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Ethnologe Hans Peter Duerr legt sich mit Archaeologen im Wattenmeer an

Teils amuesanter Bericht in der WELT ueber ein neues Buch des Ethnologen Hans-Peter Duerr ueber die Geschichte der im Wattenmeer untergegangenen Stadt Rungholt. Interessant ist die Vorgeschichte und die Reaktionen der Archaeologen “als 1994 ruchbar wurde, daß ein landesfremder, doch sehr publikationsfreudiger Nichtarchäologe mit 23 Studenten im Watt zwischen Nordstrand und Pellworm mit der Suche nach Zeugnissen des versunkenen Rungholt begonnen hatte”. >> weiter in der WELT (Link aktualisiert mit Kopie)

Teils amuesanter Bericht in der WELT ueber ein neues Buch des Ethnologen Hans-Peter Duerr ueber die Geschichte der im Wattenmeer untergegangenen Stadt Rungholt. Interessant ist die Vorgeschichte und die Reaktionen der Archaeologen "als 1994 ruchbar wurde, daß ein landesfremder, doch…

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Neue Magisterarbeit: Interkulturelle Kommunikation Norwegen-Deutschland

“Die Internationalisierung hat in den letzten Jahren z.B. dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach Benimmbüchern, die auf Kulturunterschiede zwischen Ländern näher eingehen, deutlich gestiegen ist”, schreibt Stian Aske in der Einleitung seiner Magisterarbeit in Germanistik an der Uni Bergen. Er hat die relevante Literatur zum Thema interkulturelles Management zusammengefasst sowie deutsche und norwegische Geschaeftsleute interviewt.

Er konnte deutliche Unterschiede ausmachen. Norwegen ist als Land demokratischer als Deutschland, daher sind die Leute auch offener fuer Neues, allerdings daher auch softer im Umgangston. Darauf basieren einige der Schlussfolgerungen der Arbeit:

Der direkte deutsche Kommunikationsstil kann von den Norwegern als arrogant und unhöflich, sogar als beleidigend aufgefasst werden.

(…)

Die Norweger haben den Willen zu riskieren und auf den wirtschaftlichen Erfolg zu hoffen, während die Deutschen ein solches Risiko durch eine gründlichere Vorarbeit im Vorfeld vermeiden möchten.

(…)

Den deutschen Geschäftspartnern wird von den norwegischen Informanten eine Unflexibilität unterbreitet, die dazu beiträgt, dass man wenig konstruktiv wird, was auf die hierarchischen Elemente der deutschen Unternehmen zurückgeführt wird.

>> Download der Arbeit (pdf 1,4MB )

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Schuhe – die Sammelwut der Frau. Und andere Feldforschungsarbeiten im Volltext

Die Berner Ethnologie oder „Institut für Sozialanthropologie” – so die Bezeichnung seit 1.September hatte schon immer einer der besten Ethnologieseiten. Gerade entdeckt, dass das Institut saemtliche Feldforschungsarbeiten des vergangenen Sommersemesters ins Netz gestellt hat. UPDATE (30.3.06): Die Links funktionieren nach einer Umstrukturierung der Berner Ethnologie nicht mehr, es gibt eine Kopie im Internetarchiv) Das Thema lautet “Jagen und Sammeln”. Der erste Gedanken geht Richtung traditionelle Ethnografie im afrikanischen Busch, doch die Studenten waren sehr kreativ bei der Wahl ihrer Themen.

Merkwuerdigerweise basieren mehrere Studien lediglich auf Frageboegen (was ist daran ethnologisch?) und nicht auf teilnehmender Beobachtung. Die Erlebnisse im Feld kommen leider oft zu kurz (zuviel Theorie!) – dennoch hier ist viel Interessantes zu lesen

Hier ein paar Beispiele:

SCHUHE – Die Sammelwut der Frau. Stephanie Nathalie Stüdle hat beobachtet wie Frauen Schuhe kaufen und Interviews gefuehrt: “Eine Frau kann sich weder auf einen Mann noch auf ein Paar Schuhe beschränken, eine Frau macht keine Kompromisse beim Schuhkauf und bei ihren Beziehungen mit Männern.”

Junge Maenner in der ICF (International Christian Fellowship): Jagd nach Jesus Christus oder Sammeln von Freunden Franziska Fankhauser, Dalila Ingold, Florence Reichmuth und Len Schiess haben einen Gottesdienst der ICF- Church besucht und Glaeubige interviewt.

„Es chunnt gar nid druf a was du eigentlech verzeusch“. Mitgliederjäger und ihre Strategie. Die Rolle der Zuneigung im Tausch zwischen Jäger und Opfer Joëlle Glauser und Andreas von Känel beobachteten und interviewten die – in der Regel nervigen – Mitgliedersammler humanitaerer Organisationen. Sehr lustig ihre Versuche, sich als Restaurantgaeste – im Freien sitzend) zu tarnen, s.9ff.

Erfahrungen sammeln in einer fremden Kultur. Der Versuch sich als Austauschschülerin in eine fremde Gesellschaft zu integrieren Gabriela Rauber und Sandra Mooser interviewten Austauschschülerinnen.

Download von Musik bei StudentInnen: Bewusstes Suchen oder reine Willkür? Annick Vollmar, Annick Wangler, Ksenija Vujotić und Fabienne Studer interessierte besonders das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in Bezug auf ihren persönlichen Downloadkonsum. Auf Frageboegen basierend.

Jagen und Sammeln nach dem „Selbst“ Ariane Schneider, Michelle Harnisch, Michèle Reist und Anna Wyss interessierte: Welche Art von Erfahrungen sammeln Studentinnen und Studenten, um sich selbst näher zu kommen? Basiert auf Frageboegen

Jagd nach Bekanntschaften Sarah Ryser, Nathalie Waser, Laura Weidmann untersuchten die Motivation und das Vorgehen bei Bekanntschaftsschliessungen – leider nur via Fragebogen.

>> Uebersicht ueber alle Feldforschungsarbeiten

Die Berner Ethnologie oder „Institut für Sozialanthropologie" - so die Bezeichnung seit 1.September hatte schon immer einer der besten Ethnologieseiten. Gerade entdeckt, dass das Institut saemtliche Feldforschungsarbeiten des vergangenen Sommersemesters ins Netz gestellt hat. UPDATE (30.3.06): Die Links funktionieren nach…

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Schamanismus im Alpenraum: Uralte Praktiken wurden vom Christentum übernommen

Der ORF interviewt Ethnologe Kurt Lussi vom Historischen Museum Luzern. Lussi erklaert, dass Schamanismus auch in unseren Breiten anzutreffen ist:

“So etwas ist auch bei uns im Luzerner Hinterland bekannt. Ich kenne selbst zwei alte Männer, die gerufen werden, wenn es bei den Bauern Krankheiten im Stall gibt. Manchmal machen sie dann unerlöste Seelen von Toten dafür verantwortlich, die sie aus dem Stall verbannen.”

(…)

Mit dem Schamanentum vergleichbar ist auch jene Haltung, mit der man hierzulande einen Wallfahrtsort zum Zwecke der Heilung aufsucht. Hier wie dort geht man davon aus, dass – als Ursache für die Krankheit – die Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist.

>> zum Artikel beim ORF

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Was haben afrikanische und appenzellische Heiler gemeinsam?

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Nackte Buschmaenner in Erfurt: Noch eine Art von “African Village”?

Fuer viel Wirbel und Protest sorgte das African Village im Tiergarten Augsburg. Die Proteste gegen in vieler Augen rassistische Ausstellungen nimmt kein Ende. In einer Ausstellung ueber “African Wildlife” sind auf der Erfurter Gartenbauausstellung auch nackte Buschmaenner der San zu sehen (keine echten jedoch, nur Puppen), meldet Indymedia:

“Die zur Schau gestellte Gruppe der San – auf Schautafeln als “Buschleute” bezeichnet – wird in der Ausstellung aus einem zoologischen Blickwinkel heraus betrachtet. Die Tafel neben den Menschenfiguren weist auf angebliche äußere Merkmale der San hin und operiert auch mit dem Begriff der Rasse.”

Ob der Vergleich zu den “Völkerschauen” legitim ist, der auf Indymedia gezogen wird, ist fraglich. Eine Erinnerung daran, wie lebendig die ueberholte Vorstellung ist, es gebe verschiedene eindeutig voneinander abgrenzbare Menschenrassen (=Grundlage von Rassismus), ist diese Ausstellung allemal.

>> zum Bericht auf Indymedia

buschmaenner
Bild: Indymedia

buschmaenner

Fuer viel Wirbel und Protest sorgte das African Village im Tiergarten Augsburg. Die Proteste gegen in vieler Augen rassistische Ausstellungen nimmt kein Ende. In einer Ausstellung ueber "African Wildlife" sind auf der Erfurter Gartenbauausstellung auch nackte Buschmaenner der San zu…

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