search expand

Göttingen International Film Festival — And the winner is …

Die Jury konnte sich nicht entscheiden, welcher der beste studentische Film aus den 19 vorgeführten Beiträgen am Göttingen International Film Festival war. Daher erhielten zwei junge Filmemacher den Studentenpreis: Alyssa Grossman für “Into the field” (Großbritannien, 2005, 28 min) und Florian Geyer für “Sulfur” (Frankreich, 40 min), meldet der Informationsdienst Wissenschaft.

Alyssa Grossmans Film portraitiert das Leben von Nonnen in einem rumänischen orthodoxen Kloster. Florian Geyer zeigt in seinem Film das harte Leben von Schwefel abbauenden Minenarbeitern in Java, die unter gefährlichen Bedingungen in dem giftigen Krater arbeiten und dabei ihre Gesundheit gefährden.

>> zur Pressemeldung

Die Jury konnte sich nicht entscheiden, welcher der beste studentische Film aus den 19 vorgeführten Beiträgen am Göttingen International Film Festival war. Daher erhielten zwei junge Filmemacher den Studentenpreis: Alyssa Grossman für "Into the field" (Großbritannien, 2005, 28 min) und…

Read more

International bekannte deutsche Ethnologen?

Deutsche Ethnologen? Den Norwegern an meinem Tisch – Teilnehmer der Jahreskonferenz der norwegischen ethnologischen Vereinigung faellt niemand ein. Ich muss selber ueberlegen, wenn ich aufgefordert werde, bekannte deutsche Ethnologen zu nennen, schliesslich wohne ich seit fuenf Jahren nicht mehr “auf dem Kontinent” (so bezeichnen Norweger Europa ausserhalb Skandinavien). – Schiffauer, sage ich. Er war der erste, der mir einfiel. Er ist am oeftesten in den Medien. “Noch nie gehoert”, bekomme ich als Antwort. Ich nenne noch ein paar – mit dem selben Resultat. Schiffauer war auch die Antwort, die mir in Deutschland arbeitende Ethnologen gestern auf meine Frage nach bekannten, in der Oeffentlichkeit praesenten deutschen Ethnologen, gaben. Und Hauschild!

“Deutsche Ethnologieprofessoren sind selten auf internationalen Konferenzen”, hatte mir letztes Jahr ein norwegischer Ethnologe erzaehlt. Doch die juengere Generation (Doktoranden), sagte er, sei internationaler ausgerichtet. Mit diesem Eindruck kehrte ich auch von der Konferenz Cosmopolitanism and Anthropology zurueck. Die Internationale Ausrichtung zeigt sich auch darin, dass viele (die meisten?) Ethnologen im deutschsprachigen Raum auf Englisch bloggen. Wer weiss, in ein paar Jahren werden meine norwegischen Kollegen vermutlich doch ein paar Ethnologen aus D/CH/Ö aufzaehlen koennen?

Deutsche Ethnologen? Den Norwegern an meinem Tisch - Teilnehmer der Jahreskonferenz der norwegischen ethnologischen Vereinigung faellt niemand ein. Ich muss selber ueberlegen, wenn ich aufgefordert werde, bekannte deutsche Ethnologen zu nennen, schliesslich wohne ich seit fuenf Jahren nicht mehr "auf…

Read more

“Anders Deutsch” und “Die virtuelle zweite Generation”

andersdeutsch “Anders Deutsch” heisst ein interessanter neuerer Blog. Urmila Goel heisst die Autorin, sie hat u.a. Suedasienkunde studiert und ist seit zwei Jahren wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Ethnologen Werner Schiffauer an der Europa-Universitaet in Frankfurt an der Oder. Sie ist eine sehr eifrige Bloggerin und schreibt so gut wie taeglich zum Thema Deutsche und Einwanderer, Migration(spolitikk) und “andere Arten Deutsch zu sein”.

>> zum Blog Anders Deutsch

Auf ihrer Homepage bietet sie Informationen über Menschen aus Südasien in Deutschland, darunter auch ihre Forschungsarbeit Die virtuelle zweite Generation. Zur Aushandlung ethnischer Identität im Internet am Beispiel der InderInnen der zweiten Generation in Deutschland. Genug Lesestoff zum Thema bietet auch die Seite Veroeffentlichungen.

andersdeutsch

"Anders Deutsch" heisst ein interessanter neuerer Blog. Urmila Goel heisst die Autorin, sie hat u.a. Suedasienkunde studiert und ist seit zwei Jahren wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Ethnologen Werner Schiffauer an der Europa-Universitaet in Frankfurt an der Oder. Sie ist…

Read more

Ausländerhetze im SPIEGEL: "Hätte niemals in Frankreich publiziert werden können"

Kuerzlich war in der englischen Ausgabe des SPIEGELs ein seltsamer Artikel zu lesen, der zeigte, wie Auffassungen ueber die deutsche nationale Identitaet auf obskuren Rassenideologien beruhen. Viel Aufhebens wird gemacht ueber die sinkende Geburtenrate der Deutschen, Angst geschuert darueber dass Deutsche angeblich bald in der Minderheit sein koennen:

Germans are not only dying out, but they’re slowly being replaced by non-Germans.

Fuer Artikelverfasserin Rose-Anne Clermont ist Deutschsein offenbar eine Frage des Blutes. Auslænder koennen daher nie Deutsche werden.

Der Artikel zeigt auch auf dass solch ein Verstaendnis in anderen Lændern auf Unverstaendnis stosst.

Die norwegische Ethnologin Cicilie Fagerlid, derzeit auf Feltarbeit
in Paris, schreibt:

One can say many things on the republican notion of French identity, but at least it’s not overtly racialised. Thus, I doubt that a text like the one in Der Spiegel could have been written in a major French newspaper.

>> weiter zu ihrem Kommentar: French versus Germanic national identity

Der amerikanische Genderwissenschaftler Bryan McCay ist ebenso erstaunt

Coming from the point of view of an American, the idea of a national character seems foreign (har har) to me. While there may be certain “American” values and ideals, I’ve always thought of “national character” as being a fluid and evolutionary process. One can’t expect modern Germans to be the same Germans they were four hundred years ago. Nationality is hardly an essential characteristic of human nature, it’s the result of more or less arbitrary borders that we’ve crafted for ourselves.

>> weiter zu seinem Kommentar “What’s all this fuss about national identity?”

>> Die “normalere” Nation in Frankreich – Unterschiede Deutschland und Frankreich

SIEHE AUCH:

Buchbesprechung: Sylvia Keim (2003). “So richtig deutsch wird man nie sein …”

Notizen zum Nationalismus in Deutschland

Racism: The Five Major Challenges for Anthropology

For an anthropology of cosmopolitanism

Kuerzlich war in der englischen Ausgabe des SPIEGELs ein seltsamer Artikel zu lesen, der zeigte, wie Auffassungen ueber die deutsche nationale Identitaet auf obskuren Rassenideologien beruhen. Viel Aufhebens wird gemacht ueber die sinkende Geburtenrate der Deutschen, Angst geschuert darueber dass…

Read more

Kulturwissenschafter kämpfen um Anerkennung

Da Unis mehr und mehr zu Orten anwendungsorientierter Forschung werden, müssen sie den Sinn ihrer Arbeit erklären und Anerkennung auch außerhalb der Unis suchen. Das war der eindeutige Befund, zu dem ein Symposium über die Situation der Kulturwissenschafter kam, meldet der Standard. Ein neuer Begriff machte die Runde – der des “Zwischenschaftlers”. Wir lesen:

Dass viele Kulturwissenschafter oft gar keine Karriere innerhalb der Universität mehr anstreben, mag zunächst überraschen. Tatsächlich haben sie in einer losen Anbindung an die Universitäten neue Freiheiten entdeckt, so Herta Nöbauer vom Zentrum für Frauenförderung und Genderforschung, die sich im Zuge ihrer Doktorarbeit mit dem Phänomen intensiv beschäftigt hat. Dazu zitiert sie eine externe Lektorin: “Ich will kommen. Ich will meine Arbeit tun. Ich will wieder gehen. Das hier ist mir alles zu eng.” Auch verstehen einige das Unterrichten von Studenten als bewussten Teil einer politischen Praxis.

Einen Namen für seine neu gefundene Identität hatte Oliver Hochadel, universitärer Lektor und Wissenschaftsjournalist. Er bekannte: “Ich bin ein Zwischenschafter.” Ein Standbein in und eines (oder mehrere) außerhalb der Universität zu haben, sei charakteristisch für die freien Kulturwissenschafter. Einerseits sei das notwendig, um sich das finanzielle Überleben zu sichern. Andererseits könnten daraus wertvolle Inputs für die eigene Arbeit gewonnen werden.

>> zum Text im Standard

SIEHE AUCH:

Die Münchner Ethnologen streiken

Ethnologie und Oeffentlichkeit II: Das ambitioese Projekt der Muenchner Ethnologiestudierenden

Kein Platz mehr für Ethnologie: Uni Innsbruck stutzt “Orchideenfächer”

Kollaps des Instituts für Sozialanthropologie in Wien?

Fachsuaheli auf Marmorklippen: In Expertenzirkeln mit gespreizten Geheimcodes fühlen sich deutsche Sozialwissenschaftler am wohlsten

“More and more anthropologists, but they’re absent from public debates – “Engaging Anthropology” (1)”

Da Unis mehr und mehr zu Orten anwendungsorientierter Forschung werden, müssen sie den Sinn ihrer Arbeit erklären und Anerkennung auch außerhalb der Unis suchen. Das war der eindeutige Befund, zu dem ein Symposium über die Situation der Kulturwissenschafter kam, meldet…

Read more