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Neues Buch: Wer sind die “Jugos” in der Schweiz?

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Ein Vorteil von Migration und Globalisierung ist dass mehr und mehr Forscher “mit Migrationshintergrund” Klischees über “die andere” herausfordern. Ein Beispiel ist der NZZ zufolge Ethnologe Dejan Mikic. Er ist Mitherausgeber von “Jugoslawien–Schweiz einfach”, ein Buch, das ein mehr nuanciertes Bild von Einwanderen aus (Ex-)Jugoslawen in der Schweiz zeigen möchte. Mikic ist selber als 6-Jähriger mit seinen Eltern in die Schweiz gekommen und hat besonders seit Ende der 1980er-Jahre Diskriminierung erfahren.

>> Besprechung des Buches in der NZZ

>> Interview im St.Galler Tagblatt

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Ein Vorteil von Migration und Globalisierung ist dass mehr und mehr Forscher "mit Migrationshintergrund" Klischees über "die andere" herausfordern. Ein Beispiel ist der NZZ zufolge Ethnologe Dejan Mikic. Er ist Mitherausgeber von "Jugoslawien–Schweiz einfach", ein Buch, das ein mehr…

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Ausstellung räumt auf mit Vorstellungen über die Südsee

Die faz wuenscht sich der neuen Ausstellung des Ethnologischen Museums in Berlin “Neuirland – Kunst der Südsee”. Die Ausstellung scheint mit Vorurteilen aufzuraeumen:

Die Südsee war eines der frühen Forschungsobjekte der Ethnologie – aber das, was viele in ihr sahen, waren eher europäische Wunschprojektionen. Vor allem hat die Vorstellung, auf diesen Inseln „ursprüngliche“, kulturell abgeschlossene, stagnierende Völker zu finden, die keinerlei Außeneinflüssen ausgesetzt waren, wenig mit der Realität zu tun.

(…)

Leider gibt es Tage, da trifft man in den Räumen der Dahlemer Ausstellungen mehr Wärter als Besucher, und man wünschte sich, ein wenig vom propagandistischen und finanziellen Aufwand, mit dem die Staatlichen Museen zu Berlin eingekaufte Blockbuster-Ausstellungen wie die „Schönsten Franzosen kommen aus New York“ oder das „MoMA in Berlin“ an den kulturinteressierten Mann bringen, käme der Werbung für die weltweit einmaligen außereuropäischen Sammlungen zugute, die in Dahlem lagern: Denn was dort zu sehen ist, erzählt mehr über die Begegnung der Kulturen und die Entstehung und „Migration von Formen“ als viele ambitionierte Ausstellungsprojekte, für die anderswo mit deutlich größerem Krach getrommelt wird.

>> zum Artikel in der faz

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„Welt der Schatten – Kunst der Südsee“ – Der Tagesspiegel zum “Dilemma ethnologischer Museen”

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In Berlin: Protest gegen Fortwirken des Kolonialismus in Ethnologie-Museen

Die faz wuenscht sich der neuen Ausstellung des Ethnologischen Museums in Berlin "Neuirland - Kunst der Südsee". Die Ausstellung scheint mit Vorurteilen aufzuraeumen:

Die Südsee war eines der frühen Forschungsobjekte der Ethnologie - aber das, was viele in ihr…

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Nun auch Live-Blogging vom der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde

Nach dem Live-Blogging bei der Volkskunde-Tagung Bilder Bücher Bytes wird es nun auch Live-Blogging bei der Ethnologen-Tagung geben. Die Volkskundler haben innerhalb nur weniger Tage eine imponierende Sammlung an Texten, Podcasts und Bildern zusammengestellt.

Am morgigen Montag startet die…

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Ethnologin: “Schlagstöcke gegen Mönche ist für Burmesen zutiefst schockierend”

Wenn das burmesischen Militär auf Mönche einknueppelt, ist das eine in Burma extreme Vorgehensweise. Denn dass einem Mönch mit einem Stock über den Kopf geschlagen wird, sei eine Unvorstellbarkeit für Buddhisten, sagt die Berliner Ethnologin Miriam Kapp , lesen wir auf OÖNachrichten.

Mönche würden niemals infrage gestellt und schon ein Bild, das eine Schürfwunde auf dem Kopf eines Robenträgers zeige, löse Entsetzen in der Bevölkerung aus. “Es ist eine sehr symbiotische Beziehung zwischen den Familien und den Mönchen. Idealerweise sollte auch die Beziehung zum Staatsoberhaupt eine solche sein, aber sie wurde durch das Verhalten der Militärs zerstört”, sagte Kapp. Die Junta hätte alles versucht, die traditionell autonomen Klöster unter ihre Kontrolle zu bringen.

>> zum Bericht in den OÖNachrichten

Die Mönche halten demonstrativ Reisschüsseln halten – mit der Öffnung zu Boden gekehrt. Das ist in dem buddhistischen Land ein starkes Symbol: Die Mönche zeigen so, dass ihnen das (Seelen)Heil der Generäle nicht mehr wichtig ist. “Die Mönche aber zeigen, dass sie von der Regierung nichts mehr annehmen wollen. Und das gilt als eine harte Strafe.”, sagte die Ethnologin zwei Tage zuvor zur “Presse”. In der buddhistischen Tradition ist es nämlich alltäglich, Spenden, etwa Essen, in Schalen von Mönchen zu geben, wodurch sich der Spender Vorteile für sein Karma erhofft.

>> zum Bericht in der Presse

>> Burma-Spezial im Standard

Derzeit ist eine internationale Kampagne gestartet worden. Alle werden aufgefordert, sich am morgigen Freitag in Rot zu kleiden, siehe dazu mein Beitrag (auch mit mehr Info zu Burma) Wear red shirts on friday – Anthropologists on the protests in Burma?

Wenn das burmesischen Militär auf Mönche einknueppelt, ist das eine in Burma extreme Vorgehensweise. Denn dass einem Mönch mit einem Stock über den Kopf geschlagen wird, sei eine Unvorstellbarkeit für Buddhisten, sagt die Berliner Ethnologin Miriam Kapp , lesen wir…

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Weiterhin Hungerlöhne an den Unis: Ethnologe fühlt sich ausgebeutet

Die Situation für Dozenten in Deutschland hat sich offenbar trotz Protesten nicht gross veraendert. Noch immer bekommen Dozenten nur ein Taschengeld und müssen zudem auf soziale Absicherungen verzichten. Die ARD schreibt ueber Ethnologie-Dozenten Ulrich Oberdiek, fuer den das Dozenten-Dasein ein Verlustgeschaeft ist.

Er fühlt sich ausgebeutet:

Ich leiste eine enorm zeitintensive, qualitativ hochwertige Arbeit, habe mit meinem Doktortitel den höchsten akademischen Grad erreicht und werde dafür mit einem Hungerlohn abgespeist. Die Politik geht noch immer von der antiquierten Vorstellung aus, dass alle Lehrbeauftragten ihre Tätigkeit nur nebenbei ausüben.

Seit knapp 18 Jahren arbeitet Ulrich Oberdiek als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen. In diesem Semester leitet er ein Seminar an der Universität Heidelberg und an der Universität München. 700 Euro bekommt er für das Seminar in Heidelberg (umgerechnet etwa 115 Euro pro Monat) und ganze 300 Euro verdient er fuer das Semester in München.

Gegenüber dem ARD-Magazin “Monitor” verteidigte der Hamburger Wissenschaftssenator Jörg Dräger die gängige Praxis: “Man verhält sich hier völlig gesetzeskonform.” Das Gesetz geht davon aus, dass Lehrbeauftragte außerhalb der Hochschule einer hauptberuflichen, abgesicherten Beschäftigung nachgehen, so die ARD.

Doch, so die ARD weiter, nach Informationen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gibt es unter den Lehrbeauftragten eine “grosse Gruppe”, die ihren Lebensunterhalt ausschliesslich oder überwiegend durch Lehraufträge abdecken muss.

Noch kritischer sieht die finanzielle Situation der etwa 6.000 Privatdozenten aus, lesen wir:

Privatdozenten haben ebenfalls promoviert und sind sogar habilitiert – sie verfügen also über dieselbe Qualifikation wie ordentliche Professoren. Sie warten auf eine freie Professorenstelle. Damit sie sich allerdings überhaupt bewerben dürfen, sind sie verpflichtet, jedes Semester zwei Stunden pro Woche eine Lehrveranstaltung zu leiten – und zwar völlig kostenlos.

>> zum Bericht bei der ARD

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