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Kosher cell phones, kosher bus routes and kosher clothing: Israel’s Ultra-Orthodox economy

For Jews, not only food needs to be kosher, the New York Times explains in an interesting article about Israel’s Ultra-Orthodox.

There are even kosher mobile phones. You cannot send text messages with them, take photographs or connect to the Internet. More than 10,000 numbers for phone sex, dating services etc are blocked. Calls to other kosher phones are cheaper and on the Sabbath any call costs $2.44 a minute, a steep religious penalty. “You pay less and you’re playing by the rules. You’re using technology but in a way that maintains religious integrity.”

A whole economic system has evolved to meet their needs, as Tamar El-Or, an anthropologist at Hebrew University explains. She has studied ultra-Orthodox shopping patterns. “There are lines of cellphones and credit cards and Internet suppliers and software and DVDs and clothes and so many things produced or altered or koshered for them, because they have a certain organized power to get the producers to make what they want.”

We read about a bus company that has special routes for the ultra-Orthodox, so that men and women are segregated, sometimes in separate buses. There are shops where you can buy special clothing. Movies and television are forbidden by many rabbies – an exemption is made for children if the intentio is educational. So in a video and music store for the Ultra-Orthodox you can find a large stock of nature documentaries: “National Geographic videos are considered fine, so long, as that there is no human nudity or sexuality, or even sexuality from animals.”

>> read the whole story in the New York Times

As we learn in an article in Science-Spirit mobile use has always been allowed but “it has been difficult to find one that didn’t contain access to the Internet or feature instant messaging plans displaying ads for worldly goods and services.” So, Israel’s ultra-Orthodox rabbis responded by convincing companies to produce a no-frills mobile phone for their community.

The introduction of the kosher phone comes at a time of intense discussion about the community’s future and the practicality of remaining so separate from the rest of Israeli culture:

The Ultra-Orthodox constitute about ten percent of Israeli Jews, or about 600,000 people. (…) They live in their own neighborhoods, have their own school systems, and, as long as they remain in religious school, are exempt from the military service required of all other Israeli citizens (except the approximately 1.5 million Palestinian Arabs living in the state). Ultra-Orthodox families have an average of seven children and most of the men study religion rather than work, relying on stipends from the government. (…) But in recent years, driven by rising poverty, cuts in government stipends and their own expanding population, the ultra-Orthodox have slowly begun to increase their participation in the largely secular Israeli society.

>> read the whole story in Science Spirit

I’ve found one article by anthropologist Tamar El-Or online:

The length of the slits and the spread of luxury: reconstructing the subordination of ultra-orthodox Jewish women through the patriarchy of men scholars (Sex Roles: A Journal of Research, Nov, 1993)

See also Wikipedia on Orthodox Judaism

For Jews, not only food needs to be kosher, the New York Times explains in an interesting article about Israel’s Ultra-Orthodox.

There are even kosher mobile phones. You cannot send text messages with them, take photographs or connect to the…

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Ethnologischer Ethnozentrismus: Neugestaltete Ethnologik im Netz

Die ersten Artikel der neuen Ausgabe der von Münchner Ethnologiestudenten gestalteten Zeitschrift Ethnologik sind im Netz. Neu kann man die Texte auch kommentieren! Die Ethnologik hat nun endlich den Weg ins Netz gefunden. Eine gute Nachricht!

Inhaltlich habe ich weiterhin Probleme mit dem Blatt. Bereits in zwei Texten kam der Ethnozentrismus vorangegangener Ausgaben wieder zum Vorschein. Die Autoren reden von “Uns” (weisse Mitteleuropaer) und den (exotischen, evtl problematischen) “Anderen”.

Im obskuren Text Warum „betrügen“ Chinesen? z.B. schlägt Stefan Mittermeier mit zweifelhaften Generalisierungen um sich. Er schreibt z.B:

List wird von uns Europäern intuitiv als etwas Schlechtes empfunden.

(…)

Nun unterscheidet sich die chinesische Vorstellung von der Welt extrem von der unseren. Die Chinesen haben sich niemals in dem Maße für die „Wahrheit“ interessiert wie das die griechischen Philosophen taten.

(…)

Wir Europäer wissen ganz genau wie sich ein Chef seinen Untergebenen gegenüber verhalten muss. Ist der Untergebene aber ein persönlicher Freund, sollte dieser nicht genauso behandelt werden, da Konflikte unweigerlich die Folge sind. „Privates und Berufliches sollte man am Besten trennen“, sagt der Volksmund trefflich.

Wer sind diese Europaer und wer sind die Chinesen? Ist das Ethnologie?

Ein anderes Beispiel ist der Text Menschenrechte. Jens Zickgraf geht der Frage nach ob sich universale Menschenrechte als Grundlage einer globalen Rechtsordnung legitimieren lassen?

Zickgrafs Text wimmelt auch von klischeehaftem Ethnozentrismus, der gerade in diesen islamophoben Zeiten politisch korrekt geworden ist. Sollte man nicht von Ethnologen einen differenzierten Blick erwarten? Hier eine Kostprobe:

Allerdings ist es fraglich, ob die Idee der Menschenrechte, die ihrerseits tief in der europäischen Geschichte wurzelt und mit ihrer Konzentration auf das Individuum vielfach im Konflikt mit anderen Welt- und Menschenbildern steht, wirklich geeignet ist, um als ethisches Leitbild einer „Weltgemeinschaft“ Bestand zu haben.

Oder hier:

So besteht ein großer Unterschied darin, ob die „Würde des Menschen“ wie im säkularisierten Europa von seiner Vernunftbegabung abgeleitet wird oder, wie beispielsweise in vielen islamischen Regionen, vom Dasein als Geschöpf Gottes.

Menschenrechte etwas europäisches? Europa säkularisiert? Wie kommt Zickgraf darauf?

Im Netz sind auch noch ein paar interessante Buchbesprechungen. Vermutlich werden weitere Texte folgen.

>> zur neuen Ethnologik-Ausgabe 2/2007

AKTUALISIERUNG: Neuer Beitrag zur neuen Ausgabe: Neue Ethnologik: Kluge Worte zum Studium und zur “Anwendbarkeit” von Ethnologie

SIEHE AUCH:

Ethnologik und Ethmundo: Vermitteln Ethnozentrismus und ein ueberholtes Bild von der Ethnologie?

David Graeber: There never was a West! Democracy as Interstitial Cosmopolitanism

PS: Am Rande: Zur Stellung von Demokratie in Deutschland, siehe Eintrag bei Kulturwissenschaftliche Technikforschung

Die ersten Artikel der neuen Ausgabe der von Münchner Ethnologiestudenten gestalteten Zeitschrift Ethnologik sind im Netz. Neu kann man die Texte auch kommentieren! Die Ethnologik hat nun endlich den Weg ins Netz gefunden. Eine gute Nachricht!

Inhaltlich habe ich weiterhin Probleme…

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Ein Ethnologe aus Pakistan bei den Deutschen in Sauberteich

(via ethno::log) Wenn Azam Chaudhary klingelte, dachten die Leute, er wollte betteln. Es war nicht gerade einfach, als pakistanischer Ethnologe die Deutschen in einem Nest im Rheinland zu erforschen, erfahren wir einem toll geschriebenen Beitrag des Magazines Brandeis:

Die Menschen aus dem Dorf waren ihm genug Arbeit. Feldforschung nennen es die Ethnologen. Ausländer stinken und klauen, bekam Chaudhary von den Einheimischen zu hören. Er sei natürlich anders, integriert, einer von ihnen. Und spreche gut Deutsch. Aber das reicht nicht. “Viele nehmen mich nicht ernst”, sagt Chaudhary. “Für die bin ich einfach Pakistani und komme aus einem schlechten Land. Für sie hat Deutschland die am höchsten entwickelte Kultur, und andere machen alles falsch.”

Aber er hat sich nicht von seinem Vorhaben abbringen gelassen und nach und nach Freunde gefunden. Er wurde Mitglied in mehreren Vereinen, auch im Bürgerverein. Einmal wusch er mit anderen das Kriegerdenkmal der Gemeinde. Er spielte Badminton im Verein und Volleyball mit den Lehrern vom Gymnasium. Ein ganzes Jahr hat er in diesem anscheinend sehr biederen Nest, das er Sauberteich nannte, gelebt und danach an der Universität Heidelberg darüber eine Abhandlung geschrieben. Das ist vier Jahre her. Jetzt kam er zurück, um die Nachbarn von einst wiederzusehen. Und Brandeis-Autor Ulf Schubert begleitete ihn dabei. Es wurde ein hervorragender Text daraus.

>> zu Text Deutschstunde im Magazin Brandeis

SIEHE AUCH:

“Draußen nur Kännchen” – Ethnologe Asfa-Wossen Asserate redet ueber Deutschland

Deutschlandforschung: “Deutsche Hunde – Ein Beitrag zum Verstehen deutscher Menschen” – Auslaendische Forscher interessieren sich mehr und mehr fuer deutsche Gegenwartskulturen.

(via ethno::log) Wenn Azam Chaudhary klingelte, dachten die Leute, er wollte betteln. Es war nicht gerade einfach, als pakistanischer Ethnologe die Deutschen in einem Nest im Rheinland zu erforschen, erfahren wir einem toll geschriebenen Beitrag des Magazines Brandeis:

Die Menschen…

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Ethnologe Michael Oppitz: “Auf die Uni zu gehen ist Zeitverschwendung”

Michael Oppitz, der abtretende Direktor des Völkerkundemuseums in Zürich, verabschiedet sich mit zwei herausragenden Ausstellungen”, meldet der Tagesanzeiger und portraitiert ihn als unkonventionellen Forscher.

Oppitz, der viel ueber Schamanismus geforscht hat, hegt Skepsis aber gegenüber allen institutionalisierten Formen des Wissens: “Es ist für einen Anthropologen Zeitverschwendung, eine Universität zu besuchen, es sei denn, man trifft dort aussergewöhnliche Leute”, sagt er im Taggi. Er fuehlte sich wohler unter Künstlern als unter Wissenschaftlern. “Das waren Leute, die ein Feuer hatten, irgendwo hinzukommen, irgendwas zu finden, zu schaffen, Gegenwelten zu entdecken.”

Oppitz gehörte, so der Tagesanzeiger weiter, “zum Stosstrupp derjenigen, die das Primat des Wortes in der Wissenschaft aufweichten und Bilder in den Rang hochgradiger wissenschaftlicher Information erhoben”.

>> weiter im Tagesanzeiger (Link aktualisiert mit Kopie)

"Michael Oppitz, der abtretende Direktor des Völkerkundemuseums in Zürich, verabschiedet sich mit zwei herausragenden Ausstellungen", meldet der Tagesanzeiger und portraitiert ihn als unkonventionellen Forscher.

Oppitz, der viel ueber Schamanismus geforscht hat, hegt Skepsis aber gegenüber allen institutionalisierten Formen des Wissens:…

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Exzellenzinitiative bedroht Geisteswissenschaften

Ueberall dieselbe Entwicklung: Oekonomisches Denken dominiert die Forschungspolitik mehr und mehr. Unis werden gefuehrt wie multinationale Konzerne, die im Weltmarkt miteinander konkurrieren. Daher u.a. gibt es “Exellenzinitiativen“. Diesen stehen jedoch sogenannte Orchideenfaecher im Weg.

Dem Münchner “Exzellenzcluster” in Physik, Nanophysik und Chemie kann ein Abbau von rund 400 Stellen in den Geisteswissenschaften in Muenchen zur Folge haben, meldete das Deutschlandradio vor zwei Wochen. Nun informiert uns der Deutschlandfunk: Orchideensterben im Elitedschungel: Das Fach Altamerikanistik an der Elite-Uni Göttingen bangt um seine Zukunft.

SIEHE AUCH:

Petition gegen Streichungen: Münchner Ethnologiestudierende erzielen erste Erfolge

Deshalb brauchen wir die Geisteswissenschaften

Ueberall dieselbe Entwicklung: Oekonomisches Denken dominiert die Forschungspolitik mehr und mehr. Unis werden gefuehrt wie multinationale Konzerne, die im Weltmarkt miteinander konkurrieren. Daher u.a. gibt es "Exellenzinitiativen". Diesen stehen jedoch sogenannte Orchideenfaecher im Weg.

Dem Münchner "Exzellenzcluster" in Physik, Nanophysik…

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