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Die soziale Produktion bösen Verhaltens muss wissenschaftlich untersucht werden

Florian Rötzer, Telepolis

Die Psychologinnen Susan Fiske, Lasana Harris and Amy Cuddy von der Universität Princeton haben nach dem Folterskandal von Abu Ghraib die Forschungsliteratur mit der Fragestellung “Warum normale Menschen feindliche Gefangene foltern” durchgesehen.

Mit dem richtigen oder falschen Kontext könne man, so die Wissenschaftlerinnen, fast jeden Menschen zur Aggression und Gefolgsamkeit bringen. “Gewöhnliche Menschen können ein unglaublich destruktives Verhalten ausüben, wenn ihnen dies durch legitime Autoritätspersonen befohlen wird. … Untergebene machen nicht nur, was ihnen befohlen wird, sondern das, von dem sie denken, dass ihre Vorgesetzten ihnen dies nach ihrem Verständnis der allgemeinen Ziele der Vorgesetzten befehlen würden.”

Die Psychologinnen schlagen vor, dass die soziale Produktion “bösen Verhaltens” weiter wissenschaftlich untersucht werden sollte, um Mittel zu entwickeln, mit denen es sich bessern verhindern lassen könnte – sofern dies wirklich gewünscht wird, müsste man hinzufügen. >> weiter

Florian Rötzer, Telepolis

Die Psychologinnen Susan Fiske, Lasana Harris and Amy Cuddy von der Universität Princeton haben nach dem Folterskandal von Abu Ghraib die Forschungsliteratur mit der Fragestellung "Warum normale Menschen feindliche Gefangene foltern" durchgesehen.

Mit dem richtigen oder falschen Kontext könne…

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Besitz und Eigentum: Offener Zugang zu Land, Wissen und Kultur?

Christopher Hann, Max Planck Institut für ethnologische Forschung, Halle/Saale

Die Forschungsgruppe “Besitz und Eigentum” des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung richtet ihr Hauptaugenmerk auf die enttäuschenden Ergebnisse des Dekollektivierungsprozesses auf dem Land in den postsozialistischen Staaten.

Die Gruppe macht Gebrauch von einem Modell, das von Kollegen in der Rechtsethnologie entwickelt wurde. Dieses Modell kann auch auf dem Gebiet des geistigen Eigentums angewendet werden, , zum Beispiel wenn indigene Gruppen Ansprüche auf einzigartiges “kulturelles Eigentum” erheben. Jüngste Aufrufe, Wissen frei zugänglich zu machen, verweisen auf ähnliche Problemstellungen. >> weiter

Christopher Hann, Max Planck Institut für ethnologische Forschung, Halle/Saale

Die Forschungsgruppe "Besitz und Eigentum" des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung richtet ihr Hauptaugenmerk auf die enttäuschenden Ergebnisse des Dekollektivierungsprozesses auf dem Land in den postsozialistischen Staaten.

Die Gruppe macht Gebrauch von einem Modell,…

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Multimedia als Mittel der ethnologischen Darstellung

Matthias Eberl, Rufposten

Im Rahmen eines Hauptseminars am Institut für Ethnologie und Afrikanistik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität habe ich versucht aufzuzeigen, was eine textbasierte Multimedia-Technik wie das von mir entwickelte Reader Triggered Multimedia für die wissenschaftliche Darstellung leisten könnte.

In der Arbeit skizziere ich kurz die bisherigen Forderungen der Ethnologie nach Multimedia und Hypertext für die ethnographische Repräsentation. Ich schaue mir dann die bisherigen Lösungen der Darstellungen bei den Massenmedien an und leite dann über auf die Vorteile, die ich bei meiner eigenen Entwicklung sehe. Für Journalisten dürfte sich kaum neues in der Arbeit finden, der Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Perspektive. >> weiter

Matthias Eberl, Rufposten

Im Rahmen eines Hauptseminars am Institut für Ethnologie und Afrikanistik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität habe ich versucht aufzuzeigen, was eine textbasierte Multimedia-Technik wie das von mir entwickelte Reader Triggered Multimedia für die wissenschaftliche Darstellung leisten könnte.

In der Arbeit…

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Feldarbeit am eigenen Selbst: Marc Augé oder Der Anthropologe als Zeitkritiker

NZZ Online

Die Laufbahn des französischen Anthropologen Marc Augé lässt sich parallel zur Entwicklung seines Faches lesen: Nach Feldstudien in Schwarzafrika wendet er sich zunehmend der westlichen Welt zu, gründet eine «Ethnologie des Nahen» mit, die sich mit Alltagsobjekten befasst, und wird zum Kritiker der «Übermoderne».

Aufgabe der Anthropologen sei es, so Augé, «eine kritische Analyse der kulturellen Ausdrucksweisen im historischen Kontext anzubieten. Hierfür müssen sie der Transformationen unserer Welt gewahr werden (Gentechnik, Informationstechnologien, digitale Bilder) und der grossen Herausforderungen, die sich ihr stellen: des Reichtumsgefälles, der Umweltgefährdung, der neuen Pandemien.»

Objekte der Anthropologie im 21. Jahrhundert seien nicht «das Verschwinden oder die Bewahrung von sogenannten traditionellen Gesellschaften, sondern die Beziehungen zwischen Gruppen, die Interaktionen zwischen dem, was dem Lokalen, vor Ort empirisch Beobachtbaren, zugehört, und dem, was in den Bereich des Globalen oder Weltumspannenden fällt» («L’Anthropologie», PUF 2004). >> weiter

NZZ Online

Die Laufbahn des französischen Anthropologen Marc Augé lässt sich parallel zur Entwicklung seines Faches lesen: Nach Feldstudien in Schwarzafrika wendet er sich zunehmend der westlichen Welt zu, gründet eine «Ethnologie des Nahen» mit, die sich mit Alltagsobjekten befasst, und…

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– Interesse für ethnologische Perspektiven

Ethno::log

Das Deutschlandradio hat einen ausführlichen Beitrag (MP3, 45min) über aktuelle Bücher online, die sich mit Afrika und Europa beschäftigen. Man sieht, dass ethnologische Perspektiven und Debatten über das Bild Afrikas in Europa und über Migrationsprobleme durchaus in die Gesellschaft getragen werden können und dort auf Interesse stoßen. >> weiter

Ethno::log

Das Deutschlandradio hat einen ausführlichen Beitrag (MP3, 45min) über aktuelle Bücher online, die sich mit Afrika und Europa beschäftigen. Man sieht, dass ethnologische Perspektiven und Debatten über das Bild Afrikas in Europa und über Migrationsprobleme durchaus in die Gesellschaft getragen…

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