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VOKUS – Volkskunde-Zeitschrift stellt alle Artikel gratis ins Netz

VOKUS macht es vor. Forschungsergebnisse gehoeren ins Netz! Zugaenglich fuer alle. Der neueste Ausgabe der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Schriften (herausgegeben vom Institut für Volkskunde der Universität Hamburg und von der Hamburger Gesellschaft für Volkskunde) ist erschienen und online verfügbar. Auch die bisher nicht online gestellten früheren Ausgaben der Jahrgänge 15 (2005) und 14 (2004) sind nun online zugänglich, meldet der Blog Kulturwissenschaftliche Technikforschung. Nun sind also acht Jahre volkskundlicher Forschung fuer uns alle im Netz zugaenglich.

Die Texte sind thematisch vielfaeltig. Kulturwissenschaftliche Technikforschung empfiehlt besonders den Text Entertainment, Kapitalismuskritik, Consulting. Kulturwissenschaftliche Forschung in einer Hamburger Internetagentur von Astrid Schmidt. Von Anneke Wolf stammt der Text Onlinebasiertes Lernen mit einem Wiki. Ein Erfahrungsbericht und Corinna Chuchra schreibt ueber Einfrieren statt Räuchern, Pökeln und Einkochen – wie die Kühltechnologie die ländlichen Haushalte eroberte. Selbst Fussball fehlt nicht: Symbol, Ritual und Mythos im Fußball: Zur FANomenologie des Hamburger Stadtteilvereins FC St. Pauli heisst der Artikel von Brigitta Schmidt-Lauber.

>> Uebersicht ueber alle Texte in VOKUS

SIEHE AUCH:

Afrikanistik online: Das Internet als Forschungsinstrument für die Afrikanistik

Open Access Konferenz in Wien: Wissenschaftler für freien Zugang zu Wissen

American Anthropological Association opposes Open Access to Journal Articles

VOKUS macht es vor. Forschungsergebnisse gehoeren ins Netz! Zugaenglich fuer alle. Der neueste Ausgabe der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Schriften (herausgegeben vom Institut für Volkskunde der Universität Hamburg und von der Hamburger Gesellschaft für Volkskunde) ist erschienen und online verfügbar. Auch die…

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Frauen und Fussball: Warum sich die Geschlechterklischees trotzdem halten

Laut Statistik gucken etwa gleich viele Frauen wie Männer Fußball. Wieso halten sich die Geschlecherklischees dennoch? Die taz interviewt Ethnologin Almut Sülzle von der Uni Marburg. Sie promoviert über “Frauen in Männerdomänen” und ist Mitautorin des Buches “Arena der Männlichkeit. Über das Verhältnis von Fußball und Geschlecht.” Sie sagt:

Ich interpretiere das so, dass die bisher geltende selbstverständliche Gleichsetzung von Fußball und Männlichkeit mit der Thematisierung gegen eine Invasion vom Rand, die Fußballerinnen, verteidigt werden sollte.

(…)

Es ist so, dass Fußball zur Konstruktion der Männlichkeit dazugehört. Männlichkeit ist Fußball, und zwar ganz unabhängig davon, dass 50 Prozent der Männer sich nicht für Fußball interessieren.

>> zum Interview in der taz

SIEHE AUCH:

Frauensache Fußball (Deutschlandfunk)

Weibliche Fans: Die zwölfte Frau (faz)

Fußball: Arena der Männlichkeit (ORF ON Science)

Ethnologie und Fussball: “Der Fußball hat ein Problem mit der Homosexualität”

Laut Statistik gucken etwa gleich viele Frauen wie Männer Fußball. Wieso halten sich die Geschlecherklischees dennoch? Die taz interviewt Ethnologin Almut Sülzle von der Uni Marburg. Sie promoviert über "Frauen in Männerdomänen" und ist Mitautorin des Buches "Arena der Männlichkeit.…

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Unsere Nachbarn in der Soziologie im Netz

Der Blog Soziologie und ihre mediale Aufmerksamkeit verfolgt ein aehnliches Ziel wie dieser hier – nur eben in Bezug auf die Soziologie. Aus der Selbstbeschreibung:

Ragnar Heil stellt Artikel vor, deren gesellschaftskritische Analysen den Elfenbeinturm verlassen und mediale Aufmerksamkeit erreichen.

Zuletzt verwies er auf eine Uebersicht ueber Soziologie-Blogs. Der neueste Eintrag informiert uns ueber den Soziologie-Spiegel, der zwar einen loeblichen Ansatz hat:

“Gleich einem Spiegel wollen wir Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten, was innerhalb der Soziologie geschieht. Was treibt die Disziplin im Jahr 2006 an? Über welche Themen diskutieren die Wissenschaftler? Mit welchen Problemen hat die Disziplin zu kämpfen?”

Doch warum diese Zugangsbegrenzungen mit obligatorischer Registrierung bevor man etwas auf dieser Seite lesen kann? Ohne RSS-Feeds und interaktive Elemente wirkt der Soziologie-Spiegel ausserdem technisch veraltet.

Der Blog Soziologie und ihre mediale Aufmerksamkeit verfolgt ein aehnliches Ziel wie dieser hier - nur eben in Bezug auf die Soziologie. Aus der Selbstbeschreibung:

Ragnar Heil stellt Artikel vor, deren gesellschaftskritische Analysen den Elfenbeinturm verlassen und mediale Aufmerksamkeit erreichen.

Zuletzt verwies…

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Ethnologie und Fussball: “Der Fußball hat ein Problem mit der Homosexualität”

Kurz vor dem Beginn der Fussball-WM haeufen sich die Berichte ueber gesellschaftliche Aspekte dieser Sportart. In der Wiener Zeitung schreibt Peter Landerl ueber das Tabu Homesexualitaet im Fussball.

Während es in der Kunst kaum Probleme bereitet, sich als Homosexueller zu outen, es selbst in der Politik möglich ist, homosexuell zu sein, ist – obwohl statistisch unmöglich – in ganz Europa kein homosexueller Fußballprofi zu finden. Es gibt sie, aber keiner von ihnen wagt es, sich zu outen. Der Fußball hat ein Problem mit der Homosexualität.

Er zitiert Tatjana Eggeling vom Institut für Kulturanthropologie und europäische Ethnologie der Universität Göttingen. Sie bezeichnet Fussball als “einer der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft”.

Wir erfahren auch von Initiationsriten, die dafuer sorgen sollen, dass Fußball nur von “echten, harten Kerlen” gespielt werden kann.

>> weiter in der Wienerzeitung

>> Habilitiert über “Homosexualität im Sport”

Volkskundlerin Johanna Rolshoven meint:

Je schwieriger das Geschlechterverhältnis wird und je mehr Männer unter Druck geraten, desto mehr halten sie sich vielleicht an traditionelle Männerbastionen wie den Fussball.

MEHR ZU FUSSBALL UND ETHNOLOGIE:

Fussball: Keineswegs nebensächlich für Ethnologen

“Faszination Fußball” im Hamburger Völkerkundemuseum -ueber diese Ausstellung berichtet sogar die Zeitung The National (Papua New Guinea)

Ethnologe Kurt Wachter: Von “Othello” bis Milla – Fußball in Afrika

Marc Auge: Ein Ethnologe bei der Fußball-WM

Aus der Halbdistanz – Fussballbiografien und Fussballkulturen heute (Studienprojekt des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität Berlin)

Blickpunkt Fussball-WM: eine Form von Religion?

Kurz vor dem Beginn der Fussball-WM haeufen sich die Berichte ueber gesellschaftliche Aspekte dieser Sportart. In der Wiener Zeitung schreibt Peter Landerl ueber das Tabu Homesexualitaet im Fussball.

Während es in der Kunst kaum Probleme bereitet, sich als Homosexueller zu…

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Deutsche Ethnologin hilft der Bundeswehr

Das Thema Ethnologie und Miltaer (oder grundsaetzlich die Kooperation mit Machthabern) fuehrt immer zu heftigen ethischen Debatten. In einem dpa-Bericht lesen wir, dass die Mainzer Ethnologin Anna-Maria Brandstetter der deutschen Bundeswehr bei der Vorbereitung ihres Kongo-Einsatzes hilft. Hier dreht es allerdings lediglich um etwas “Knigge für den Kongo”.

Ob die Bundeswehrler diesem Ratschlag folgen?

“Wir Deutschen kommen bei Gesprächen immer recht direkt zur Sache”, sagt die Ethnologin Anna-Maria Brandstetter von der Universität Mainz. Dagegen gelte es im Kongo als Ausdruck von Respekt und Höflichkeit, eine Unterhaltung mit einer ausführlichen Begrüßung zu eröffnen, um sich aufeinander einzustimmen. “So gehört es zum guten Ton, sich nach dem Wohlbefinden der Familie zu erkunden.”

>> zum dpa-Bericht in der Stuttgarter Zeitung (link aktualisiert)

Das Thema Ethnologie und Miltaer (oder grundsaetzlich die Kooperation mit Machthabern) fuehrt immer zu heftigen ethischen Debatten. In einem dpa-Bericht lesen wir, dass die Mainzer Ethnologin Anna-Maria Brandstetter der deutschen Bundeswehr bei der Vorbereitung ihres Kongo-Einsatzes hilft. Hier dreht es…

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