge auf dem Schulhof und das gemeinsame Absingen der Dritten Strophe des Deutschlandliedes durch Lehrer und Schüler in unser Schulwesen übernehmen? Wenigstens einmal im Monat oder zu Beginn des Schuljahres und vor dem Nationalfeiertag?

Der Ethnologe ist auch einer der Autoren des Buches „Gegen die feige Neutralität – Beiträge zur Islamkritik“, worüber bei Indymedia eine aufschlussreiche Besprechung erschienen ist.

Auf seiner Uni-Homepage macht er übrigens Werbung für Praktikumsstellen bei der Bundeswehr. Da ist auch ein Link zum Forum für Kultur und Sicherheit wo “Experten über Probleme der Interkulturalität in Zusammenhang mit Fragen der Sicherheit berichten” – zwei der fünf Experten stammen vom Militär, der dritte ist Polizist.

Einer Rezension in der Zeitschrift für Religionswissenschaft zufolge operiert Bargatzy mit “evolutionären Gesellschafts- und Religionskonzepten”.

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Ethnologie-Einführungen und die Sonderstellung der deutschen Ethnologie

In Berlin: Protest gegen Fortwirken des Kolonialismus in der Ethnologie

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Immer mehr Ethnologinnen bei der Bundeswehr

The dangerous militarisation of anthropology

Er publiziert in angesehenen wissenschaftlichen Verlagen und hat auch ein Ethnologie-Einführungsbuch geschrieben. Im rechten Wochenblatt Junge Freiheit plädiert er für das Singen der Nationalhymne im Unterricht, wettert gegen den Islam und donnert "Europa muss christlich bleiben". Thomas Bargatzky…

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Kunst, antropologi, forvaltning: Ellen Aslaksen er månedens antropolog

Norsk antropologisk forening (NAF) fortsetter med sin populære serie “Månedens antropolog”. Vi møter Ellen Aslaksen, forskningsleder i Norsk kulturråd. “Å skille mellom ”jobben” og “antropologien” oppleves verken som meningsfullt eller fruktbart. For meg er dette dypt sammenvevde størrelser”, skriver hun:

Jeg har i hele mitt yrkesliv som antropolog, jobbet innenfor et kunstfaglig, estetisk, kunstsosiologisk og kulturpolitisk arbeidsfelt. Og mye av arbeidet mitt har dreid seg om å utforske hva antropologiske perspektiver kan bidra til av innsikter om dette samfunnsområdet.

Et eksempel er boka “Ung og levende. Unge kunstnere – erfaringer og arbeidsvillkår”. Oppdraget var å skrive en utredning, resultatet ble en lettlest og spennende etnografi, som jeg skrev da jeg anmeldte boka for tre år siden.

>> les hele saken på NAFs hjemmeside

Jeg intervjuet Ellen Aslaksen om arbeidet i Kulturrådet

SE OGSÅ:

Klarer kunsten seg uten forskningen?

Norsk antropologisk forening (NAF) fortsetter med sin populære serie "Månedens antropolog". Vi møter Ellen Aslaksen, forskningsleder i Norsk kulturråd. "Å skille mellom ”jobben” og "antropologien" oppleves verken som meningsfullt eller fruktbart. For meg er dette dypt sammenvevde størrelser", skriver hun:

Jeg…

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Kikket legemiddelindustrien i kortene

(Lenker oppdatert 21.9.2020) De fleste antropologer studerer heller uteliggere, ungdommer eller flyktningkvinner enn mektige menn i dress. Silje Hansen Kjenseth derimot har valgt å studere makten. Hun har vært på feltarbeid i legemiddelindustrien.

Masteroppgaven Legemiddelindustrien i Norge: kapitalister eller idealister? En studie av et legemiddelfirmas opplevelse av egen situasjon er nettopp blitt publisert.

Legemiddelindustrien er mektig og omstridt. En av de mest hårreisende sakene gjelder legemiddelindustriens bestrebelser for å forhindre at fattige land får tilgang til billig AIDS-medisin.

Men oppgaven kommer ikke med avsløringer, den stiller ikke legemiddelindustrien til veggs. Den handler mer om å få fram de ansattes “point of view”. Det er (i hvertfall etter en første rask lesing) en ganske snill oppgave som viser at makta ikke nødvendigvis trenger å være redd for antropologer. Resultatet av slike oppgaver blir gjerne at tingene ikke er så svart-hvit som vi gjerne tror.

De “slemme kapitalistene” er ikke så slemme likevel. Også i legemiddelindustrien er det mange reflekterte mennesker og saken har alltid mange sider. “På grunnlag av mine informanters opplevelse kan jeg ikke kategorisere legemiddelindustrien i Norge som verken kapitalister eller idealister”, skriver antropologen.

Noe av det mest interessante ved oppgaven er kanskje at hun i det hele tatt slapp inn og ble godt tatt imot. Masterstudenten fikk en 50%-stilling, kontorplass og 100kr i timen. Hun trengte ikke engang å anonymisere firmaet Schering-Plough der hun var på feltarbeid hos. Samtidig er jeg ikke sikker på om det er ok å bli betalt av informantene sine – spesielt i dette tilfellet.

Jeg er alltid overrasket over at antropologer ser seg nødt til å skrive noen ord om “feltarbeid i eget samfunn”. Det er nettopp slik som Silje Hansen Kjenseth skriver: Ens “egne” samfunn kan framstå som ganske eksotisk og fremmed:

Mitt feltarbeid kan på en måte ses som gjort i eget samfunn, men på en annen måte overhodet ikke. Jeg oppfattet ikke meg selv som en del av legemiddelindustrien da jeg gikk inn i feltarbeidet mitt. På tross av at jeg lever i samme land som mine informanter, var dette en totalt ukjent verden for meg.

På tross av at feltarbeidet mitt har foregått i eget samfunn, har jeg møtt på store språklige utfordringer. Dette i form av det jeg vil kalle faglige uttrykk innen forretningsverdenen og ”legeprat”. Med min ikke-medisinske bakgrunn og manglende evne til å forstå forkortelser og spesielle uttrykk innen forretningsverdenen, har samtalene jeg har deltatt i til tider krevd mye av meg.

>> last ned oppgaven fra UiOs digitale bibliotek

SE OGSÅ:

På feltarbeid i FNs sikkerhetsråd

– Antropologi må være maktkritikk

– Viktig å vite hva folk oppover i systemet tenker

– Lite forskning på elitene

Medicine as power: “Creates new categories of sick people”

“Ethnographic perspectives needed in discussion on public health care system”

(Lenker oppdatert 21.9.2020) De fleste antropologer studerer heller uteliggere, ungdommer eller flyktningkvinner enn mektige menn i dress. Silje Hansen Kjenseth derimot har valgt å studere makten. Hun har vært på feltarbeid i legemiddelindustrien.

Masteroppgaven Legemiddelindustrien i Norge: kapitalister eller idealister?…

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