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Ein Ethnologe aus Pakistan bei den Deutschen in Sauberteich

(via ethno::log) Wenn Azam Chaudhary klingelte, dachten die Leute, er wollte betteln. Es war nicht gerade einfach, als pakistanischer Ethnologe die Deutschen in einem Nest im Rheinland zu erforschen, erfahren wir einem toll geschriebenen Beitrag des Magazines Brandeis:

Die Menschen aus dem Dorf waren ihm genug Arbeit. Feldforschung nennen es die Ethnologen. Ausländer stinken und klauen, bekam Chaudhary von den Einheimischen zu hören. Er sei natürlich anders, integriert, einer von ihnen. Und spreche gut Deutsch. Aber das reicht nicht. “Viele nehmen mich nicht ernst”, sagt Chaudhary. “Für die bin ich einfach Pakistani und komme aus einem schlechten Land. Für sie hat Deutschland die am höchsten entwickelte Kultur, und andere machen alles falsch.”

Aber er hat sich nicht von seinem Vorhaben abbringen gelassen und nach und nach Freunde gefunden. Er wurde Mitglied in mehreren Vereinen, auch im Bürgerverein. Einmal wusch er mit anderen das Kriegerdenkmal der Gemeinde. Er spielte Badminton im Verein und Volleyball mit den Lehrern vom Gymnasium. Ein ganzes Jahr hat er in diesem anscheinend sehr biederen Nest, das er Sauberteich nannte, gelebt und danach an der Universität Heidelberg darüber eine Abhandlung geschrieben. Das ist vier Jahre her. Jetzt kam er zurück, um die Nachbarn von einst wiederzusehen. Und Brandeis-Autor Ulf Schubert begleitete ihn dabei. Es wurde ein hervorragender Text daraus.

>> zu Text Deutschstunde im Magazin Brandeis

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(via ethno::log) Wenn Azam Chaudhary klingelte, dachten die Leute, er wollte betteln. Es war nicht gerade einfach, als pakistanischer Ethnologe die Deutschen in einem Nest im Rheinland zu erforschen, erfahren wir einem toll geschriebenen Beitrag des Magazines Brandeis:

Die Menschen…

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Ethnologe Michael Oppitz: “Auf die Uni zu gehen ist Zeitverschwendung”

Michael Oppitz, der abtretende Direktor des Völkerkundemuseums in Zürich, verabschiedet sich mit zwei herausragenden Ausstellungen”, meldet der Tagesanzeiger und portraitiert ihn als unkonventionellen Forscher.

Oppitz, der viel ueber Schamanismus geforscht hat, hegt Skepsis aber gegenüber allen institutionalisierten Formen des Wissens: “Es ist für einen Anthropologen Zeitverschwendung, eine Universität zu besuchen, es sei denn, man trifft dort aussergewöhnliche Leute”, sagt er im Taggi. Er fuehlte sich wohler unter Künstlern als unter Wissenschaftlern. “Das waren Leute, die ein Feuer hatten, irgendwo hinzukommen, irgendwas zu finden, zu schaffen, Gegenwelten zu entdecken.”

Oppitz gehörte, so der Tagesanzeiger weiter, “zum Stosstrupp derjenigen, die das Primat des Wortes in der Wissenschaft aufweichten und Bilder in den Rang hochgradiger wissenschaftlicher Information erhoben”.

>> weiter im Tagesanzeiger (Link aktualisiert mit Kopie)

"Michael Oppitz, der abtretende Direktor des Völkerkundemuseums in Zürich, verabschiedet sich mit zwei herausragenden Ausstellungen", meldet der Tagesanzeiger und portraitiert ihn als unkonventionellen Forscher.

Oppitz, der viel ueber Schamanismus geforscht hat, hegt Skepsis aber gegenüber allen institutionalisierten Formen des Wissens:…

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Exzellenzinitiative bedroht Geisteswissenschaften

Ueberall dieselbe Entwicklung: Oekonomisches Denken dominiert die Forschungspolitik mehr und mehr. Unis werden gefuehrt wie multinationale Konzerne, die im Weltmarkt miteinander konkurrieren. Daher u.a. gibt es “Exellenzinitiativen“. Diesen stehen jedoch sogenannte Orchideenfaecher im Weg.

Dem Münchner “Exzellenzcluster” in Physik, Nanophysik und Chemie kann ein Abbau von rund 400 Stellen in den Geisteswissenschaften in Muenchen zur Folge haben, meldete das Deutschlandradio vor zwei Wochen. Nun informiert uns der Deutschlandfunk: Orchideensterben im Elitedschungel: Das Fach Altamerikanistik an der Elite-Uni Göttingen bangt um seine Zukunft.

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Dem Münchner "Exzellenzcluster" in Physik, Nanophysik…

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Ethnologe: “Ethnien und Religion sind keine Kriegsursachen”

“Kulturelle Verschiedenheit korreliert nicht mit der Konflikthäufigkeit”, erklärt Günther Schlee, Direktor am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle an der Saale, in einem langen Interview mit der Sueddeutschen.

Wir finden wir häufig Konflikte gerade zwischen kulturell besonders ähnlichen Gruppen, sagt er. Als grobe Faustregel koenne man sagen: Zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen Kulturen ist die Konfliktwahrscheinlichkeit geringer.

Konflikte hätten häufig eine ethnische oder religiöse Ausdrucksform. Aber die eigentlichen Konflikt- oder Kriegsursachen haben damit sehr wenig zu tun. Die eigentlichen Konfliktursachen seien oft der Zugang zu materiellen Ressourcen sein, Macht etc. Als sich einander ausschließende Einheiten wurden die ethnischen Gruppen aber erst im Konflikt erschaffen. Die ethnische Zugehörigkeit war nur ein wichtiges Mobilisierungselement für bestimmte Akteursgruppen, die den Konflikt wollten.

>> zum Inteview in der Sueddeutschen

Auf der Webseite des Department Integration and Conflict des Max Planck Instituts gibt es auch zwei Radioprogramme zum Herunterladen, u.a. “Soziale Konstruktion von Feindschaft” (mp3)

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"Kulturelle Verschiedenheit korreliert nicht mit der Konflikthäufigkeit", erklärt Günther Schlee, Direktor am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle an der Saale, in einem langen Interview mit der Sueddeutschen.

Wir finden wir häufig Konflikte gerade zwischen kulturell besonders ähnlichen Gruppen, sagt…

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Ukontaktede indianere?

Med fem ukers forsinkelse skriver nå også norske aviser “Disse indianerne har aldri vært i kontakt med andre mennesker” og forskning.no reproduserer saken ukritisk i teksten Ukontaktede indianere.

Men stemmer dette? Fins det den dag i dag menneskegrupper som lever i fullstendig isolasjon? Eller: Hvilket tidsrom har en i hodet når en sier “aldri”? Mener en denne generasjonen? Mener en de har levd isolert i flere hundre eller tusen år? Indianerne beskrives som “nomader” – de flytter på seg hele tida, de må da treffe andre mennesker?

Hovedkilden for saken er Anders C. Krogh i Regnskogfondet som er alt annet enn en seriøs kilde – se et tidligere innlegg av meg.

Som jeg skrev i en tidligere omtale av denne saken, så betyr “ukontaktet” egentlig ikke at disse menneskene lever i isolasjon. Ifølge antropolog Suzanne Oakdale betyr “ukontaktet” ofte “hittil uten kontakt med myndighetene”. Indianergruppene har alle hatt en lang og komplisert historie med andre menneskegrupper, sa hun til The Vancouver Sun.

En skriver mye om de klisjeaktige bilder som media formidler om innvandrere, men fordommene og mytene blomstrer enda mer når det gjelder saker om indianere og andre “urfolk”, se blant annet:

Vårt bilde av “de andre”: Avslørende om Regnskogfondet

“Isolerte indianerstammer”: Koloniale stereotyper i Aftenposten

Paternalistic anthropology: “Contact with foreigners is dangerous”

“Et livstegn fra primitive stammer”: Skriver rasistisk om tsunamiofre

Feminister og urfolksromantikere som forskere: Hvordan holdninger påvirkerer forskningen

Primitive Racism: Reuters about “the world’s most primitive tribes”

Our obsession with the notion of the primitive society

Ethnic hybridity within identity politics: Thesis on Being A Nobel Savage in Brazil

On Savage Minds: Debate on the Construction of Indigenous Culture by Anthropologists

“Good story about cannibals. Pity it’s not even close to the truth”

Anthropologists condemn the use of terms of “stone age” and “primitive”

Med fem ukers forsinkelse skriver nå også norske aviser "Disse indianerne har aldri vært i kontakt med andre mennesker" og forskning.no reproduserer saken ukritisk i teksten Ukontaktede indianere.

Men stemmer dette? Fins det den dag i dag menneskegrupper som lever…

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